Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei junge Stammzellforscherinnen und -forscher erhalten jeweils 1,25 Millionen Euro für fünf Jahre

21.10.2013
Förderung für Nachwuchswissenschaftler in Bonn, Düsseldorf und Köln

Drei Stammzellforscherinnen und Stammzellforscher werden in den kommenden Monaten an den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln ihre eigene Nachwuchsgruppe aufbauen. Acht NRW-Standorte hatten sich mit je einem Kandidaten an der Ausschreibung des Ministeriums beteiligt, die vom Kompetenznetzwerk Stammzellforschung unterstützt wurde.

Den drei von einer externen Jury ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stehen bis zu 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre zur Verfügung. Zwischen 50 und 75 Prozent der Mittel kommen vom Land, den Rest finanziert die jeweilige Universität, an der die Nachwuchsgruppe aufgebaut wird. „Die Stammzellforschung ist wichtig für das Forschungsland Nordrhein-Westfalen. Sie kann einen Beitrag leisten zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit wie dem demografischen Wandel und Veränderungen in einer alternden Gesellschaft“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Die drei promovierten Nachwuchswissenschaftler sind:

- Leo Kurian (32)
Forschungsschwerpunkt: Molekulare Grundlagen der Entwicklung und Regeneration von Herzzellen
Zukünftige Hochschule:
Universität Köln, Institut für Neurophysiologie
- Julia Ladewig (36)
Forschungsschwerpunkt: Abbildung neurologischer Erkrankungen mittels Stammzellen

Zukünftige Hochschule: Universität Bonn, Institut für Rekonstruktive Neurobiologie

- Natalia Tapia (37)
Forschungsschwerpunkt: Spermatogoniale (Spermienproduzierende) Stammzellen
Zukünftige Hochschule: Universität Düsseldorf, Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin

Das Wissenschaftsministerium NRW ermöglicht bereits zum dritten Mal den Aufbau von unabhängigen Nachwuchsgruppen im Bereich der Stammzellforschung. Mit diesem Programm möchte das Wissenschaftsministerium Talente nach Nordrhein-Westfalen holen und den Sachverstand am Standort erweitern.

Hintergrundinfos zu den Preisträgern:

Dr. Leo Kurian hat nach seinem Studium der Biotechnologie in Madras und Bangalore in Indien seinen Doktor am Institut für Genetik in Köln erlangt. Seit 2012 arbeitete er am SALK Institute und später an der University of California in San Diego, USA, wo er sich besonders der Differenzierung von pluripotenten Stammzellen in Zellen des Mesoderms z.B. Herzmuskelzellen widmete.

Dr. Julia Ladewig erwarb nach ihrem Studium der Biologie in Bielefeld einen Master Degree in Medizinischer Ethik am Imperial College in London. Nach der Fertigstellung ihrer Doktorarbeit am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie am Universitätsklinikum Bonn ist sie dort als Postdoktorandin geblieben und hat sich mit der Ableitung verschiedener neuronaler Zelltypen aus pluripotenten Stammzellen beschäftigt. Im Rahmen ihrer Förderung möchte Julia Ladewig am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie 2 D und 3D Zellkulturen aufbauen, an denen sich Grundlagen für kortikale Fehlbildungen nachvollziehen lassen.

Dr. Natalia Tapia studierte Pharmazie in Valencia und erwarb ihren Doktor im Bereich Immunologie an der Universidad Autonoma de Barcelona, Spanien. Als Postdoktorandin kam sie ans MPI für molekulare Biomedizin in Münster, um die besonderen Fähigkeiten der adulten spermatogonialen Stammzellen zu studieren. Die Grundlagen für die lebenslange Produktion von Spermien aus Stammzellen und damit die Balance zwischen Selbsterneuerung und Differenzierung dieser Zellen könnten als Modell auch für andere Gewebe und ihre Regenerationsfähigkeiten gelten.

Hermann Lamberty | idw
Weitere Informationen:
http://www.stammzellen.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten