Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: Strategische Allianz schafft größten europäischen Rechnerverbund

13.07.2006
Höchstleistungsrechenzentren Jülich, München und Stuttgart schließen sich zu Verbund zusammen / Bundesforschungsministerium fördert Vernetzung und Kooperation mit 30 Millionen Euro

Auf Initiative von Bildungsforschungsministerin Annette Schavan schließen sich die drei Standorte für das Höchstleistungsrechnen in Deutschland - Jülich, München/Garching, Stuttgart - zu einem Verbund zusammen. Damit entsteht der größte Höchstleistungsrechnerverbund in Europa. Die Hochgeschwindigkeitsvernetzung und die wissenschaftliche Zusammenarbeit der drei gleichberechtigten Standorte werden vom Bundesforschungsministerium in den Jahren 2007 bis 2009 mit insgesamt 30 Millionen Euro gefördert, um durch optimierte Strukturen und Organisation auch künftig eine Spitzenposition im internationalen Wettbewerb einnehmen zu können. Damit positionieren sich die drei Standorte sichtbar in Europa und verbessern dadurch ihre Chancen, eine zentrale Rolle im Aufbau eines europäischen Hochleistungsrechnerverbundes zu spielen. Die Vertretung in den europäischen Gremien wird - mit einem Mandat der drei Zentren versehen - Professor Achim Bachem, derzeit Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und künftiger Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, übernehmen. Auch weitere im Hochleistungsbereich tätige Rechenzentren sollen in die nationale Ausbauplanung einbezogen und in ein Gesamtkonzept zur Kooperation mit Partnern anderer Länder integriert werden.

Auf dieses weitere Vorgehen einigten sich Bundesforschungsministerin Annette Schavan mit den Wissenschaftsministern von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen jetzt nach intensiven Gesprächen der drei Rechenzentren und der zuständigen Ministerien. "Eine leistungsfähige Rechnerinfrastruktur ist für Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland von herausragender Bedeutung. Die strategische Allianz der drei Höchstleistungsrechenzentren Jülich, München/Garching, Stuttgart stärkt Deutschland im internationalen Wettbewerb", sagte Schavan.

Die praktische Bedeutung der Höchstleistungsrechner für Forschung und Entwicklung lässt sich am Beispiel der Computersimulation deutlich machen: Die rechnergestützte Simulation und das "Computer-Modellieren" gewinnen als drittes Element zwischen Konstruktionsentwurf und Produkt immer mehr an Bedeutung in Wissenschaft und Wirtschaft. Moderne Klimaforschung, Hochenergiephysik, Astronomie und medizinische Grundlagenforschung wären z. B. ohne rechnergestützte Simulation nicht möglich. Der deutsche Automobil-, Flugzeug- und Schiffbau, der Maschinenbau insgesamt, sowie die Werkstoffentwicklung - um nur einige Anwendungsfelder zu nennen - wären ohne leistungsfähige Rechnerinfrastruktur und dazugehörige Softwaresysteme auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig: Der Airbus A380 ist im Computer geflogen; der Herstellungsprozess von Titan-Aluminium-Höchstleistungsturbinenschaufeln für Flugzeugtriebwerke ist durch Computersimulation beherrschbar geworden; pharmazeutische, krebsbekämpfende Wirkstoffe wurden und werden mittels kombinatorischer Chemie aufgespürt, die ein Chemiker kaum ohne Computerunterstützung synthetisiert hätte.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Luft- und Raumfahrt Rechnerinfrastruktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie