Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG prämiert internationale Forschungsmarketingkonzepte

15.12.2014

Zum ersten Mal drei Universitäten für strategische Ideen ausgezeichnet / 75 000 Euro je Preisträger für Umsetzung / Wettbewerb im Rahmen von „Research in Germany"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat erstmals im Rahmen eines Wettbewerbs Ideen zum internationalen Forschungsmarketing ausgezeichnet. Drei Universitäten erhalten zur Umsetzung ihrer Forschungsmarketingkonzepte ein Preisgeld von je 75 000 Euro: die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und die Eberhard Karls Universität Tübingen.

Die Preise werden aus Sondermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Insgesamt hatten sich 21 Hochschulen und Forschungseinrichtungen an dem Wettbewerb beteiligt, der Teil des Verbundprojekts „Internationales Forschungsmarketing“ ist.

Im Fokus des Wettbewerbs stehen Ideen, die die Sichtbarkeit und Attraktivität deutscher Forschung im Ausland steigern und die hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Kooperationen mit Deutschland oder für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland gewinnen.

„Das Thema Forschungsmarketing findet an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen immer stärkere Beachtung. Die Basis, auf der gute Forschungsmarketingkonzepte aufbauen können, setzt eine effiziente Vernetzung von Akteuren der Forschungs- und Administrationsseite voraus. Die DFG möchte mit diesem Wettbewerb Impulse setzen und internationale Forschungsmarketingkonzepte auszeichnen, die am Bedarf der Wissenschaft orientiert sind“, unterstreicht die Generalsekretärin der DFG, Dorothee Dzwonnek.

Die jetzt prämierten Hochschulen überzeugten das international besetzte Auswahlgremium aus Wissenschaftsmanagern, Internationalisierungs-, Kommunikations- und Marketing-Fachleuten durch ihre Erfolg versprechenden Vorschläge. Diese bauen strategisch auf der Internationalisierungsstrategie sowie auf Besonderheiten und Stärken der Hochschulen auf.

Neben der hohen Qualität der Forschungsmarketingkonzepte war für die Juryentscheidung zum einen die zielführende strukturelle Vernetzung verschiedener Forschungsmarketingakteure innerhalb der Institutionen ausschlaggebend. Zum anderen zählte vor allem die große Verbindlichkeit der Hochschulen, das Thema internationales Forschungsmarketing nachhaltig an der eigenen Einrichtung zu verankern. Zudem bescheinigte die Jury allen drei Konzepten eine Steigerung der internationalen Sichtbarkeit der eigenen Institution und darüber hinaus einen Mehrwert für das Standortmarketing Deutschland.

Mit dem Konzept der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg „FAU Open Research Challenge“ verbindet sich ein attraktives Wettbewerbsformat, das sich an internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler richtet. Der Wettbewerb adressiert international bedeutsame Fragestellungen in den Bereichen Informationstechnologie, Optik, Klima- und Energieforschung, die zugleich „Aushängeschilder“ der deutschen Forschung darstellen.

Die Forschungsmarketingmaßnahme ist problemlösungsorientiert und stark forschungsmotiviert und soll dazu beitragen, die internationale Zusammenarbeit qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit Forscherinnen und Forschern der FAU zu fördern und zu bewerben.

Ziel des Marketingkonzepts „Heidelberg: Top Science Attracts Top Scientists“ der Ruprecht-Karls-Universität ist es, eine wirksame Arbeitgebermarke unter fachspezifischen Aspekten zu entwickeln, um die Hochschule als Arbeitgeber zu positionieren. Mit zusätzlich neu zu erprobenden Maßnahmen, die zur Steigerung der internationalen Sichtbarkeit beitragen, sollen hervorragende Forscherinnen und Forscher für den Standort gewonnen und diese in die Forschungsgemeinschaft der Universität eingebunden werden.

„Research – Relevance – Responsibility“ – unter diesem Motto steht die geplante Forschungsmarketingkampagne „World Tour 2015“ der Eberhard Karls Universität Tübingen. Diese Forschungsroadshow sieht Vor-Ort-Marketingmaßnahmen an internationalen Forschungseinrichtungen von hoher strategischer Bedeutung vor. Interaktive Workshops zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Vertretern der Leitungsebene und der universitären Forschungsförderung, die Vorstellung von Spitzenforschung und erfolgreicher Kooperationen – mit Hinweisen auf vorhandene Förderinstrumente – sollen darauf abzielen, neue strategische Partnerschaften und Kooperationsprojekte zu etablieren.

An dem Verbundprojekt „Internationales Forschungsmarketing“ ist die DFG gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt. Unter der Marke „Research in Germany“ werben die beteiligten Organisationen für den Forschungsstandort Deutschland. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum DFG-Ideenwettbewerb „Internationales Forschungsmarketing“ finden Sie unter: www.dfg.de/ideenwettbewerb-forschungsmarketing/

Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, presse@dfg.de

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:
Vera Pfister, Internationale Zusammenarbeit, +49 228 885-2937, Vera.Pfister@dfg.de

Weitere Informationen:

http://www.dfg.de/ideenwettbewerb-forschungsmarketing/

Benedikt Bastong | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie