Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energiewende selber machen: Teilhabe an Erneuerbaren Energien schafft Akzeptanz

19.07.2011
Niebüll ausgezeichnet zur Energie-Kommune des Monats Juli

„Bürgerbeteiligung ist der Schlüssel zur Akzeptanz der Erneuerbaren Energien“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Dies werde am Beispiel der nordfriesischen Stadt Niebüll deutlich, die als „Energie-Kommune“ des Monats Juli 2011 ausgezeichnet worden ist.

Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor. Ein animierter Kurzfilm zeigt am Beispiel eines Windparks in Niebüll, wie erfolgreiche Bürgerbeteiligung funktionieren kann.

Niebüll mit seinen rund 9.300 Einwohnern liegt etwa zehn Kilometer von der Nordseeküste entfernt, unweit der Grenze zu Dänemark. Die Energiequelle Wind nutzen die Nordfriesen schon seit Jahrhunderten – ob zum Mehl mahlen, für die Schifffahrt oder aber heutzutage zur Stromproduktion. Und auch das Modell der direkten Teilhabe an Erneuerbare-Energien-Anlagen hat in der Region Tradition. Mehr als 90 Prozent der Windparks in der Region sind Bürgerwindparks – ein Spitzenwert in Deutschland. „Teilhabe schafft Akzeptanz“, weiß der Bürgermeister der Stadt Niebüll, Wilfried Bockholt. „Die Leute müssen sich mit den Anlagen identifizieren können.“

Deshalb entschied die Niebüller Stadtverordnetenversammlung, dass Wind- und Solarparks hier ausschließlich in Bürgerhand realisiert werden sollen. Ein Großteil der Wertschöpfung verbleibt so in der Gemeinde und die Anwohner können einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Beim Bürgerwindpark in Niebüll können sich ausschließlich Menschen aus der Stadt und Umgebung beteiligen. Fast 900 Bürger und die Stadt investierten zusammen drei Millionen Euro. Die restlichen Investitionskosten wurden über Kredite von regionalen Banken eingebracht. Der im Mai 2011 fertiggestellte Bürgerwindpark soll pro Jahr etwa 47 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom liefern. Damit können mehr als 13.000 typische Drei-Personen-Haushalte versorgt werden.

„Bürgeranlagen bieten auch Kleinanlegern die Möglichkeit, ihr Geld regional und umweltfreundlich zu investieren“, meint Philipp Vohrer. „Jeder Teilhaber sieht, wo sein Geld angelegt ist und welchen Nutzen es bringt. Auf diese Weise können die Kommunen bei ihren Bürgern die Bereitschaft wecken, die Energiewende selber mitzugestalten.“

Pressekontakt:
Benjamin Dannemann
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel: 030-200535-47
Fax: 030-200535-51
e-mail: b.dannemann@unendlich-viel-energie.de

Benjamin Dannemann | Agentur für Erneuerbare Energien
Weitere Informationen:
http://www.unendlich-viel-energie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit