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Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung geht nach Berlin

24.07.2006
Prof. Dr. Hartmut Böhme, Humboldt-Universität zu Berlin, erhält den Dr. Meyer-Struckmann-Preis 2006

Den mit 20.000 Euro dotierten Dr. Meyer-Struckmann-Preis 2006 für Arbeiten aus dem Themenbereich "Memoria: Formen des kollektiven Gedächtnisses" erhält Prof. Dr. Hartmut Böhme für sein Buch: Fetischismus und Kultur. Eine andere Theorie der Moderne, Reinbek 2006. Aus insgesamt 168 Bewerbungen prämierte die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen den ersten Preisträger des Dr. Meyer-Struckmann-Preises für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften.

Hartmut Böhme (geb. 1944) ist seit 1993 Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hatte Gastprofessuren in den USA und in Japan inne und ist Projektleiter im DFG Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen". Seit 2005 ist er Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs "Transformationen der Antike".

Die Jury, unter Vorsitz des Dekans der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Bernd Witte, entschied sich mehrheitlich dafür, das Werk von Hartmut Böhme mit dem Preis auszuzeichnen. Im Oktober 2006 wird der Preis im Rahmen eines Festaktes auf Schloss Mickeln in Düsseldorf verliehen. Die Jury würdigte in ihrer Entscheidung ausdrücklich das Gesamtwerk von Hartmut Böhme, bezog sich in ihrer Preisverleihung aber spezifisch auf dessen neueste Buchveröffentlichung. In ihr wird in einem gleichsam ethnologischen Zugriff untersucht, in welcher Weise die verschwundenen und vergessenen Dinge im Alltagsbewusstsein wie auch in der Konsumkultur als "Fetische" wiederkehren. Damit leistet Böhme einen entscheidenden Beitrag zur Beschreibung von "Formen des kollektiven Gedächtnisses", wie sie von der heute weit verbreiteten Theorie des "kulturellen Gedächtnisses" (Jan und Aleida Assmann) nicht berücksichtigt worden sind.

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Humboldt-Universität zu Berlin
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Christina Hufeland | presseportal
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