Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG-Schwerpunktprogramm „Mediatisierte Welten“ startet erfolgreich in die dritte Förderphase

10.09.2014

Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen koordiniert bundesweites Vorhaben / Dritte Phase startet am 1. Oktober 2014 mit zwölf Projekten / DFG fördert das Vorhaben mit insgesamt 1,2 Millionen Euro.

Digitale Medien wie Smartphones, Social Network Sites und Instant-Messenger-Apps sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Egal ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs – die neuen Medien prägen Kommunikation, zwischenmenschliche Beziehungen und Freizeitgestaltung.

Einige Beispiele: Das Zusammenleben von Paaren im Haushalt verändert sich durch den Einzug neuer Medien in die eigenen vier Wände. Nicht nur Jugendliche sind umfassend über Facebook, WhatsApp & Co. vernetzt. Hobbyentwickler schaffen sich und anderen durch Modifikationen von Levelstrukturen, Figuren, Sounds oder Regelwerken eines Computerspiels – sogenanntes „Modding“ – eigene Spielwelten.

Für die Freeskiing-Szene gehören „skopische Medien“ wie Videoaufzeichnungen und Helmkameras ebenso selbstverständlich zur Ausrüstung wie Ski und Skischuhe. Und auch die Politik unterliegt einem medialen Wandel: Microblogging-Dienste wie Twitter mit bundesweit über einer Million aktiven Nutzerinnen und Nutzern verändern schon jetzt demokratische Prozesse und politische Partizipation. Lässt sich aber wirklich ein Wahlkampf mit 140 Zeichen führen? Und wie steht es mit der politischen Information und Beteiligung Jugendlicher?

Dritte Förderphase des DFG-Schwerpunktprogramms startet am 1. Oktober

Seit vier Jahren beschäftigt sich das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Schwerpunktprogramm „Mediatisierte Welten“ unter anderem mit diesen Fragen. Am 1. Oktober 2014 startet die dritte Förderphase mit zwölf Projekten an Universitäten bundesweit. Für weitere zwei Jahre wird das Schwerpunktprogramm mit einer Gesamtsumme von 1,2 Millionen Euro von der DFG gefördert.

„Mediatisierung“ bezeichnet die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Medien. Das Schwerpunktprogramm erforscht anhand unterschiedlicher „Mediatisierter Welten“ – zum Beispiel in der Politik, im Zuhause, in den Lebenswelten Jugendlicher und in Computerspiel-Communities –, wie sich Alltag und Institutionen, Kultur und Gesellschaft dadurch wandeln, dass immer mehr Menschen immer mehr mit und in Bezug auf Medien handeln und kommunizieren.

Koordination des Schwerpunktprogramms weiterhin am ZeMKI der Universität Bremen

Die Koordination des gesamten Schwerpunktprogramms ist auch in der dritten Förderphase am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen angesiedelt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Krotz zeichnet sich das Koordinationsprojekt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Organisation von nationalen und internationalen Tagungen und Kooperationen verantwortlich und widmet sich darüber hinaus der Nachwuchsförderung und Gleichstellung.

Zudem zielt das Koordinationsprojekt auf die theoretische Weiterentwicklung des Mediatisierungskonzepts und die Bündelung der Forschungsergebnisse unter dem theoretischen Dach der „Mediatisierten Welten“. Es fördert Synergien zwischen den einzelnen Projekten und treibt die internationale Sichtbarkeit der Arbeit des Schwerpunktprogramms voran. Übergeordnetes Ziel in der dritten Phase ist darüber hinaus die Verallgemeinerung und Vermittlung von Ergebnissen des Schwerpunktprogramms auch an außerwissenschaftliche Einrichtungen.

Zweites Bremer Projekt erforscht kommunikative Vergemeinschaftung im Generationenvergleich

Als zweites in Bremen verortetes Vorhaben innerhalb des Schwerpunktprogramms wird auch das von Prof. Dr. Andreas Hepp (ZeMKI) geleitete Forschungsprojekt „Die kommunikative Konstruktion von Vergemeinschaftung in mediatisierten Welten“ für weitere zwei Jahre gefördert. In den vergangenen vier Jahren hat sein Forschungsteam die kommunikative Vernetzung und Vergemeinschaftung sowohl von jungen als auch von älteren Menschen untersucht. Nun rücken Menschen mittleren Alters in den Fokus.

Im Zentrum steht die Frage, wodurch sich die kommunikativen Vernetzungspraktiken von Menschen mittleren Alters von denen jüngerer und älterer Mediengenerationen unterscheiden, welchen Stellenwert welche Medien in Prozessen ortsübergreifender Vernetzung und Vergemeinschaftung haben und ob (neue) Formen mediatisierter Vergemeinschaftung erkennbar sind. Gerade der Vergleich unterschiedlicher Generationen ermöglicht es dabei, die zivilgesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Medienwelt kritisch zu analysieren.

Weitere Informationen bei:

Prof. Dr. Friedrich Krotz
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Universität Bremen
Tel.: 0421 218-67625 und 0421 218-67603 (Sekretariat)
E-Mail: krotz@uni-bremen.de
www.mediatisiertewelten.de

Prof. Dr. Andreas Hepp
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Universität Bremen
Tel.: (0421) 218-67620 und (0421) 218 67601 (Sekretariat)
E-Mail: hepp@uni-bremen.de
www.zemki.uni-bremen.de

Weitere Informationen:

http://www.mediatisiertewelten.de - Informationen zum DFG-Schwerpunktprogramm
http://www.zemki.uni-bremen.de/de/forschung/dfg-schwerpunktprogramm-mediatisiert... - Bremer Projekte

Kai Uwe Bohn | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin
12.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften