Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BIBB-Präsident Esser und Staatssekretär Porwol zeichnen drei Preisträger mit dem „WIP 2012“ aus

14.02.2012
Der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, und der Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, Dr. Stefan Porwol, haben heute auf der Bildungsmesse „didacta“ in Hannover drei Preisträger mit dem „Weiterbildungs-Innovations-Preis 2012“ (WIP) ausgezeichnet.
Mit dem WIP würdigt das BIBB zukunftsweisende Projekte und Initiativen, die sich mit ihren innovativen Konzepten um die berufliche und betriebliche Weiterbildung unter dem diesjährigen Wettbewerbsthema „Weiterbildung für Ältere im Betrieb“ verdient gemacht haben. Mit der Auszeichnung ist eine Geldprämie in Höhe von 2.500 beziehungsweise 1.000 Euro verbunden.

Dr. Stefan Porwol, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium: „In den Betrieben werden das Wissen und die Erfahrung der älteren Kolleginnen und Kollegen geschätzt – die Notwendigkeit einer verstärkten Qualifizierung der Älteren erkennen jedoch bislang noch nicht alle Unternehmen. Zur Sicherung der betrieblich vorhandenen Fachkompetenzen ist lebenslanges Lernen in den Belegschaften ein unverzichtbarer Bestandteil nachhaltiger Personalentwicklung. Die diesjährigen WIP-Preisträger haben in diesem Bereich innovative Qualifikationskonzepte erarbeitet, die nun zu Recht mit dieser Auszeichnung große Aufmerksamkeit erhalten. Die Konzepte können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, angesichts des Fachkräftebedarfs die Potenziale älterer Beschäftigter noch besser zu nutzen.“

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung: „Die WIP-Preisträger sind mit ihren innovativen Konzepten herausragende Beispiele für eine moderne, zukunftsweisende Gestaltung der betrieblichen Weiterbildung. Sie leisten insbesondere mit ihrem Blick auf ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten des demografischen Wandels einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Ich wünsche mir, dass diese ausgezeichneten Konzepte in vielen Betrieben den Anstoß geben, sich noch intensiver mit dem Thema Weiterbildung zu befassen. Wer vom lebensbegleitenden Lernen spricht, muss durch die Gestaltung von Übergängen und Anschlüssen eine engere Verzahnung und größere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen ermöglichen. Der betrieblichen und beruflichen Weiterbildung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Bedeutung und der Stellenwert der Weiterbildung sind erst kürzlich durch die Vereinbarung von Bund, Ländern und Sozialpartnern zum Deutschen Qualifikationsrahmen noch einmal deutlich sichtbar geworden.“

Kurzbeschreibungen der drei Preisträger:

WIP-Preisträger 2012 (2.500 Euro): „Entwicklungsbegleitung (ENWIBE) – ereignisorientierte Entwicklungsgespräche für Mitarbeitende in Produktion und Handwerk“, ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaft und Lernen, Ulm
Durch den Einsatz von qualifizierten internen und externen Entwicklungsbegleitern soll eine proaktive, langfristige und an den strategischen Unternehmenszielen orientierte Entwicklung insbesondere der älteren Beschäftigten gewährleistet werden. Hauptzielgruppe sind kleine und mittelständische Betriebe aus Produktion und Handwerk. Das Konzept soll dabei eine optimale „Passung“ zwischen den individuellen Kompetenzen und Potenzialen der Mitarbeiter und den arbeits- und produktionsbezogenen Anforderungen im Unternehmen fördern. Flexibilität, Veränderungsbereitschaft und Innovationsfähigkeit werden auf beiden Seiten gesteigert, das Arbeitsumfeld gezielt als Lernumgebung genutzt. Die Jury würdigt insbesondere die Entwicklung eines innovativen Konzepts von Lernfähigkeit und Lernen unter neurowissenschaftlichem Ansatz, die Entwicklung individualisierter, wertschätzender Lernpfade und die Eröffnung neuer arbeitsbezogener Zugänge zu altersbezogenen Lernaspekten.

Kontakt: ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaft und Lernen, Beim Alten Fritz 2, 89075 Ulm, Beate Kern, Tel.: 0171 / 53 809 42, E-Mail: beate.kern@znl-ulm.de, Internet: http://www.znl-enwibe.de

Sonderpreis (1.000 Euro): „female PROFESSIONALS – Frauenpotenziale in Betrieben nutzen“, Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN e.V., Wuppertal
Ziel des Projekts ist es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Analyse, Förderung und Nutzung der Potenziale und Kompetenzen ihrer erfahrenen Mitarbeiterinnen zu unterstützen. Zusätzlich soll das eigene Kompetenzbewusstsein der Frauen um die 50 gestärkt werden. Um dies zu erreichen, werden die beiden im Projekt entwickelten Instrumente „FrauenPotenzialCheck“ und „FrauenKomPass“ in den Unternehmen eingesetzt, mit denen die aktuelle Situation und die Entwicklungsmöglichkeiten der Frauen im Betrieb erhoben und ihre Kompetenzen festgehalten werden. Darauf aufbauend werden passgenaue und verbindliche Personalentwicklungs- und Weiterbildungskonzepte vereinbart. Die Jury würdigt, dass durch den besonders innovativen Projektansatz die bislang noch nicht erschlossenen Fach- und Führungskräftereserven der Frauen um die 50 erschlossen werden können.
Kontakt: Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN, Robertstraße 5a, 42107 Wuppertal, Barbara Menke, Tel.: 0202 / 97 404-0, E-Mail: menke@arbeitundleben.de, Internet: http://www.female-professionals.de

Sonderpreis (1.000 Euro): „Heidenhain Interactive Training“ (HIT),
R & S Keller GmbH, Wuppertal
Der auf technische Weiterbildung spezialisierte Anbieter Keller hat im Auftrag der Firma Heidenhain ein modernes Lernprogramm erstellt, das älteren Facharbeitern das Bedienen und Programmieren komplexer CNC-Steuerungen altersgerecht vermittelt. Das attraktive und flexible Selbstlernkonzept besteht aus drei Elementen: Multimedia-System, Arbeitsheft und Original-Programmierplatz. Die jeweiligen Lernschritte werden in Zwischen- und Abschlusstests festgehalten und sind – unterstützt durch lernverstärkende akustische und optische Signale – so gestaltet, dass niemand überfordert wird. Die Jury würdigt die innovative und wertschätzende Form der Verbindung von Arbeiten und Lernen, die besondere Kombination von multimedialen, traditionellen sowie zeit- und ortsungebundenen Lernelementen und hebt die hohe Anschaulichkeit und den Abwechslungsreichtum der Lernangebote hervor.
Kontakt: R & S Keller GmbH, Vorm Eichholz 2, 42119 Wuppertal, Siegfried Keller,
Tel.: 0202 / 40 40-0, E-Mail: e.cichon@cnc-keller.de; Internet: http://www.cnc-keller.de

Der „WIP“ wird unterstützt vom Didacta-Verband der Bildungswirtschaft, der Frankfurter Rundschau und managerSeminare. Die Preisgelder des „WIP 2012“ wurden von der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung bereitgestellt.

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de/wip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie