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Diesseits von Afrika

27.06.2003


Wissen für morgen - VolkswagenStiftung richtet neue Förderinitiative zum sub-saharischen Afrika ein.

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Die VolkswagenStiftung richtet eine neue auslandsorientierte Förderinitiative ein. Zielregion ist das Afrika südlich der Sahara. Mit der Initiative "Wissen für morgen - Kooperative Forschungsvorhaben im sub-saharischen Afrika" will die Stiftung einen Beitrag leisten zum Aufbau und zur nachhaltigen Stärkung der Wissenschaft in dieser Region. Die Forschungsvorhaben sollen von afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit deutschen Partnerinnen und Partnern entwickelt und durchgeführt werden. "Die Stiftung will vor allem die immer noch verbreitete ’Forschung über’ ablösen durch eine ’Forschung mit’, also den Weg bereiten für eine partnerschaftlich durchgeführte afrikanisch-deutsche Forschung zu gemeinsamen wissenschaftlichen Themen und Fragestellungen", sagt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Eines der wichtigsten Anliegen der Stiftung mit Blick auf ein erfolgreiches "capacity building" ist, dass hierbei der wissenschaftliche Nachwuchs in Afrika Möglichkeiten zur Höherqualifizierung erhält. Zugleich zielt das Stiftungsengagement auf die Entwicklung, Stärkung und Erweiterung innerafrikanischer wissenschaftlicher Netzwerke.


Gefördert werden insbesondere Vorhaben

  • die die internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunftschancen der afrikanischen Wissenschaft selbst nachhaltig verbessern helfen,
  • die sich Fragen und Problemstellungen zuwenden, die für die künftige Entwicklung der afrikanischen Gesellschaft(en) zentrale Bedeutung haben,
  • die die vor Ort - insbesondere durch das natürliche und kulturelle Erbe - gegebenen Ressourcen und Vorteile sinnvoll nutzen.

Nicht gefördert werden Projekte der Entwicklungshilfe und solche, die andere staatliche und nicht-staatliche Geldgeber bereits ausreichend unterstützen.

Priorität erhalten Vorhaben mit fächerübergreifendem und -integrierendem Zuschnitt. Die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit zu einem bestimmten Forschungsthema soll zunächst jeweils über Workshops mit Experten beider Kontinente angebahnt und vorbereitet werden. Ziel dieser Treffen ist es, den Forschungsstand zu diskutieren, Fragestellungen aufzuzeigen und Möglichkeiten zu kooperativer Zusammenarbeit - auch mit anderen Forschern und wissenschaftlichen Institutionen innerhalb des sub-saharischen Afrika - auszuloten. Am Ende solch eines Workshops sollte dann erkennbar sein, welche Themen beziehungsweise Forschungsfragen konkret in ein Projekt münden könnten.

Interessenten mit Themenvorschlägen für solche Workshops wird empfohlen, sich zunächst mit den zuständigen Mitarbeitern der VolkswagenStiftung in Verbindung zu setzen, da mit ihrer Hilfe die Veranstaltungen - gedacht ist an etwa vier bis fünf in den kommenden neun Monaten - vorbereitet werden.

Grundsätzlich ist das Förderkonzept offen für alle Wissenschaftsgebiete. Im Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ist beispielsweise an folgende Themenfelder zu denken:

  • nachhaltige Ressourcennutzung zwischen lokaler Produktion und globaler Wirtschaftsentwicklung,
  • Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Steuerung,
  • Identitätsfindungsprozesse und Demokratisierung,
  • Zukunftsperspektiven sozialer und kultureller Traditionen.

In den Natur- und Ingenieurwissenschaften sollen zwei unterschiedliche thematische Kategorien gefördert werden:

  • Forschungsprojekte zu hochaktuellen, zukunftsweisenden und international wettbewerbsfähigen Themen - auch unabhängig von inhaltlichen Afrika-Bezügen. Sie sollen einen substanziellen Beitrag leisten zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Kompetenz und Kapazität der afrikanischen Wissenschaft. Beispielhaft ist hier zu denken an Themen aus dem Bereich der Supramolekularen Chemie oder der Nanowissenschaften;
  • Themen von besonderer Relevanz für Afrika, die für die gemeinsame Forschung von Afrikanern und Deutschen erschlossen werden sollen. Gedacht ist dabei an Fragestellungen
  • vor dem Hintergrund wichtiger lokaler Probleme: etwa mit Blick auf -Probleme der Ernährungssicherung, in der Landwirtschaft, des -Ressourcenmanagements sowie in der Medizin - oder
  • im Hinblick auf die einzigartigen natürlichen Gegebenheiten des Kontinents (Stichworte: Biodiversität oder geologische Formationen).

Achtung: Ein Merkblatt für Antragsteller zur Afrika-Förderinitiative liegt etwa Ende Juli 2003 vor und ist dann über www.volkswagenstiftung.de im Menü Förderung/Förderinitiativen abrufbar.

Kontakte:

Förderinitiative VolkswagenStiftung
Dr. Antje Gunsenheimer
Telefon: 0511 - 8381-276
E-Mail: gunsenheimer@volkswagenstiftung.de


Dr. Christian Jung | idw

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