Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

StartUp-Initiative vergibt Deutschen Gründerpreis

23.06.2004


Unternehmer Reinhold Würth für sein Lebenswerk ausgezeichnet - Biotechnologie-Unternehmen Antisense Pharma GmbH aus Regensburg erhält Preis für revolutionäre Therapie gegen Krebs in der Kategorie Visionär

Der Unternehmer Reinhold Würth ist in Berlin mit dem Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. StartUp, die bundesweit größte Initiative zur Förderung des Unternehmertums in Deutschland, würdigt den baden-württembergischen "Schraubenkönig" mit diesem Preis für den Aufbau seines Unternehmens, das mittlerweile in mehr als 80 Ländern präsent ist. Der Deutsche Gründerpreis für herausragende Leistungen beim Aufbau neuer Unternehmen in Deutschland wurde auch an junge Unternehmen in den Kategorien Visionär, Aufsteiger und Konzept vergeben. In der Kategorie Visionär siegte die Antisense Pharma GmbH aus Regensburg, die neue Wirkstoffe zur Behandlung bisher nicht therapierbarer Krebsarten entwickelt hat. In der Kategorie Aufsteiger ging der Preis an die Funke & Will AG aus Großenhain (Sachsen) für ihre Technologie zur preisgünstigen Herstellung von Autos in Kleinserien. Den Preis in der Kategorie Konzept erhielt die promeos GmbH aus Erlangen für eine Technologieentwicklung zur Erhöhung des Wirkungsgrades von Heizungsanlagen.

Mit dem Deutschen Gründerpreis ehren die StartUp-Partner stern, die Sparkassen, McKinsey & Company und das ZDF einmal im Jahr Unternehmen in den unterschiedlichen Phasen ihres erfolgreichen Bestehens - vom Konzept bis zum Lebenswerk.

Den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk erhielt Prof. Dr. h. c. Reinhold Würth, 69 Jahre, für sein vorbildliches unternehmerisches und soziales Engagement.

Aus einem regional tätigen Schraubenhandel hat Reinhold Würth im Laufe eines halben Jahrhunderts ein global aufgestelltes, wettbewerbsfähiges Handelshaus von Weltrang aufgebaut und vorbildlich geführt. Zugleich sind Würths gesellschaftliches Engagement und sein Mäzenatentum in vielen Bereichen des kulturellen Lebens beispielhaft für verantwortungsvolles Unternehmertum.

Im Alter von 19 Jahren übernahm Reinhold Würth die Geschäftsleitung des Schraubenhandels seines Vaters und erwirtschaftete schon in seinem ersten Jahr ein Umsatzplus von 20 Prozent. Heute gilt Reinhold Würth als "Schraubenkönig" der Welt, sein Unternehmen ist eines der größten Handelshäuser mit mehr als 56.000 Produkten aus dem Befestigungs- und Montagebereich. Die Würth-Gruppe erzielte im Jahr 2003 einen Umsatz von 5,45 Milliarden Euro und das beste Betriebsergebnis der Firmengeschichte. Würth beschäftigt mehr als 45.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist mittlerweile mit mehr als 300 Einzelgesellschaften in 80 Ländern präsent und - mit 2,5 Millionen Kunden - weltweit Branchenführer. Darüber hinaus hat der Unternehmer zahlreiche Preise gestiftet, u. a. den Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (Musik) und den Würth-Literaturpreis.

Mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Visionär wurden die Brüder Karl-Hermann Schlingensiepen und Reimar Schlingensiepen für ihre neue Therapie zur Bekämpfung bisher unheilbarer Krebsarten ausgezeichnet. In dieser Kategorie wurden unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen gesucht - die Bekämpfung von Krebserkrankungen gehört dazu.

Das Unternehmen konzentriert sich auf besonders bösartige Krebsformen, die bislang selbst mit Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie kaum heilbar sind. Es hat einen revolutionären Ansatz entwickelt, bei dem sogenannte Antisense-Wirkstoffe direkt in die wichtigsten Mechanismen des Tumorwachstums eingreifen. Die Therapie greift den Schutzwall der Tumorzellen an, mit dem sie sich vor den Immunzellen schützen. Damit verliert er seine Unverletzlichkeit und verkümmert. Das Unternehmen steht kurz davor, das Medikament auf den Markt zu bringen.

Den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger erhielt die Funke & Will AG aus Großenhain (Sachsen) für das schnelle und stetige Wachstum ihres Unternehmens.

Startschuss war die Vorstellung eines Prototypen 1999 auf der IAA in Frankfurt/Main. Das Auto - ein spartanisch ausgestatteter Rennwagen und das schnellste Cabrio der Welt - sollte zunächst nur Blickfang für die großen Hersteller der Automobilbranche sein. Heute fertigt das sächsische Unternehmen als Spezialist für automobile Kleinserienproduktion neben einem eigenen Sportwagen Fahrzeuge für fremde Firmen, wie beispielsweise Laraki. Durch diese Nutzung des Fertigungs-Know-Hows lassen sich für Fremdfirmen enorme Entwicklungs- und Produktionskosten sparen. Damit konnte sich das Unternehmen in einem Markt, der eigentlich als gesättigt galt, etablieren.

In der Kategorie Konzept wurde die promeos GmbH aus Erlangen für ihre innovative, verbrauchernahe Geschäftsidee und den überzeugenden Businessplan ausgezeichnet.

Das Erlangener Start-up-Unternehmen will die Verbrennungstechnik in Deutschland revolutionieren: es entwickelt so genannte Porenbrenner, die herkömmliche Feuerungsanlagen auf Öl- oder Gasbasis ersetzen sollen.

Dieser neu entwickelte Porenreaktor ist leistungsstärker als herkömmliche Brennersysteme, verbrennt homogener, erlaubt eine kompaktere Bauweise und arbeitet schadstoffarm. Die Preisträger in den Kategorien Konzept, Aufsteiger und Visionär erhalten ein individuelles auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmtes Coaching durch McKinsey & Company.

Der Deutsche Gründerpreis ist ein Projekt der StartUp-Initiative der Partner stern, Sparkassen, McKinsey und ZDF. Sie wird gefördert von Harry Roels - RWE, Dr. Bernd Kundrun - Gruner+Jahr und Dr. Hartmut Mehdorn - Die Bahn.

Nadine Helterhoff | StartUp
Weitere Informationen:
http://www.startup-initiative.de

Weitere Berichte zu: Gründerpreis Lebenswerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie