Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

24.02.2010
Zwei Natur- und ein Geisteswissenschaftler aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands

Ein Quantenoptiker, ein Philosoph und ein Chemiker sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren: Sie sind die ersten drei Preisträger des Jahres 2010.

Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen.

Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:

o Der am National Institute of Standards and Technology, Boulder, USA, forschende und aus Deutschland stammende Quantenoptiker Dietrich Leibfried (44) soll künftig an der Universität Ulm arbeiten.

o Der an der University of Bristol, Großbritannien, forschende und aus Österreich stammende Philosoph Hannes Leitgeb (37) soll künftig an der Universität München forschen.

o Der an der University of California at Santa Barbara, USA, forschende amerikanische Chemiker Alec Wodtke (50) soll in Zukunft in Göttingen forschen.

"Universitäten, die international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Karriere in Deutschland gewinnen wollen, geben wir mit der Alexander von Humboldt-Professur einen entscheidenden Trumpf in die Hand. Dies hat sich rasch herumgesprochen; hierzulande, aber auch international. Die drei frisch gekürten Preisträger erwartet in Deutschland ein Gesamtpaket aus bester Ausstattung und einem strategischen Konzept, das mit den Angeboten - auch der besten Universitäten in den USA - mithalten kann", sagte Professor Helmut Schwarz, der Präsident der Humboldt-Stiftung.

Die Anfang 2008 eingeführte Professur sei bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte, die Nominierungen seien herausragend und machten die Auswahl schwer. "Allerdings sollte der Anteil der nominierten Wissenschaftlerinnen größer werden, denn unter den bislang 18 Ausgezeichneten gibt es bisher erst eine Preisträgerin. Die Universitäten sollten deshalb bei ihren Nominierungen gezielter nach chancenreichen Forscherinnen suchen."

"Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr exzellente Wissenschaftler für die Alexander von Humboldt-Professur auswählen konnten. Dass die aktuellen Preisträger erneut aus so unterschiedlichen Fachrichtungen kommen, verdeutlicht die breite Wirkung unseres Forscherpreises", sagte Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan. "Wir hoffen, dass die Preisträger im Sinne Alexander von Humboldts arbeiten: Dass sie zu Schlüsselpersönlichkeiten der wissenschaftlichen Kommunikation weltweit werden, dass sie die deutsche Wissenschaftslandschaft bereichern und nachhaltig verändern. Wir verbinden damit die Erwartung, dass die Preisträger zu Magneten werden für begabte Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und der ganzen Welt. Dass sie Talente entdecken und Begeisterung wecken."

Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über 15 Anträge zu entscheiden. Von den Kandidaten arbeiten derzeit neun in den USA, zwei in Großbritannien sowie je einer in Australien, Frankreich, Neuseeland und in den Niederlanden. Sieben der nominierten Wissenschaftler stammen ursprünglich aus Deutschland.

Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.

In weiteren Auswahlsitzungen im Sommer und im Herbst dieses Jahres werden die weiteren der insgesamt bis zu zehn Preisträger des Jahres 2010 ausgewählt.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 24.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 43 Nobelpreisträger.

Barbara Wieners-Horst | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/ahp-2010

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was einen guten Katalysator ausmacht

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superkondensatoren aus Holzbestandteilen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt

24.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics