Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Society of Plastics Engineers (SPE) Central Europe verleiht den zweiten Platz für neues Fertigungsverfahren

24.10.2007
Johnson Controls erhält SPE Automotive Award 2007

Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, belegt den 2. Platz beim 11. Automotive Division Award der Society of Plastics Engineers (SPE) Central Europe. Die Auszeichnung ist in der Kunststoff verarbeitenden Industrie hoch angesehen. Johnson Controls erhält den Preis in der Kategorie Innenausstattung für ein neues Fertigungsverfahren, mit dem sich zweifarbige Türverkleidungen ohne Bauteiltrennung herstellen lassen.

Anlagen- und verfahrenstechnische Innovationen ermöglichen erstmals die Produktion eines einteiligen Türträgers aus Naturfaser mit einer zweifarbigen Folie. Diese neue Technologie setzt das Unternehmen bei der zweifarbigen Türverkleidung des aktuellen BMW 5er ein.

Zweifarbige Bauteile des automobilen Innenraums werden bislang in der Regel mehrteilig produziert und anschließend miteinander verbunden. Die Folge sind mehr oder weniger sichtbare Trennstellen und manchmal auch Schwierigkeiten, strikte Gewichtsvorgaben einzuhalten. Nicht so beim neuen BMW 5er.

... mehr zu:
»Fertigungsverfahren »SPE
"In einer engen Kooperation mit BMW haben wir technisches Neuland
betreten: Wir haben erstmals den einteiligen Trägeraufbau beibehalten und mit einer Oberfläche versehen, die aus einer zweifarbigen Kunststofffolie besteht", sagt Achim Hosenfeld, Vice President and General Manager bei Johnson Controls.

Präzision durch elektronische Bildverarbeitung

In der vollautomatisierten Produktion sorgen anlagen- und werkzeugtechnische Neuerungen dafür, dass sich die Farbtrennlinien jederzeit im Toleranzbereich bewegen. Dazu kommen bei einzelnen Prozessschritten auch Bildverarbeitungssensoren zum Einsatz. Sie überprüfen kontinuierlich die exakte Positionierung und Fixierung der zweifarbigen Folien und veranlassen gegebenenfalls ein automatisches Nachjustieren der Folienspannrahmen in Echtzeit. Zur rationellen Fertigung kommen Doppelwerkzeuge zum Einsatz. Mit ihnen lassen sich jeweils zwei Türverkleidungen in einem Hub produzieren. Auch die anschließende Vormontage von Türtasche, Airbag, Lautsprechergrill, Zierleisten und Armauflagen in unterschiedlichen Oberflächen sowie zahlreichen optionalen Sonderausstattungen zählt zu den Aufgaben von Johnson Controls. Dafür müssen logistisch und verfahrenstechnisch über 100.000 mögliche Aufbauvarianten pro Türverkleidung beherrscht werden. Die Wiederholteilquote liegt bei gerade einmal zwei Prozent.

Nicht die erste Auszeichnung für Johnson Controls

SPE ist ein weltweit aktiver Verband von Ingenieuren und Wissenschaftlern mit über 38.000 Mitgliedern. In insgesamt vier Kategorien - Innenausstattung, Außenanwendung, Anwendungen unter der Motorhaube/Fahrwerk sowie elektronische Bauteile - vergab die aus anerkannten Experten bestehende Jury den begehrten SPE Automotive Award. Bereits 2004 konnte sich Johnson Controls zu den Preisträgern zählen: Für In-Mold-Graining, ein Fertigungsverfahren für größere Oberflächen, hatte das Unternehmen einen zweiten Platz in der gleichen Sparte erzielt. Auch im vergangenen Jahr zählte Johnson Controls zu den Preisträgern und belegte den dritten Platz für das Fondentertainmentsystem für die S- und R-Klasse von Mercedes-Benz.

"Ich freue mich sehr, stellvertretend für unser komplettes Team den diejährigen SPE Automotive Award entgegenzunehmen. Für uns ist dieser Preis eine wichtige Bestätigung dafür, dass wir innovative Fertigungsverfahren entwickeln, dessen Ergebnis nicht nur dem Konsumenten und Kunden gefallen, sondern auch die Experten überzeugen", sagt Achim Hosenfeld.

Johnson Controls (NYSE: JCI) ist ein weltweit führendes Unternehmen, das ideenreiche Lösungen an die Orte bringt, an denen Menschen leben, arbeiten und reisen. Durch die Integration von Technologien, Produkten und Dienstleistungen schaffen wir Umgebungen, die die Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Umwelt neu definieren. Mit Produkten und Dienstleistungen, die in mehr als 200 Mio. Fahrzeugen, 12 Mio. Haushalten und 1 Mio. Geschäftsgebäuden zu finden sind, sorgt unser Team aus 140.000 Mitarbeitern dafür, dass unsere Welt angenehmer, sicherer und nachhaltiger wird. Unser Streben nach Nachhaltigkeit bildet die Grundlage unseres Umweltbewusstseins, unseres sozialen Engagements in unseren Betrieben und Gemeinden sowie der Produkte und Dienstleistungen, die wir unseren Kunden anbieten.

Astrid Schafmeister | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.johnsoncontrols.de
http://www.johnsoncontrols.com

Weitere Berichte zu: Fertigungsverfahren SPE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie