Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenznetz Hepatitis erhält über 2,6 Millionen Euro

17.07.2007
Forschungsverbund wird vom BMBF für drei weitere Jahre gefördert / Edelgard Bulmahn in Erweiterten Vorstand gewählt

Das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net) erhält in einer dritten Förderperiode vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2,6 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre. "Der externe wissenschaftliche Beirat beurteilte das Kompetenznetz Hepatitis mit der Bestnote. Besonders hervorgehoben wurde unsere große Akzeptanz bei den Partnern. Dies zeigt, wir erfolgreich unsere Arbeit der letzten fünf Jahre war", sagt Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Er ist der Vorstandsvorsitzende und Leiter der bundesweiten Geschäftsstelle des Kompetenznetzes in Hannover.

Im Juni 2007 wurde zudem die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard,Bulmahn, in den Erweiterten Vorstand von Hep-Net gewählt. In der Amtszeit von Frau Bulmahn wurden die "Kompetenznetze der Medizin" für verschiedene Erkrankungen gegründet, von denen das "Kompetenznetz Hepatitis" eines der erfolgreichsten ist. Frau Bulmahn wird sich am Mittwoch, 18.Juli 2007, ab 16.30 Uhr in der MHH einen detaillierten Überblick über die Arbeit des Forschungsverbundes verschaffen.

Hep-Net ist ein Zusammenschluss aller namhaften Experten auf dem Gebiet der Hepatitis in Deutschland und arbeitet seit fünf Jahren mit Unterstützung des BMBF daran, die Forschung zu dieser Erkrankung zu vernetzen. Die virusbedingte Leberentzündung ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten, in Deutschland sind etwa eine Million Menschen davon betroffen. Das Kompetenznetz unterstützt die bundesweite Erforschung von Leberentzündungen durch Viren und entwickelt einheitliche Diagnose- und Therapiestandards. Neben den Forschern an Universitätskliniken werden Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und Patienten-Selbsthilfegruppen in die Arbeit eingebunden.

... mehr zu:
»BMBF »Hepatitis »Kompetenznetz

Das Kompetenznetz wird die Fördergelder unter anderem dafür nutzen, die begonnene Vernetzung in verschiedenen Bereichen fortzusetzen und zu intensivieren. Das wird beispielsweise in den Verbundprojekten in den Bereichen Immunologie, Genetik und Virologie geleistet, die jeweils einen Aspekt der Erkrankung betrachten, um gemeinsam die Chancen auf Heilung der Virushepatits zu erhöhen. Grundlage für erfolgreiche Forschung sind zentrale Serum- und Gewebebanken. Deren Aufbau, Etablierung und Erweiterung ist ebenfalls Aufgabe des Verbundes in der dritten Förderperiode. Ein Schwerpunkt in der aktuellen Förderphase ist das Studienhaus des Hep-Net. Dies ist ein virtuelles Haus, in dem alle Kooperationen im Bereich klinischer Studien zu akuten und chronischen Virushepatitiden zusammenlaufen. Hier werden zum einen laufende Studien unterstützt, zum anderen werden eigene Studien durchgeführt. Das Hep-Net möchte mit dem Studienhaus die Therapie viraler Hepatitiden weiterhin verbessern und mit dem Hepatitis-Studienregister Patienten und ihre behandelnden Ärzte über die momentan durchgeführten Studien informieren.

Zur Weiterführung der erfolgreichen Arbeit wurde im November 2006 die Deutsche Leberstiftung gegründet. Diese wird nach dem Ende der Förderung durch das BMBF die Trägerschaft für das Kompetenznetz allein übernehmen und schafft so die Möglichkeit, die erfolgreiche Arbeit des Kompetenznetzes fortzusetzen.

Weitere Informationen gibt Ihnen gern Bianka Wiebner, Projektmanagerin Kompetenznetz Hepatitis, unter Telefon (0511) 532-6815.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

Weitere Berichte zu: BMBF Hepatitis Kompetenznetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie