Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachkräfte-Nachwuchs gesucht: DBU fördert naturwissenschaftlich- technische Umweltbildungsprojekte

05.08.2011
Neuer Förderschwerpunkt eingerichtet – Auftakt mit Tagung in Osnabrück am 26./27. September

„Grüne Umwelttechnik ist Wachstumsmarkt und Jobmotor zugleich. Schon jetzt werden hier weltweit 1,4 Billionen Euro umgesetzt. GreenTech gehört zu den globalen Schlüsselindustrien wie die Elektronikbranche oder der Maschinenbau“, sagte heute Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Mit einem neuen Förderschwerpunkt „Naturwissenschaftlich-technische Umweltbildung und Kommunikation“ wolle die Stiftung deshalb junge Menschen für diese Kernthemen begeistern. Das sei wesentlich, denn Deutschland gehöre zu den Top-GreenTech-Nationen: „Um die internationale Vorreiterrolle zu bewahren, brauchen wir auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte mit Umweltbewusstsein. Hier droht ein Engpass“, erläuterte Brickwedde. Der neue Förderschwerpunkt werde in der Fachtagung „Kluge Köpfe für große Aufgaben – Tüfteln und Erfinden für die Umwelt“ am 26. und 27. September in der DBU in Osnabrück vorgestellt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Während der Tagung würden modellhafte Vorhaben präsentiert, die die DBU unterstützt habe, erläuterte Ulrike Peters, Leiterin des Referats „Umweltinformationsvermittlung“. Danach könnten sich Institutionen und Organisationen dann – gut informiert – mit innovativen Umweltbildungsprojekten um eine Förderung bewerben. Die Teilnahme an der Tagung sei empfehlenswert, jedoch keine Grundvoraussetzung für eine DBU-Förderung, unterstrich Peters.

Brickwedde sagte, dass es in den letzten Jahren zwar verschiedene Nachwuchsinitiativen für die Technikbranche in Deutschland gegeben habe. Diese hätten sich jedoch selten auf den Umweltaspekt konzentriert: „Ohne moderne Umwelttechnik sind aber Bevölkerungswachstum, Globalisierung, die heutige Ressourcen zehrende Lebensweise in den Industrienationen und die Industrialisierung der Schwellenländer ein hohes Risiko.“ GreenTech sei daher unverzichtbar, um die schädlichen Auswirkungen dieser Megatrends auf das Ökosystem Erde zu begrenzen, erläuterte Brickwedde. Die DBU wolle durch das Fördern von modellhaften Umweltbildungsprojekten schon frühzeitig junge Menschen für die Umweltbranche interessieren. Zudem hätten die jungen Menschen viele Fragen und auch Ängste in Bezug auf Umweltprobleme wie Klimawandel oder Energieversorgung. Neue Konzepte der naturwissenschaftlich-technischen Umweltbildung seien dringend nötig, um den jungen Menschen Antworten auf ihre Fragen zu geben und ihnen zu zeigen, wie sie sich ganz persönlich für den Umweltschutz einsetzen könnten, in der Freizeit und über die Berufswahl: „Gerade neue experimentelle Angebote sollen junge Leute motivieren, sich mit anspruchsvollen technischen oder wissenschaftlichen Umweltthemen zu befassen“, so der DBU-Generalsekretär.

Wichtig seien für den neuen Förderschwerpunkt vor allem die so genannten „MINT“-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Themen wie nachhaltige Chemie, Biotechnologie, Produkt- und produktionsintegrierter Umweltschutz, erneuerbare Energien, Energie- und Ressourceneffizienz und Recycling könnten berücksichtigt werden. Projekte für alle Altersstufen zwischen Kindergarten und Hochschule seien erwünscht. Auch Vorhaben für Multiplikatoren – von Erziehern und Betreuern über Lehrer bis hin zu Professoren – würden im neuen Förderschwerpunkt prinzipiell gefördert. „Träger der neuen Bildungskonzepte können zum Beispiel Schülerlabore, Schülerforschungszentren, Zentren für Lehrerfortbildung, so genannte ‚Science Center’ und ähnliche außerschulische Lernorte sein“, umriss Brickwedde das Arbeitsfeld. Auch das Erproben neuer Kooperationsformen – zum Beispiel zwischen mittelständischen Unternehmen, Forschungsinstituten und Schulen – sei erwünscht. Wichtig sei aber, dass die Umweltbildungsprojekte tatsächlich innovative Ansätze verfolgten.

Informationen zur DBU-Fachtagung „Kluge Köpfe für große Aufgaben – Tüfteln und erfinden für die Umwelt“ am 26. und 27. September in Osnabrück sind unter http://www.dbu.de/550artikel31744_135.html zu finden. Kooperationspartner der Tagung sind die Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und Lernort Labor (Bundesverband der Schülerlabore). Am 28. und 29. April findet zudem die Messe „Perspektive Umweltberufe“ im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück statt, Kooperationspartner ist unter anderem die Industrie- und Handelskammer. Generelle Informationen zur Antragstellung und zu den DBU-Förderleitlinien finden Interessenten unter http://www.dbu.de/338.html. Ansprechpartnerin für potenzielle Antragsteller ist Ulrike Peters, Referat Umweltinformationsvermittlung, Telefon 0541/9633410, Fax 0541/963319.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel31770_335.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics