Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG gratuliert Pneumologen zum Zukunftspreis

03.12.2015

Ardeschir Ghofrani und Team vom Bundespräsidenten ausgezeichnet / „Ausweis für hohe Leistungsfähigkeit der klinischen Forschung in der Universitätsmedizin“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Gießener Pneumologen Professor Dr. Ardeschir Ghofrani zum Deutschen Zukunftspreis 2015 gratuliert.

„Wir freuen uns, dass damit wegweisende Forschungen für die Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung zweier verbreiteter Formen des Lungenhochdrucks so hohe Anerkennung erfahren. Sie sind nicht zuletzt angesichts des durch erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität verursachten Leidensdrucks der Patienten von besonderer Bedeutung“, sagte DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider.

Das Team um Ghofrani wurde am Mittwoch, dem 2. Dezember 2015, unter drei Kandidaten für den „Deutschen Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation“ ausgewählt. Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck überreichte die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin an den Wissenschaftler von der Universität Gießen und seine Kollegen von der Bayer AG, Professor Dr. Johannes-Peter Stasch und Dr. Reiner Frey.

Gemeinsam haben die drei Mediziner ein neuartiges Medikament entwickelt, das die Symptome zweier bislang weitgehend unheilbarer Formen der Krankheit lindert und ihren Verlauf verlangsamt. Dabei entdeckten sie einen Wirkmechanismus, der an den molekularen Prozessen im Herz-Lungen-Kreislauf ansetzt und künftig auch zur Behandlung weiterer Erkrankungen dienen könnte.

DFG-Präsident Strohschneider: „Aus Sicht der DFG ist der Preis ein Ausweis für die hohe Leistungsfähigkeit der klinischen Forschung in der Universitätsmedizin. Im direkten Austausch von Erkenntnissen aus klinischer Tätigkeit und Forschung entsteht der Innovationsprozess, der für gute Universitätsklinika kennzeichnend ist und der in dieser Qualität nur dort stattfinden kann.“

Die jetzt ausgezeichneten Forscher und ihr Projekt „Entlastung für Herz und Lunge – vom Nitroglycerin zu innovativen Therapien“ waren von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften für den Deutschen Zukunftspreis vorgeschlagen worden.

Ardeschir Ghofrani, ihr Sprecher, wird von der DFG seit Jahren in mehreren Projekten gefördert. Zuletzt wurde 2012 ein Forscherteam unter Beteiligung von DFG-geförderten Wissenschaftlern um Professor Birger Kollmeier von der Universität Oldenbourg für die Weiterentwicklung von Hörgeräten ausgezeichnet. Mit dem Deutschen Zukunftspreis würdigt der Bundespräsident seit 1997 in jedem Jahr eine innovative Forschungsleistung und ihre marktfähige technologische Entwicklung.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, presse@dfg.de

Fachlicher Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Tobias Grimm, Lebenswissenschaften, Tel. +49 228 885-2325, Tobias.Grimm@dfg.de

www.dfg.de

Magdalena Schaeffer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie