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Osram-Forscher gewinnen Deutschen Zukunftspreis

07.12.2007
Forscher von Osram haben den Deutschen Zukunftspreis 2007 gewonnen.

Bundespräsident Horst Köhler zeichnete am Donnerstag in Berlin ein Team des zum Siemens-Konzern gehörenden Unternehmens für das Thema „Licht aus Kristallen“ aus. Sie entwickelten neue Herstellungsverfahren für hocheffiziente, langlebige Lichtquellen aus Leuchtdioden (LED). Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert. Damit gewinnt Siemens den Preis bereits das dritte Mal in seiner der elfjährigen Geschichte.


Dem preisgekrönten Team gehören die Pioniere der so genannten Dünnfilmtechnologie Dr. Stefan Illek und Dr. Klaus Streubel als Vertreter von Osram sowie Dr. Andreas Bräuer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena an. Die Technik ermöglicht die Herstellung sehr leuchtstarker LED-Chips und erlaubt zudem ihre dichte Anordnung, wodurch eine größere Leuchtfläche entsteht. Die besonders effizienten Osram-LED können unter anderem in Mini-Projektoren, Rückprojektionsfernsehern oder Nachtsichtgeräten in Autos eingesetzt werden. Sie eignen sich zur flächendeckenden Verwendung in der Allgemeinbeleuchtung und für Frontscheinwerfer in Fahrzeugen.

Ein Beispiel ist die Ostar Lighting. Die LED besitzt eine Leuchtkraft von mehr als 1000 Lumen. Mit dieser Leistung übertrifft der kleine Punktstrahler die Helligkeit einer 50-Watt-Halogenlampe. Die Ostar Lighting kann beispielsweise einen Schreibtisch aus zwei Metern Höhe ausreichend beleuchten. Wegen der geringen Größe ermöglicht sie auch gänzlich neue Lampenformen.

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»LED »Leuchtdiode »Substrat

LED bestehen aus Halbleiterkristallen, die leuchten, wenn sie von Strom durchflossen werden. Die Kristalle wachsen bei der Herstellung auf einem Substrat. Bislang verblieb dieses Substrat in der Diode und absorbierte einen Großteil des erzeugten Lichts. Bei der Dünnfilm-Technologie von Osram Opto Semiconductors bedampfen die Entwickler die Oberseite der Licht erzeugenden Schicht mit Metall. Diese metallisierte Seite wird auf ein dünnes Trägermaterial aufgelötet und dient als Reflektor. Das ursprüngliche Substrat wird entfernt. So entsteht eine dünne, Licht erzeugende Schicht, sehr nahe an der Oberfläche der LED. Die Leuchtdiode strahlt daher fast das gesamte Licht nach oben ab – für die LED ein regelrechter Helligkeitssprung.

Siemens-Forscher waren inzwischen sieben Mal für den Preis nominiert; 2005 und 2004 gehörten sie zu den Gewinnern. Vor zwei Jahren wurde die Piezo-Einspritztechnik für Fahrzeuge ausgezeichnet, im Jahr 2004 ein Minilabor für medizinische Diagnosen. (IN 2007.12.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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