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Europäer des Jahres 2007: Schweizer Aids-Spezialist in Zürich ausgezeichnet

19.01.2007
Der Schweizer Arzt und Aidsspezialist Ruedi Lüthy ist am Abend in Zürich zum "Europäer des Jahres 2007" gewählt worden. Der 65-jährige Professor erhielt die Auszeichnung für sein Engagement für Aidskranke in Simbabwe. Lüthy nahm den Preis im Rahmen einer Feier an der Universität Zürich entgegen.

Professor Lüthy ist der erste Schweizer, der die Auszeichnung "Europäer des Jahres" erhält. Der Preis wird seit 1996 von der Zeitschrift Reader's Digest vergeben und ist mit 10.000 Schweizer Franken (6.250 Euro) dotiert. Lüthy kündigte an, das Preisgeld seiner Arbeit in Simbabwe zukommen zu lassen.

Die Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey sagte in ihrer Laudatio, Lüthy sei ein Vorbild und zeige, was machbar sei. In den armen Ländern der Welt bedeuteten HIV und Aids ein Todesurteil. 90 Prozent der Infizierten, die lebensrettende Medikamente bräuchten, lebten dort.

Der Schweizer Professor leitet in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, eine von ihm gegründete Klinik für Aidskranke. Die Patienten werden kostenlos behandelt und mit Medikamenten versorgt. Seit Eröffnung der Klinik im Jahr 2004 wurden mehr als 1.200 Erwachsene und Kinder medizinisch betreut. Eine eigens hierfür gegründete Stiftung und Spendengelder hatten die Einrichtung ermöglicht.

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Professor Ruedi Lüthy wurde am 17. Februar 1941 geboren. Anfang der Achtzigerjahre gehörte er zu den ersten Aids-Spezialisten in der Schweiz. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Tanja Niehoff | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.schlenker-pr.de

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