Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsförderung in Millionenhöhe für Tübinger Neurologen

10.12.2007
Nationales Genomforschungsnetz "NGFNPlus": Functional genomics of Parkinson's disease

Der unter Federführung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung im Nationalen Genomforschungsnetz "NGFNplus" gestellte Konsortiumsantrag "Functional Genomics of Parkinson's disease" wurde positiv begutachtet und soll in vollem Umfang gefördert werden. Dies teilte der Projektträger DLR mit.

Das Fördervolumen beläuft sich auf insgesamt rund 10 Millionen Euro über einen Förderzeitraum von fünf Jahren. Hiervon werden Arbeitsgruppen der Universität Tübingen etwa 3,6 Millionen Euro erhalten, von diesem Betrag wiederum gehen 2,4 Millionen Euro an Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung. Weitere beteiligte Arbeitsgruppen in Tübingen sind die Abteilung für Medizinische Genetik und das Zentrum für Bioinformatik am Wilhelm-Schickardt-Institut.

Ziel der Mitglieder dieses Konsortiums ist es, in insgesamt 16 Teilprojekten die molekularen und genetischen Grundlagen der Parkinson-Krankheit zu identifizieren und in ihrem Wechselspiel in verschiedenen Tiermodellen zu analysieren. Langfristig soll eine Gesamtschau des komplexen Wirkungsgeflechts verschiedener genetischer und nicht-genetischer Teilursachen erstellt werden ("systems biology"), um auf dieser Basis neue Therapieansätze zu entwickeln. Unter der Führung der Universität Tübingen sind an dem Konsortium auch die Universitäten in Bochum, Frankfurt, Göttingen, Heidelberg, Lübeck, Marburg, München und Ulm beteiligt.

Im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) arbeiten Forscher aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen eng zusammen, um Krankheitsursachen zu erkennen und neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. In diesem weltweit einzigartigen Großprojekt ist es gelungen, zahlreiche wissenschaftliche Gruppen zu vernetzen. Der gemeinsame Strang, aus dem das Genomnetz geflochten ist, besteht aus dem Bemühen, diejenigen Krankheiten zu erforschen, die in Deutschland häufig vorkommen oder durch anhaltendes Leid und frühen Tod der Betroffenen von besonderer gesundheitspolitischer Bedeutung sind.

In den beiden bisherigen, jeweils dreijährigen Förderperioden (NGFN1 und 2) wurde die Erforschung verschiedener neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, darunter auch der Parkinson-Krankheit, als "Subnetze" im Rahmen eines großen Netzwerkes ("NeuroNetz") gefördert.

Die jetzt bewilligte Fortsetzungsförderung "NGFNplus" wird hingegen Konsortien fördern, die sich auf die Erforschung einer einzigen bedeutenden Erkrankung fokussieren. Die Bewilligung des Konsortiumsantrags "Functional Genomics of Parkinson's disease", des bislang größten Verbundes im Bereich der Parkinson-Grundlagenforschung in Deutschland, wird dazu beitragen die bestehende international sichtbare Kompetenz in diesem Bereich zu stärken. (Prof. Dr. Thomas Gasser)

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Zentrum für Neurologie, Abt. Neurologie mit Schwerpunkt Neurodegenerative Erkrankungen
Prof. Dr. Thomas Gasser
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 65 29, Fax 07071/29-48 39

Dr. Ellen Katz | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/

Weitere Berichte zu: Forschungsförderung Genomforschungsnetz Parkinson

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte