Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Best Paper Award für IAO-Forscher

05.11.2014

Team um Joachim Lentes erhält Auszeichnung für Produktentwicklungs-Plattform

Auf der »APMS 2014 International Conference« wurden Joachim Lentes und sein Team am Fraunhofer IAO mit dem Best Paper Award 2014 der »International Federation for Information Processing (IFIP)« ausgezeichnet. Ergebnis des prämierten Projekts ist eine offene Plattform, welche die Informationsflüsse insbesondere in der Produkt- und Produktionsentwicklung verbessert.

Das vom Fraunhofer IAO initiierte und geleitete EU-Projekt »amePLM – Advanced platform for manufacturing engineering and PLM« soll das Vorgehen bei der Produktentstehung in Unternehmen vereinfachen.

Im Projekt entsteht eine offene Engineering-Plattform, die den Informationsaustausch zwischen den an der Produktentstehung beteiligten Partnern vereinfachen wird. Das Team um Projektleiter Joachim Lentes erhielt für eine Veröffentlichung zur Plattform am 24. September 2014 den Burbridge Award der »International Federation for Information Processing (IFIP)«.

Meist sind an der Entwicklung neuer Produkte viele verschiedene Akteure beteiligt. Diese arbeiten mit unterschiedlichen Softwarewerkzeugen und Datenbanken, die oft nicht oder nur schwer verknüpfbar sind. Ein beschwerlicher Datenaustausch und langsame Informationsflüsse zwischen den Beteiligten machen die Prozesse unnötig kompliziert und langsam.

»amePLM« soll die Informationsflüsse auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. Diese stellt allen Beteiligten die benötigten Informationen in der für sie geeigneten Aufbereitung zur Verfügung. »Insbesondere die Suchzeiten für Informationen werden minimiert. Das gestaltet die Produktentwicklung sehr viel einfacher und schneller«, erklärt Joachim Lentes das Ziel des Projekts.

Grundlage für die Plattform bildet Open-Source-Software. »Auch unser endgültiges Produkt wird größtenteils als Open Source verfügbar sein«, prognostiziert Lentes. Es kann entweder durch die Anwender selbst oder durch das Projektteam an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Die entstehende Plattform ist für Unternehmen jeder Größe geeignet.

»Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können von der Lösung profitieren, denn sie kann einfach aufgesetzt werden, ist leicht zu bedienen und muss nicht aufwändig gepflegt werden«, erläutert Lentes. Durch ihre modulare Architektur kann die Plattform individuell angepasst werden. Unternehmen können vorhandene Softwarelösungen weiterverwenden und in die Plattform integrieren. Noch dieses Jahr werden erste Produkte aus dem Kontext von amePLM auf den Markt kommen.

Der studierte Maschinenbauer Joachim Lentes forscht seit über zehn Jahren am Fraunhofer IAO und leitet dort seit 2009 das Competence Team Digital Engineering. Mit seinem sechsköpfigen Team erarbeitet und erforscht er innovative Ansätze und IT-Systeme, um Produktentstehung und -realisierung wettbewerbsfähiger zu machen.

Kontakt:
Fraunhofer IAO, Joachim Lentes
Telefon +49 711 970-2285
joachim.lentes@iao.fraunhofer.de


Weitere Informationen:

http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/engineering-systeme/1449-best-paper-award-fuer-iao-forscher.html
http://www.apms-conference.org/

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise