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Deutsche Krebshilfe ehrt herausragende Forscher

04.02.2014
Deutsche Krebshilfe Preis für Verdienste in der Immuntherapie vergeben

Anlässlich des Welt-Krebstages verleiht die Deutsche Krebshilfe am 4. Februar 2014 im Rahmen eines Festaktes den Deutsche Krebshilfe Preis 2013. Geehrt werden die beiden Wissenschaftler Professor Dr. Hans-Jochem Kolb und Professor Dr. Hans-Georg Rammensee für ihre richtungsweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Immuntherapie. Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Organisation, überreicht die hochrangige Auszeichnung im Alten Rathaus in Bonn. Der Deutsche Krebshilfe Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

„Als neue Behandlungsmethode hat die Immuntherapie in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen“, sagt Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe anlässlich der Preisvergabe. „Das renommierte US-Fachmagazin ‚Science‘ hat wichtige Fortschritte auf diesem Gebiet im Dezember zur wissenschaftlichen Entdeckung des Jahres 2013 gekürt – eine Entwicklung, an der auch die beiden Preisträger einen großen Anteil hatten.“

Seit den 1980er Jahren arbeiten Wissenschaftler weltweit daran, das körpereigene Abwehrsystem bei der Abwehr von Krebszellen zu stärken. Fortschritte in der Forschung machen die Therapien immer effizienter. „Der große Erkenntnisgewinn der vergangenen Jahre zeigt, welch enormes Potential in diesen Therapieverfahren steckt“, erklärt Krämer.

Professor Dr. Hans-Georg Rammensee ist Direktor der Abteilung Immunologie des Interfakultären Instituts für Zellbiologie an der Universität Tübingen. Der Biologe wird für seine Forschungsarbeiten zur Antigenpräsentation und T-Zell-Erkennung ausgezeichnet, die zu grundlegenden Erkenntnissen zur Tumorerkennung durch das Immunsystem geführt haben. Antigene sind molekulare Strukturen auf der Oberfläche von Krankheitserregern oder Krebszellen, die von den T-Zellen der Körperabwehr erkannt werden. Diese leiten daraufhin eine Immunantwort gegen den Fremdkörper ein.

Seit 1996 leitet Professor Rammensee die Abteilung Immunologie an der Universität Tübingen. Im Jahr 2002 begründete er das Kompetenznetzwerk Immunologische Krebstherapie e.V. mit und ist dort auch im Vorstand tätig. Zudem ist Rammensee Mitglied im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung. Dort ist er Mit-Koordinator des Forschungsprogramms „Krebsimmunologie und Immuntherapie“.

Professor Dr. Hans-Jochem Kolb vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und vom Städtischen Klinikum München, erhält den Preis für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der zellulären Immuntherapie und für seine Verdienste bei der Stammzelltransplantation. Ziel der zellulären Immuntherapie ist es, den Tumor des Patienten mit Zellen gesunder Spender zu zerstören oder in Schach zu halten ohne den Patienten zu schädigen.

Ab 1977 war Professor Kolb in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmarktransplantation tätig, von 1993 – 1997 war er deren Präsident. Ab 1999 war der Mediziner Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe und der Einheit für Hämatopoetische Zelltransplantation am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit seiner Emeritierung 2009 ist er in beratender Funktion für das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München tätig.

Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis kommt die Organisation dem letzten Wunsch von Dr. Wilhelm Hoffmann nach: Er hinterließ der Deutschen Krebshilfe im Jahr 1996 eine namhafte Erbschaft verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

Interviewpartner, Fotos und Lebensläufe der Preisträger auf Anfrage!

Christiana Tschoepe | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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