Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ESA vergibt Innovationspreis für Navigationsideen mit Potential

31.05.2011
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat im Rahmen des European Satellite Navigation Competition den ESA Innovationspreis ausgerufen. Dabei werden Ideen gesucht, die die kommerzielle Nutzung von Satellitennavigation vorantreiben. Der Gewinner erhält 10.000 Euro und die Möglichkeit, seine Idee in einem ESA Inkubationszentrum (ESA BIC) umzusetzen.

Das Technologietransferprogramm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hat sich zum Ziel gesetzt, Technologien aus der Luft- und Raumfahrt anderen Branchen zugänglich zu machen und deren Anwendung zu fördern. Eine dieser Technologien aus dem All ist die Satellitennavigation. Aus dem Auto lässt sich GPS heutzutage kaum noch wegdenken. Doch globale Satellitennavigationssysteme (GNSS) wie GPS haben weit mehr Potential, als uns mitzuteilen, die nächste Straße rechts zu fahren.

Daher stellt die ESA einen Spezialpreis bei dem internationalen Ideenwettbewerb European Satellite Navigation Competition. Der ESA Innovationspreis sucht nach der beste Geschäftsidee zur Nutzung von Satellitennavigationssystemen. Diese sollte sich zum einen zeitnah umsetzen lassen und zum anderen ein vielversprechendes Marktpotential haben. Der Gewinner wird mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Eurobelohnt. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, seine Idee in einem der sechs ESA Business Incubation Centre (ESA BIC) umzusetzen. Die ESA BICs stellen den teilnehmenden Firmen nicht nur Büroräume zur Verfügung, sondern bieten ihnen auch technische und finanzielle Unterstützung.

Im letzten Jahr gewannen die Spanier Rafael Olmedo und Luis Burillo mit dem Projekt NEPA. Mit NEPA können Flüsse und Bäche überwacht und somit vor Wasserverschmutzung geschützt werden. Sensoren analysieren die Wasserqualität und das GPS-Erweiterungssystem EGNOS gibt die Position genau an. So können illegale Abwasserleitungen genau lokalisiert werden. "Die Innovation liegt in der Verbindung von Satellitennavigation, Drahtloskommunikation und Elektronik", erklärt Olmedo. Ähnlich sahen es damals die Juroren: Die Verknüpfung ist zwar neuartig, doch die notwendigen Technologien bestehen bereits. So lässt sich die Idee auch schnell realisieren.

Der Gewinner aus dem Jahre 2009 ist noch im Inkubationszentrum in Hessen angesiedelt. Tim Springer hatte eine Lösung für die zentimetergenaue Positionsbestimmung von Schiffen eingereicht. Mittlerweile beschäftigt sein Spin-Off drei Mitarbeiter und der Dienst Positim ist in der Betaphase und wird seit einigen Monaten getestet. "Außerdem arbeiten wir gerade an einer Studie, um die Genauigkeit für Echtzeitanwendungen noch genauer für die Nutzer zu machen", erklärt der Positim-Geschäftsführer Springer.

Kontakt:
European Satellite Navigation Competition
Ulrike Daniels
Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
Friedrichshafener Straße 1
82205 Gilching
Germany
Tel.: +49(0)8105-77277-14
Fax: +49(0)8105-77277-55
daniels@anwendungszentrum.de
Der European Satellite Navigation Competition (ESNC):
Der ESNC ist ein internationaler Ideenwettbewerb, der jährlich die besten Ideen im Bereich Satellitennavigation auszeichnet. Mitmachen kann jeder - egal ob die Teilnehmer von einer Firma, oder einem Forschungsinstitut kommen, ob sie Studenten, Privatpersonen oder selbstständig sind. Was zählt, ist einzig und allein die Idee. Vom 1. April bis zum 30. Juni können sie ihre Idee unter www.galileo-masters.eu einreichen.
Der Wettbewerb wurde 2004 ins Leben gerufen. Damals beteiligten sich drei Regionen dran. Seither hat sich der Wettbewerb zu einem Netzwerk im Zeichen von Innovation und Know-How entwickelt. Mehr als 20 Regionen treten gegeneinander an, und hoffen, dass der Galileo Master aus ihren Reihen kommt.

www.galileo-masters.eu

Das ESA Technologietransferprogramm:
Die Hauptaufgabe des ESA Technologietransferprogramms (TTPO) liegt darin, bestehende Raumfahrttechnologien und -Systeme in neue Anwendungsbereiche zu übertragen und den europäischen Bürgern den Nutzen der europäischen Raumfahrtprogramme näher zu bringen. Das TTPO ist verantwortlich für die Definition und Umsetzung des gesamten Technologietransfers sowie des Inkubationsprogramms für junge Unternehmen und deren Finanzierung.
Durch das ESA Technologietransferprogramm wurden bisher mehr als 250 Raumfahrttechnologien erfolgreich in anderen Bereichen angesiedelt. Das TTPO unterstützt jedes Jahr etwa 100 Start-Up-Unternehmen direkt und indirekt. Darüber hinaus hat es den Open Sky Technology Fund angelegt. Der von der Triangle Venture Gruppe verwaltete Wagnisfonds umfasst 100 Millionen Euro und fördert junge Unternehmen, die sich mit Raumfahrttechnologien- und Systemen befassen.

www.esa.int/ttp

Ulrike Daniels | Anwendungszentrum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.anwendungszentrum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik