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Berlin Lecture und Verleihung der Max-Delbrück-Medaille

25.11.2003

Am Donnerstag, den 11. Dezember 2003, wird die Max-Delbrück-Medaille der Schering Forschungsgesellschaft verliehen an: Professor Ronald D. G. McKay, National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS), Bethesda, USA (US-Institut für Hirnerkrankungen und Schlaganfall)

Aus diesem Anlass wird Prof. McKay einen Vortrag, die Berlin Lecture, halten über "Stem Cells in Science and Medicine" (Stammzellen in Forschung und Medizin) Ort der Veranstaltung: Großer Hörsaal, Neubau der Charité (Hochhaus) Luisenstr./Philippstr., 10117 Berlin 17.00 - 18.00 Uhr

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»Nervensystem »Stammzelle

Professor McKay`s Forschungsinteresse gilt der Identifizierung von Stammzellen im Gehirn von Säugetieren. Seine Forschungsgruppe hat Stammzellen nachgewiesen, aus denen sich Zellen des zentralen und peripheren Nervensystems bilden können. Diese Stammzellen, sind nach seiner Auffassung ein "ideales System", die Signalwege zu erforschen, die aus einer Stammzelle eine bestimmte Körperzelle werden lassen. So konnte seine Forschungsgruppe aufzeigen, wie sich aus Stammzellen aktive Nervenzellen (Neuronen) entwickeln können. Weiter konnte sie demonstrieren, dass embryonale Stammzellen der Maus so gesteuert werden können, dass sie sich entweder zu Neuronen oder Gliazellen - der zweiten Gruppe von Zellen des Nervensystems - entwickeln. Prof. McKay ist davon überzeugt, dass die Stammzelltechnologie in Zukunft für die Behandlung degenerativer Erkrankungen des Gehirns, wie Parkinson, Alzheimer oder auch entzündlicher Erkrankungen wie Multipler Sklerose, von Bedeutung sein wird.

Dr. McKay promovierte 1974 an der Universität von Edinburgh/Großbritannien und ging danach als Postdoktorand an die Universität Oxford. 1978 wurde er Forschungsgruppenleiter am Cold Spring Harbor Laboratory (USA), 1984 erhielt er eine Professur am Massachussetts Institute of Technology (MIT) im amerikanischen Cambridge. Seit 1993 leitet er das "Laboratory of Molecular Biology" am National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS) in Bethesda, USA. Dieses Labor erforscht die Differenzierung von Stammzellen, also die Entwicklung zu speziellen Körperzellen. Die Max-Delbrück-Medaille wird seit 1992 jährlich an einen herausragenden Wissenschaftler im Rahmen der "Berlin Lectures on Molecular Medicine" überreicht, die das MDC gemeinsam mit anderen Berliner Forschungseinrichtungen und der Schering Forschungsgesellschaft veranstaltet.

Der erste Berlin-Lecturer war Prof. Günter Blobel von der Rockefeller Universität New York, Medizinnobelpreisträger von 1999. Es folgten der Genetiker und Medizinnobelpreisträger Prof. Sydney Brenner (Universität Cambridge/Großbritannien), der Neurobiologe Jean-Pierre Changeux (Pasteur-Institut, Paris/Frankreich), der Krebsforscher Prof. Robert A. Weinberg (Whitehead Institute des Massachusetts Institute of Technology, MIT, Cambridge/USA), der Prionenforscher Prof. Charles Weissmann (Universität Zürich/Schweiz), der Genforscher Prof. Svante Pääbo (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig), der amerikanische Chemienobelpreisträger von 1980 Paul Berg (Stanford Universität/Kalifornien) und die amerikanische Biochemikerin Prof. Joan Argetsinger Steitz (Yale Universität, New Haven /Connecticut,USA). Im Jahr 2001 hatte Prof. Eric Lander (Whitehead Institute des MIT) die Max-Delbrück-Medaille erhalten und im vergangenen Jahr, Prof. Roger Y. Tsien vom Howard Hughes Medical Institute (HHMI) und von der University of California San Diego, La Jolla, USA.

Barbara Bachtler | idw
Weitere Informationen:
http://www.mdc-berlin.de

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