Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Preis für Autofokus-Flüssiglinse von Varioptic

12.03.2007
Den ersten Preis bei den DuPont Plunkett Awards 2006 in der Region Europa, Naher Osten und Afrika gewann Varioptic, Lyon (Frankreich), mit seiner ‚Arctic‘ Flüssiglinse mit Autofokus-Funktion. Einsatzgebiete sind Mobiltelefone mit eingebauter Digitalkamera, Webcams und Barcode-Leser. Möglich wurde diese Miniatur-Linse durch die patentierte ‚Electrowetting‘-Technologie des Unternehmens und eine Dichtung aus Teflon® PTFE von DuPont.

Die Flüssiglinsen nutzen den so genannten elektrischen Kapillareffekt. Dazu werden zwei Tropfen einer Flüssigkeit mit Hilfe einer elektrischen Spannung ausgedehnt oder zusammengepresst, wodurch die Grenze zwischen beiden Flüssigkeiten verändert und die Linse fokussiert wird. Die Dichtung aus Teflon® PTFE sorgt dafür, dass weder Luft in die Linse eindringen noch die Flüssigkeit entweichen kann. Varioptic wählte diesen Fluorkunststoff von DuPont auf Grund seiner hydrophoben Eigenschaften, die den Kapillareffekt unterstützen und eine hermetische Abdichtung ermöglichen. Zudem ermöglicht das Material nach Angaben des Herstellers eine Senkung der Produktionskosten. Für die Zukunft plant Varioptic die Entwicklung einer Beschichtung aus Teflon® AF, die in der nächsten Generation von Flüssiglinsen als Dielektrikum zum Einsatz kommen soll.


Mit seinen ‚Artic‘ Mini-Flüssiglinsen mit Autofokus-Funktion gewann Varioptic den ersten Preis bei den DuPont Plunkett Awards 2006. Sie
basieren auf der patentierten ‚Electrowetting‘-Technologie des Unternehmens und verwenden eine Dichtung aus Teflon® PTFE von DuPont. Typische Einsatzgebiete sind Mobiltelefone mit eingebauter Digitalkamera, Webcams und Barcode-Leser. Foto: DuPontven.

Die Übergabe des mit 5.000 US-Dollar dotierten Preises an Jean-Christophe Robert, Technischer Leiter bei Varioptic, erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung am 21. Januar 2007 im schweizerischen Gstaad. Der zweite Platz der DuPont Plunkett Awards 2006 ging an ElringKlinger Kunststofftechnik, Bietigheim-Bissingen. Das Unternehmen entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart einen neuen helixförmigen Festtreibstoff aus Teflon® PTFE, der in modernen Satelliten-Antriebssystemen zum Einsatz kommt. Die bereits zum zehnten Mal vergebenen Awards wurden 1988 ins Leben gerufen – anlässlich des 50. Jahrestages der Entdeckung von Teflon® PTFE durch den DuPont Wissenschaftler Dr. Roy Plunkett.

Hintergrundinformationen:

... mehr zu:
»PTFE

Die meisten Mobiltelefone heute sind mit einer Digitalkamera mit Fixfokus- Objektiven ausgerüstet. Viele Kunden wünschen sich jedoch eine immer bessere Bildqualität, die mit der von ‚richtigen‘ Digitalkameras vergleichbar ist. Daher besteht eine hohe Nachfrage nach möglichst kleinen, Platz sparenden und dabei fokussierbaren Linsen mit einer hohen Lebensdauer, die sich zudem auch noch kostengünstig produzieren lassen. Für den Einsatz in Mobiltelefonen ist außerdem ein geringer Energieverbrauch ausschlaggebend, und das Fokussieren soll ohne merkliche Zeitverzögerung erfolgen. Flüssiglinsen erfüllen diese Anforderungen, und da sie keine beweglichen Teile haben, arbeiten sie geräuschlos und haben zudem eine hohe Lebensdauer. Im Vergleich mit herkömmlichen optischen Linsen benötigen sie weniger Platz und ihre Leistungsaufnahme liegt bei einigen wenigen Milliwatt. Dadurch eignen sie sich sehr gut für den Einsatz in Handy- Kameras, wo die Batterieleistung und der verfügbare Platz limitiert sind. Nach Angaben von Varioptic lassen sich Kameras mit diesen Flüssiglinsen in weniger als 500 Millisekunden verzerrungsfrei scharf stellen.

Die erste Generation der Flüssiglinsen von Varioptic, ,Arctic 320‘, wurde Anfang 2006 kommerzialisiert. Die neueste Generation trägt die Bezeichnung ,Arctic 416‘. Das Unternehmen unterhält einen Lizenzvertrag mit SemCo, dem größten Modulhersteller für Mobiltelefone von Samsung, sowie eine Produktionspartnerschaft mit der taiwanesischen Creative Sensor Inc. Die erste Großserienproduktion für Flüssiglinsen wurde im Dezember 2006 im chinesischen Wuxi in Betrieb genommen.

DuPont Fluoropolymer Solutions ist ein führender Hersteller von Fluorkunststoffen, Additiven, Folien, Beschichtungen und Dispersionen aus PTFE (Polytetrafluorethylen), PFA (Perfluoralkoxy), FEP (Fluorethylenpropylen), ETFE (Ethylentetrafluorethylen) und PVF (Polyvinylfluorid). Diese Produkte vertreibt DuPont unter den Markennamen DuPont™ Teflon®, DuPont™ Tefzel®, DuPont™ Tedlar® und DuPont™ Zonyl®. Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen zählen die Automobilindustrie, die chemische Industrie, die Halbleiterfertigung, die Ölförderung, Behälter und Rohrleitungen für Chemikalien, Kommunikationstechnik, Luftfahrt, Elektronik, Haushaltswaren und das Bauwesen.

Horst Ulrich Reimer | Du Pont
Weitere Informationen:
http://unter www.dupont.com/teflon

Weitere Berichte zu: PTFE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops