Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1 Mio. Euro für Professur zur Komplementärmedizin an der Charité

22.02.2007
Der Vorstand der Carstens-Stiftung hat eine Stiftungsprofessur zur Forschung in der Komplementärmedizin und integrativen Medizin an der Berliner Charité bewilligt. Der Förderzeitraum beträgt fünf Jahre.

Eingerichtet wird die Stelle am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Berliner Charité. Mit der Fördersumme von 200.000 Euro jährlich wird die Besoldung eines Universitätsprofessors (W2) und von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern finanziert.

Die Carstens-Stiftung will mit ihrem Engagement in Berlin neue Impulse für die Spitzenforschung in den Bereichen Naturheilverfahren, Homöopathie und traditioneller chinesischer Medizin geben. Neben Studien zur Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Komplementärmedizin wird eine Verbesserung der Forschungsmethodik angestrebt.

Dr. Henning Albrecht, Geschäftsführer der Stiftung, begründet die Entscheidung für die Charité wie folgt: "Das Institut verfügt über ausgezeichnete Wissenschaftler, die sich mit den Besonderheiten der Forschung in komplementären Verfahren der Medizin auskennen. Dies hat sich in zahlreichen Studien mit mehr als 500.000 Patienten gezeigt. Insbesondere die Publikationen zur Akupunktur und Homöopathie bei chronischen Erkrankungen fanden international große Beachtung und gelten als klinische Referenzprojekte in diesem Sektor."

Institutsdirektor Professor Stefan Willich skizziert die kommenden Aufgaben folgendermaßen: "Unser Ziel ist der weitere Ausbau des Forschungszweiges zur Komplementärmedizin. Die Professur der Carstens-Stiftung soll dabei die Leitung übernehmen und die künftigen Aktivitäten koordinieren und konsolidieren."

In der Zusammenarbeit mit der Charité erfüllt sich auch ein lange gehegter Wunsch von Veronica Carstens, Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens. Sie sagt hierzu: "Von Anfang an hat die Stiftung das Ziel der Integration von Naturheilverfahren in die Hochschulen verfolgt. Mit der Professur an der Charité sind wir diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. In der Kombination von konventioneller Medizin mit Naturheilkunde und Homöopathie sehe ich die Zukunft."

Die Unterzeichnung des Vertrages zwischen Charité und Carstens-Stiftung über die genaue Ausgestaltung der Stelle, die Ausschreibung sowie das Berufungsverfahren erfolgen in den kommenden Wochen.

Hintergrund: Carstens-Stiftung

Die Carstens-Stiftung fördert die Forschung in der Komplementärmedizin, mit Schwerpunkt in der Homöopathie. Als operative Stiftung unterhält sie eigene Projekte, einen Verlag und eine Fachbibliothek. Gefördert werden klinische Studien, Grundlagenforschung und der medizinische Nachwuchs über das Promotionsförderprogramm. Eine Besonderheit der Stiftung: Die Finanzierung erfolgt nicht aus Kapitalerträgen, sondern ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge an die Fördergemeinschaft "Natur und Medizin".

Hintergrund: Komplementärmedizin an der Berliner Charité

Seit 1997 wird am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie im Projektbereich Komplementärmedizin zur Homöopathie und Akupunktur geforscht. Ziel ist es, die jeweilige Methode als Gesamtkonzept zu untersuchen. Der Ausgangspunkt ist die steigende Inanspruchnahme seitens der Patienten: Akupunktur und Homöopathie gehören zu den am häufigsten angewendeten Methoden aus der Komplementärmedizin. Um Nutzen und Wirtschaftlichkeit dieser Therapiemethoden künftig besser einschätzen zu können, ist nach Ansicht des Instituts ein vielschichtiges Forschungskonzept notwendig. Insbesondere die Outcome-Forschung gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.

Zusätzlich zum Ausbau der Forschungsaktivitäten ist eine Ambulanz zur Patientenversorgung mit integrativer Medizin in Planung. Die Eröffnung erfolgt im Frühjahr dieses Jahres.

Ansprechpartner:

Dr. Henning Albrecht, Geschäftsführer der Carstens-Stiftung
Am Deimelsberg 36, 45276 Essen
Tel.: 0201/56305-15
Fax: 0201/56305-30
E-Mail: h.albrecht@carstens-stiftung.de

Prof. Stefan Willich, Direktor am Institut für Epidemiologie,
Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie der Berliner Charité.
Luisenstraße 57, 10117 Berlin
Tel.: 030/450-529002
Mobil: 0173/3401990
Fax: 030/450-529902
E-Mail: stefan.willich@charite.de

Frederik Betsch | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.carstens-stiftung.de
http://www.charite.de/epidemiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie