Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VUW-Wissenschafterin erhält Preis der US und European Shock Societies

06.07.2006
Dr. Catharina Duvigneau wird dieser internationale Forschungspreis zur Erforschung des Eisenstoffwechsels beim hämorrhagischen Schock (Schock durch Blutverlust) gewidmet

Nur zwei WissenschafterInnen erhalten jährlich den „Shock Society / Novo Nordisk Research Grant for Hemorragic Shock and Hemostasis“; ein Preis geht in die USA, einer nach Europa. Die europäische Preisträgerin dieses Jahres ist Dr. Catharina Duvigneau vom Department für Naturwissenschaften an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW). Ihre Untersuchungen des Eisenstoffwechsels sollen helfen, Patienten nach starkem Blutverlust vor multiplem Organversagen zu retten.

Schwere Verletzungen mit beträchtlichem Blutverlust führen oftmals zu einem so genannten hämorrhagischen Schock (Schock durch Blutverlust), der in weiterer Folge multiples Organversagen und damit den Tod eines Patienten verursachen kann. Der Mechanismus, der zum Organversagen führt, ist noch nicht vollständig untersucht. Dr. Duvigneau will in ihrem Projekt mit dem Titel „Role of iron metabolism in hemorragic shock – Interplay of heme oxygenases and nitric oxide synthases“ die Bedeutung von Eisenionen für diese Prozesse erforschen. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für experimentelle und klinische Traumatologie durchgeführt.

Die European und US Shock Societies unterstützen Dr. Duvigneaus Forschungsansatz mit dem „Shock Society / Novo Nordisk Research Grant for Hemorragic Shock and Hemostasis“ in der Höhe von 100.000 Euro. Darüberhinaus erhält sie die Möglichkeit, am Gastwissenschafter-Programm in den neuen Novo Nordisk-Forschungseinrichtungen in North Brunswick, USA, teilzunehmen.

... mehr zu:
»Blutverlust

Ein bewegtes Forscherinnenleben: Von Berlin über Hamburg und Modena nach Wien

Die Biologin Dr. Catharina (eigentlich Johanna Catharina) Duvigneau arbeitet an der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Fachgebiet Medizinische Chemie des Departments für Naturwissenschaften. Ihre wissenschaftliche Karriere führte die geborene Berlinerin zuvor unter anderem nach Hamburg und Modena (Italien). Seit 1997 lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Wien.

Forschungsförderungspreis zur Schock- und Traumabehandlung: Der „Shock Society / Novo Nordisk Research Grant for Hemorragic Shock and Hemostasis“

Die European und US Shock Societies haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Behandlung von Trauma-, Schock- und Sepsispatienten zu verbessern. Gemeinsam mit Novo Nordisk A/S haben sie diesen jährlichen Forschungsförderungspreis geschaffen, um die Forschung in diesem Bereich zu unterstützen. Die Anträge werden von Mitgliedern des wissenschaftlichen Komitees der Shock Societies bewertet und die Forschungspreise durch ein Bildungsstipendium von Novo Nordisk finanziert. Die beiden Gewinner erhalten 100.000 € bzw. 120.000 US$, um ihre innovativen Forschungsideen umsetzen zu können. Gefördert werden Projekte aus dem Bereich der Grundlagen- oder klinischen Forschung, die neue Erkenntnisse über Hämostase oder die pathophysiologischen Veränderungen im hämorrhagischen oder septischen Schock liefern.

Lengauer Evelyn | Veterinärmed .Universität Wien
Weitere Informationen:
http://www.vu-wien.ac.at

Weitere Berichte zu: Blutverlust

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über zwei Millionen für bessere Bordnetze
28.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie