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Milliardenschwerer Zukunftsmarkt für Galileo-Anwendungen - deutsche Industrie sollte diese Chancen nutzen!

22.03.2006

Verkehrsstaatssekretär Hennerkes, Vertreter der Bundesregierung, und Hessens Minister Dr. Rhiel haben bei einer Fachkonferenz in Darmstadt deutsche Industrie und Forschung ermuntert, so schnell wie möglich innovative Geschäftsideen zu entwickeln - und Partner für den weltweiten Galileo-Navigationsmarkt zu finden

"Mit dieser Galileo-Anwenderkonferenz bieten wir interessierten Unternehmen die Möglichkeit, künftige Galileo-Märkte bereits jetzt näher zu betrachten. Sie ist außerdem eine gute Gelegenheit, sich über die Entwicklung im Galileo-Projekt auf dem Laufenden zu halten. Die Konferenz ist ein Baustein der vielfältigen Aktivitäten der Bundesregierung zur Unterstützung der Industrie, die sich eröffnenden Chancen auf dem Galileo-Anwendungsmarkt zu nutzen", sagte Verkehrsstaatssekretär Jörg Hennerkes heute bei der 2. Galileo-Anwenderkonferenz in Darmstadt. Unter dem Thema "Galileo - Neue Märkte durch Kooperationen" veranstaltete das Bundesverkehrsministerium die Konferenz in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landesregierung und dem Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESA/ESOC.

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"Die Bundesregierung fördert mit rund 8 Millionen Euro die Galileo Test- und Entwicklungsumgebung GATE in Berchtesgaden. GATE ist ein großflächiges Testgebiet, das künstliche Galileo-Signale generieren und ausstrahlen wird. Damit wird für Forschung und Industrie eine Infrastruktur geschaffen, die die Entwicklung neuer Galileo-Produkte und Dienste unter realistischen Bedingungen ermöglichen wird", so Hennerkes.

Darüber hinaus bietet die Bundesregierung an, die Zusammenarbeit der regionalen Galileo-Initiativen und Netzwerke in Deutschland zu moderieren.

Minister Rhiel: Umfangreiche Galileo-Marktpotentiale mit anderen deutschen Bundesländern sinnvoll nutzen

Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel kündigte heute in Darmstadt an, dass sich Hessen beim Thema Galileo-Anwendungen an einer Kooperation der Länder Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligen werde. Dieses Netzwerk war Ende Februar auf dem Münchner Satelliten-Navigations-Kongress angekündigt und bewusst für weitere Bundesländer offen gehalten worden. Dr. Rhiel sagte: "Hessen wird sich mit seinen starken Anwendungskompetenzen im Bereich IT, Verkehr und Logistik einbringen. Die Aktivitäten der Länder bei Galileo müssen vernetzt werden, um für Deutschland insgesamt eine möglichst effektive Nutzung der Marktpotenziale zu erzielen."

Die Hessische Landesregierung habe ein "überragendes Interesse" am Erfolg von Galileo. Galileo sei das "Synonym für die immensen Chancen", die Deutschland - wie auch Hessen - als Hochtechnologie-Standort hat: "Von den erwarteten 100.000 Arbeitsplätzen in Europa, die durch Galileo-Anwendungen entstehen sollen, wollen wir möglichst viele Arbeitsplätze nach Hessen holen. Ich meine, die Chancen sind sehr gut, dass Hessen von Galileo mit mehr als 1.000 neuen Arbeitsplätzen profitieren wird", sagte Dr. Rhiel.

Der Minister teilte mit, dass für das vom Land Hessen und ESOC geplante ’Galileo-Zentrum Hessen’ als weitere Gesellschafter die Stadt Darmstadt sowie die Technische Universität Darmstadt gewonnen werden konnten. In dem Zentrum sollen Dienstleistungen für Gründer und bestehende Unternehmen angeboten werden, die Galileo-Anwendungen entwickeln und vermarkten wollen. Dr. Rhiel: "Wir wollen den Unternehmen für alle technischen und organisatorischen Fragen im Zusammenhang mit Galileo zur Verfügung stehen. Und wir wollen über Galileo informieren, um die Sensibilität für die wirtschaftlichen Chancen zu erhöhen." Die Vorbereitungen seien sehr gut angelaufen, so dass das Galileo Zentrum in den nächsten Monaten seine Arbeit aufnehmen könne.

ESA unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Industrie

Gaele Winters, ESA Direktor für Operationen und Leiter des Kontrollzentrums ESA/ESOC, unterstreicht in diesem Zusammenhang: "Eine ureigene Aufgabe der ESA ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der europäischen Industrie auf den internationalen Märkten sicherzustellen. Bei Galileo geht es in den nächsten Jahrzehnten um den Gewinn von zehntausenden von High-Tech-Arbeitsplätzen, auch in Deutschland. Wir freuen uns sehr, dass unsere Gastregion Hessen beschlossen hat, in Abstimmung mit anderen Bundesländern und der Bundesregierung, Ihre Kooperationen für Galileo-Anwendungen auszubauen."

Gaele Winters erklärte weiterhin: "Mit unserem Galileo-Gründerzentrum in Darmstadt ab Sommer 2006 wollen wir ohnehin die jungen klugen Köpfe und die existierenden Unternehmen der Großregion im Zukunftsbereich Navigation stimulieren, damit sie sich auch im globalen Umfeld erfolgreich behaupten können. Die beiden Ansätze ergänzen sich daher ideal!"

Richard Schild | BMVBS
Weitere Informationen:
http://www.bmvbs.de
http://www.esa.de/galileoinfo
http://www.esa.int/esoc

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