Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis für Studie zum gefährlichen "Sekundenschlaf"

03.07.2007
Auf der SENSATION-Konferenz in Griechenland wurden Forscher des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart gemeinsam mit Kollegen der Universität Mainz für ihre Studie zu den Ursachen des Sekundenschlafs ausgezeichnet.

Schläfrigkeit und Sekundenschlaf am Steuer führen nicht selten zu schweren Unfällen. Insbesondere für Fernfahrer oder Reisebusfahrer, die oft unter Zeitdruck lange Strecken am Steuer zurücklegen, ist die Gefahr allgegenwärtig. Zwar haben zahlreiche Untersuchungen in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass Schläfrigkeit und Schlafmangel das Unfallrisiko erhöhen.

Genauere Erkenntnisse über den komplexen Zusammenhang zwischen äußeren Belastungsfaktoren wie z.B. Tageszeit oder Fahrdauer, persönlichen Risikofaktoren wie Alter oder Schlafstörungen sowie der daraus resultierenden Beanspruchung und letztlich dem Auftreten von Schläfrigkeit oder gar Sekundenschlaf am Steuer fehlen aber bislang.

Genau hier setzt eine gemeinsame Studie des mit dem Fraunhofer IAO kooperierenden Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an. Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) haben die Forscher die Entstehung von Schläfrigkeit und Sekundenschlaf bei Omnibusfahrern untersucht.

... mehr zu:
»ASU »IAT »Schläfrigkeit »Sekundenschlaf

Für ihre Arbeiten wurde die Forschergruppe jetzt auf der SENSATION-Konferenz in Chania, Griechenland, ausgezeichnet. Auf der internationalen Konferenz zum Thema "Messung von Fahrerschläfrigkeit mit innovativen Sensoren zur Vermeidung von Sekundenschlaf" ("Monitoring sleep and sleepiness with new sensors within medical and industrial applications") stellten Forscher aus 19 Ländern aktuelle Forschungsergebnisse in Vorträgen und Postern vor. Die Poster wurden nach ihrer wissenschaftlichen und auch graphischen Qualität bewertet. Die Forschergruppe von IAT und ASU gewann mit ihrem Poster "Sekundenschlaf vorbeugen - eine Feldstudie zu Einflussfaktoren von Fahrerschläfrigkeit" ("Avoiding microsleep - a field study on influencing factors of sleepiness at the steering wheel") den dritten Preis.

Für ihre Untersuchungen haben die Wissenschaftler Reisebusfahrer mit ihren Passagieren auf Fernfahrten Tag und Nacht begleitet. Nach einer Eingangsuntersuchung wurden die Fahrer während der Fahrt durch Fragebögen, Videoaufnahmen und Messungen des Pupillen- und Lidschlagverhaltens beobachtet, um Schläfrigkeit bzw. eventuell auftretenden Sekundenschlaf zu erkennen. Ziel des Projektes ist die Prävention schläfrigkeitsbedingter Unfälle.

Die Untersuchungen werden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin gefördert. Es werden noch interessierte Busunternehmen als Teilnehmer an weiteren Messfahrten gesucht.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Lorenz Hagenmeyer
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-21 96, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 13
E-Mail: lorenz.hagenmeyer@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.wach-am-steuer.de
http://www.sensation-eu.org

Weitere Berichte zu: ASU IAT Schläfrigkeit Sekundenschlaf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie