Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Institute unterstreichen Jülicher Kompetenz

18.01.2007
Drei neue Virtuelle Institute unter Jülicher Federführung fördert die Helmholtz-Gemeinschaft ab diesem Jahr. Dabei fließen pro Institut bis zu 300.000 Euro Fördergelder.

Die drei neuen Institute kommen aus ganz unterschiedlichen Forschungsbereichen: Umwelt, Supercomputing und Elementarteilchenphysik. Insgesamt waren zehn virtuelle Institute in der aktuellen Ausschreibungsrunde der Helmholtz-Gemeinschaft erfolgreich.

Die Themenspanne spiegelt die Jülicher Kompetenz auf verschiedensten Gebieten wieder. In seinen nun 13 virtuellen Instituten bündeln die Jülicher Wissenschaftler mit Forschergruppen aus Hochschulen und weiteren Helmholtz-Forschungszentren ihre unterschiedlichen Kompetenzen, um Zentren von internationaler Bedeutung und Attraktivität zu schaffen. Sie arbeiten beispielsweise auf den Gebieten Informationstechnologie, Nanoelektronik, Klimaforschung und Biomedizin. Das Forschungszentrum bedient sich dabei den Methoden der Physik und der wissenschaftlichen Simulation auf Supercomputern.

Wichtig für Simulationen auf Computern ist die Entwicklung neuer Software-Werkzeuge, die automatisch die Leistung von Anwendungen prüfen und Verbesserungshinweise geben. Damit beschäftigt sich das neue Virtuelle Institut "High Productivity Supercomputing" (VI-HPS). Dies ist wichtig für Wissenschaftler ohne tiefere Kenntnisse über parallele Supercomputer, die Modelle auf großen Supercomputern wie den Jülicher Rechnern JUMP und JUBL simulieren. Aufwändige Algorithmen können so in Zukunft mit automatischen Werkzeugen optimiert werden, ohne dass sich die Forscher um alle Details kümmern müssten. Federführend kooperieren hier die Jülicher Wissenschaftler aus dem Bereich Scientific Computing mit der RWTH Aachen, der TU Dresden und der University of Tennessee (USA).

... mehr zu:
»Atomkern »Simulation

Das Virtuelle Institut für mobile NMR-Spektroskopieverfahren (VIP-NMR) entwickelt tragbare Kernspinresonanzspektroskopie-Geräte, mit denen beispielsweise Wurzeln im Boden untersucht werden können. Auch das Wachstum und den Wassertransport von Pflanzen können die Forscher mit portablen NMR-Geräten vor Ort unter die Lupe nehmen. Dritter Anwendungsbereich ist die Weltraummedizin. Beteiligte Partner sind die RWTH Aachen, die Universität Würzburg, das DLR und die niederländische Universität Wageningen unter der Federführung Jülicher Umweltforscher, die zusammen mit ihren Kollegen aus der Technologie neue Magnetsysteme und Spektrometer entwickeln.

Was hält die Welt im Innersten zusammen? Jülicher Wissenschaftler fahnden im Zentrum der Atome - in den Atomkernen - nach dem Bauplan der Natur. Im Virtuellen Institut "Spin and strong QCD" untersuchen sie die starke Wechselwirkung, die im Atomkern zwischen den sogenannten Quarks herrscht. Kooperationspartner sind die GSI Darmstadt, Universität Bonn, Universität Bern, INFN Ferrera (Italien), University Krakau (Polen) und University di Turino (Italien).

Virtuelle Institute sind nicht an einen Ort gebunden, verfügen über eine eigene Führungs- und Managementstruktur und fördern besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie werden über drei Jahre mit maximal 300.000 Euro jährlich von der Helmoltz-Gemeinschaft gefördert.

Weitere Informationen:

Supercomputer:
www.fz-juelich.de/supercomputer
Umwelt:
www.fz-juelich.de/icg/icg-iii/ICG_III_Phytosphaere/
www.fz-juelich.de/portal/kurznachrichten/archiv/oktober2006/
Elementarteilchenphysik:
http://www.fz-juelich.de/ikp/de/index.shtml
Helmholtz-Gemeinschaft:
http://www.helmholtz.de/Virtuelle_Institute

Annette Stettien | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Berichte zu: Atomkern Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise