Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wer ist am innovativsten?

25.10.2005


Zwei Helmholtz-Vertreter für die internationalen Innovationspreise "World Technology Network Awards" nominiert

... mehr zu:
»Luft- und Raumfahrt »WTN

Wer sind die innovativsten Menschen weltweit? Die Antwort auf diese Frage gibt das World Technology Network (WTN). Es hat zu diesem Zweck 100 Menschen in insgesamt 20 wissens- und technologienahen Gebieten identifiziert, darunter zwei Vertreter der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Auf dem Gebiet Weltraum nominierten die WTN-Mitglieder Prof. Dr. Walter Kröll, bis vor kurzem noch Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, in der Kategorie Gesundheit und Medizin setzten sie Prof. Dr. Andreas Lendlein auf ihre Liste; er ist Leiter des Instituts für Polymerforschung im Helmholtz-Forschungszentrum GKSS. Aus jeder der 20 Kategorien wird eine Kandidatin oder ein Kandidat am 15. November in San Francisco mit dem World Technology Network Award geehrt.

"Für den World Technology Award nominiert zu werden, ist eine internationale Auszeichnung. Wir freuen uns sehr, dass gleich zwei Vertreter aus der Helmholtz-Gemeinschaft in diesem Jahr zu den Finalisten gehören", so Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Ausgezeichnet werden Wissenschaftler und Forschungsmanager, deren Arbeit nachhaltigen Fortschritt in unserer Gesellschaft bewirkt. Das ist ganz im Sinne der Helmholtz-Mission, die uns aufträgt, zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft beizutragen."


Prof. Dr. Walter Kröll ist für die Auszeichnung auf Grund seiner Managementleistungen für deutsche, europäische und internationale Weltraumprogramme nominiert. Der Physiker war ab 1987 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Von 2001 bis 2005 brachte er als Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft die grundlegende Reform der Gemeinschaft entscheidend voran. Heute ist die gesamte Helmholtz-Forschung strategisch neu ausgerichtet; über die Förderung der wissenschaftlichen Programme wird im Wettbewerb entschieden. Prof. Dr. Andreas Lendlein ist gemeinsam mit einem Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) nominiert. Damit werden seine bahnbrechenden Arbeiten zu im Körper abbaubaren Biomaterialen mit "Formgedächtnis" gewürdigt. Lendlein leitet das Institut für Polymerforschung am Standort Teltow des Helmholtz-Zentrums GKSS. Er promovierte als Chemiker 1996 an der ETH Zürich und habilitierte sich 2002 an der RWTH Aachen. Von 1997 bis 1998 war er Gastwissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA.

Das WTN ist ein globales Netzwerk, dessen Mitglieder in Wirtschaft und Wissenschaft außergewöhnliche Technologien bis zur Marktreife bringen. Die im Netzwerk vereinten Disziplinen reichen von Biotechnologie über Energie bis zu Medien/Journalismus und Weltraumtechnik. Die jetzt für den Innovationspreis vorgeschlagenen besten fünf einer Disziplin wurden von den rund 800 Mitgliedern des Netzwerkes aus über 60 Ländern nominiert. Auf dem jährlichen WTN-Gipfeltreffen werden seit dem Jahr 2000 die Sieger ausgezeichnet. Alle Nominierten werden zudem automatisch Mitglieder des WTN und nehmen am Auswahlprozess des Folgejahres teil.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Systemen hoher Komplexität.

| Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: Luft- und Raumfahrt WTN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Klimawandel schwächt tropische Windsysteme

20.10.2017 | Geowissenschaften

Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

20.10.2017 | Physik Astronomie