Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fast 380.000 Euro Unterstützung für aktiven ehrenamtlichen Naturschutz

17.03.2004


Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) verlängert den Naturschutzwettbewerb MUNA um weitere zwei Jahre

17 Preisträger haben ihn bereits erhalten. Jetzt können auch weitere Aspiranten auf die imageträchtige Auszeichnung hoffen. Das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) verlängerte den Naturschutzwettbewerb MUNA (Mensch und Natur) um weitere zwei Jahre. "Rund 380.000 Euro stellt die DBU erneut für Wettbewerb, Preisgelder und die weitere Förderung von Multiplikatorprojekten zur Verfügung", sagte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Stiftung. Die sehr positiven Erfahrungen mit dem Wettbewerb bisher hätten das Kuratorium überzeugt, hier für eine gute Sache auch weiterhin Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Über 120 Bewerber waren im Vorjahr dem Aufruf der Redaktion von "ZDF.umwelt", der Firma Werner & Mertz ("Frosch") aus Mainz und der DBU gefolgt, die bei der Ausschreibung der MUNA kooperieren.

Ein Preis wie die MUNA sei wichtig, um die Menschen, die sich ehrenamtlich um den Naturschutz bemühten, in ihrem Werk zu bestärken und Nachahmer zu motivieren. Denn ohne ehrenamtliches Engagement sei Naturschutz in Deutschland nicht denkbar. Preiswürdig seien daher auch ausschließlich Aktivitäten von Privatpersonen oder privaten Vereinigungen, so Brickwedde.

Die hochkarätige Besetzung der Jury der MUNA beweise die Anerkennung des Preises auch in Fachkreisen: Neben Volker Angres vom ZDF, Dr. Bernhard Bauske vom World Wide Fund For Nature (WWF) und Dr. Norbert Frank vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) gehören ihr Claus-Peter Hutter, Umweltstiftung Euronatur, Stefan Klomann, Werner & Merz, Dr. Sigurd Lehmann-Tolkmitt, ehemaliger Kurator der DBU, Bernd Pieper, Naturschutzbund (NABU), und DBU-Generalsekretär Brickwedde an.

Das Preisgeld für die fünf Preisträger von insgesamt 25.000 Euro stellt in jedem Jahr die DBU bereit. Zusätzlich stiftet die Firma Werner & Mertz den "Frosch"-Zuschauerpreis" in Höhe von 5.000 Euro, der im Verlauf der Sendung zur Preisverleihung per TED durch die Zuschauer von ZDF.umwelt vergeben wird. Das Preisgeld muss zweckgebunden im Rahmen des Naturschutzes bzw. der Umweltkommunikation eingesetzt werden.

Im Anschluss an die Preisverleihung beginnt wiederum die Multiplikationsförderung. Damit unterstützt die DBU Folgeinitiativen, um die Ideen der Preisträger verbreiten zu können. Zu diesem Zweck stellt sie weitere 100.000 Euro jährlich zur Verfügung. "Es soll ein Schneeballeffekt in Gang gesetzt werden, der dem Naturschutz bzw. dem Naturschutzengagement in Deutschland neuen Schub geben soll", beschreibt Brickwedde die Idee dieses Fördermediums der Stiftung. In den vergangenen Jahren wurden bundesweit bereits 102 Projekte im Rahmen dieser Multiplikationsförderung unterstützt.

Für die ehrenamtlichen Helfer spiele eben neben der attraktiven Gewinnsumme für die projektgebundene Verwendung vor allem die Finanzierung von Nachfolgeprojekten eine große Rolle. Gerade für den Naturschutz seien kleine, regionale Aktivitäten von unschätzbarem Wert und damit eine wichtige Ergänzung der Förderung von eher großräumig angelegten Naturschutzprojekten. Doch auch die breitenwirksame Veröffentlichung sei von großer Bedeutung. "Hier erreichen wir Menschen, die sich in ihrem Alltag sonst vielleicht nicht für den Naturschutz interessieren und haben die Möglichkeit, ihnen die Bedeutung dieser Arbeit zu verdeutlichen", erläuterte Brickwedde.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Kuratorium MUNA Naturschutz Naturschutzwettbewerb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics