Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wettbewerb "Most Globally Competitive Chinese Companies"

29.06.2007
Internationalisierung stärkt chinesische Firmen auf dem Weltmarkt
  • Chinesische Unternehmen verlagern zunehmend F&E und Produktion ins Ausland
  • Die erfolgreichsten chinesischen Firmen verbinden ihren Wettbewerbsvorsprung in der Produktion mit lokalem Know-how in etablierten Märkten
  • Die leistungsstärksten Unternehmen führen Corporate Social Responsibility-Projekte durch

China ist längst nicht mehr ausschließlich Outsourcing-Standort für ausländische Unternehmen. Chinesische Unternehmen selbst investieren zunehmend in F&E- und Produktionsanlagen in den etablierten Märkten. Die Analysen zum Wettbewerb "Most Globally Competitive Chinese Companies" (MGCCC) von Roland Berger Strategy Consultants zeigen, dass chinesische Firmen zunehmend Strategien entwickeln, durch die sie wettbewerbsfähiger werden, und Auslandsmärkte durch Direktinvestitionen und lokales Recruiting erobern.

Analysten von Roland Berger Strategy Consultants in China - Sponsor des Wettbewerbs - haben aus öffentlich zugänglichen Daten unter 200 chinesischen Unternehmen die 20 stärksten international tätigen Firmen herausgefiltert. Sonderpreise gingen an die, die ihre Wettbewerbsposition durch Globalisierung besonders effektiv vorangebracht haben, und zwar in den Kernregionen Europa, den Vereinigten Staaten und den aufstrebenden Schwellenländern ("Emerging Markets").

Die ZTE Corporation ist der am schnellsten wachsende Lieferant für Telekom-Geräte der Welt und Gewinner in der Kategorie "Best Chinese Company in Emerging Markets". Das Unternehmen verzeichnet herausragende Wachstumsraten in einem der umkämpftesten Märkte der Welt. Sein großer Erfolg in Indien beruht auch auf seinem lokalen Recruiting: Allein in ihrer Niederlassung in Bangalore beschäftigt die Firma 350 Mitarbeiter, davon über 90 Prozent Inder. ZTE hat massiv in Managementschulungen vor Ort investiert. Das hatte sich als notwendig erwiesen, als das Unternehmen feststellte, welchen Einfluss kulturelle Unterschiede auf die Arbeitswelt haben. "Nur Inder wissen, wie sie sich selbst am besten managen", erklärt ein leitender ZTE-Angestellter.

... mehr zu:
»ZTE
Aber Indien ist nicht der einzige Wachstumsmarkt des Unternehmens:
Durch eine Kombination aus strategischem Marketing, Differenzierung, Kostenvorteilen und geschicktem Management von Humankapital und geistigem Eigentum ist es ZTE gelungen, feste Partnerschaften mit über 500 Betrieben weltweit aufzubauen. Darüber hinaus hat sich ZTE als sehr innovativ erwiesen: Bis August 2005 hatte die Firma 3.000 nationale oder internationale Patente angemeldet, davon 90 Prozent Innovationen, die mit Rechten an geistigem Eigentum einhergehen.

Huawei Technologies, führender Anbieter von Next Generation Telekommunikationsnetzen, gewinnt in der Kategorie "Best Chinese Company in Europe". Huawei hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Damit hebt sich das Unternehmen von anderen internationalisierenden chinesischen Anbietern ab, die sich oft noch schwer tun, tragfähige und global anerkannte Marken zu schaffen.

Huawei vertreibt seine Produkte bereits in über 100 Ländern und bedient über eine Milliarde Anwender weltweit. 68 Prozent des Umsatzes im dritten Quartal 2006 hat das Unternehmen auf internationalen Märkten erzielt. Huawei hat mehr als 100 Niederlassungen eröffnet, um seine Kunden möglichst schnell bedienen zu können. Darüber hinaus hat die Firma ihre F&E-Kapazität auf zwölf Standorte weltweit ausgedehnt, darunter zwei in den USA, weitere in Schweden, Indien und Russland. Huawei hat sich ganz dem "europäischen" Ziel des lebenslangen Lernens verschrieben: In 28 Schulungszentren weltweit werden lokal rekrutierte Mitarbeiter etwa in modernen Management-Methoden und Technologien ausgebildet. 2006 hat Huawei 5,3 Mrd. US-Dollar (USD) im Ausland umgesetzt, das entspricht 65 Prozent ihres Gesamtumsatzes und 73 Prozent ihres Wachstums über die vergangenen drei Jahre.

Insgesamt hat der Wettbewerb 20 herausragende Unternehmen aus verschiedenen Branchen ins Rampenlicht geholt. Alle Gewinner dieses erstmals verliehenen Preises haben sich auch im Bereich Corporate Social Responsibility hervorgetan - und zwar nicht nur in ihrem Heimatmarkt, sondern auch im Ausland. Hier nur einige Beispiele für Investitionen in die Menschlichkeit: Die China National Offshore Oil Corporation (CNNOC) hat über 100.000 USD für die Opfer des Hurrikans Katrina gespendet, der Haushaltsgeräte-Hersteller Haier setzt sich für die Sydney Breast Cancer Foundation ein.

Redaktionelle Informationen:

Der Wettbewerb "Most Globally Competitive Chinese Companies" wurde von Roland Berger Strategy Consultants in China mit ihrem Medienpartner, der Fachpublikation "Global Entrepreneur" veranstaltet. Zusätzliche Informationen zum Wettbewerb, der internationalen Jury und den Gewinnern finden Sie unter http://www.best-of-european-business.com/china

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 33 Büros in 23 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 1.700 Mitarbeiter haben im Jahr 2006 einen Honorarumsatz von rund 555 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 140 Partnern.

Jenny Jing | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com
http://www.best-of-european-business.com/china

Weitere Berichte zu: ZTE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht BRIESE-Preis 2016: Intelligente automatisierte Bildanalyse erschließt Geheimnisse am Meeresgrund
20.01.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert
20.01.2017 | University of Twente

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise