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Berliner Nachwuchspreis für Marianne Maertens

14.10.2010
Die Experimentalpsychologin der TU Berlin forscht zur visuellen Wahrnehmung des menschlichen Gehirns

Der „Berliner Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters“ in der Kategorie Nachwuchs geht in diesem Jahr an Dr. Marianne Maertens von der TU Berlin. Gewürdigt werden ihre Leistungen auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmungsforschung des menschlichen Gehirns. Der Nachwuchspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Damit ist die TU Berlin erneut erfolgreich. Bereits im Jahr 2008 gingen zwei Wissenschaftspreise des Regierenden Bürgermeisters an Personen aus der TU Berlin. Damals wurden der international renommierte Mathematiker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel mit dem Hauptpreis und die Juniorprofessorin Dr. Gesche Joost mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Ziel des Wissenschaftspreises ist es, in Berlin erbrachte hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung auszuzeichnen.

Die aktuelle Preisträgerin Dr. Marianne Maertens (31) forscht und lehrt seit 2008 am TU-Fachgebiet „Modellierung Kognitiver Prozesse“ von Prof. Dr. Felix Wichmann und am Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience, das zum deutschlandweiten Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience gehört und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Die Experimentalpsychologin beschäftigt sich mit den subjektiven und objektiven Aspekten der Wahrnehmung von Helligkeit. Um möglichst große Diskrepanzen zwischen physikalischer und wahrgenommener Helligkeit zu erzeugen, werden visuelle Szenen mit Methoden der Computergrafik erstellt. Sie forscht damit auf einem zukunftsweisenden Feld im Grenzgebiet zwischen Physik, Informatik und Psychologie.

Marianne Maertens studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Psychologie und promovierte am Max-Planck-Institut für Kognitive Neurowissenschaften in Leipzig. Es folgten wissenschaftliche Arbeiten an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg und am Center for Neural Science der New York University. Ihr Aufenthalt in den USA wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert.

Ihre bisherigen Forschungen beschäftigten sich mit dem Blinden Fleck des Auges sowie mit der Frage, welche Gehirnareale aktiv sind, wenn der Mensch Kanten erkennt, die durch andere Objekte teilweise verdeckt werden, und sie ist dem Problem nachgegangen, wie das menschliche Gehirn räumliche Tiefe wahrnimmt, obwohl die Netzhautbilder nur zweidimensional sind. Dafür hat sie Blickbewegungen gemessen, um zu untersuchen, welche Bildinformationen das Gehirn nutzt, um aus zweidimensionalen Bildern räumliche Tiefe zu extrahieren.

„Ihre zahlreichen Publikationen in internationalen Zeitschriften, ihre mit Auszeichnung abgeschlossene Dissertation, die mit dem zweiten Preis im Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie geehrt wurde, zeigen die herausragende wissenschaftliche Leistung von Frau Dr. Maertens. Ich freue mich sehr über ihren Preis, ergänzt er doch die jüngsten Erfolge anderer Nach-wuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler unserer Universität auf hervorragende Weise“, sagte der Präsident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, anlässlich der Preisverkündung am 14. Oktober 2010 in Berlin.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Marianne Maertens, Fachgebiet Modellierung Kognitiver Prozesse, Franklinstr. 28/29, 10587 Berlin, Tel.: 030/314-78961, Fax: -78963, E-Mail: marianne.maertens@tu-berlin.de

Homepage: www.tu-berlin.de/?id=33424

Die Medieninformation zum Download:
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http://www.tu-berlin.de/?id=33424

Stefanie Terp | idw
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