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Sir-Hans-Krebs-Preis für Forscher aus München

11.12.2002


Einladung zur Festveranstaltung am 13. Dezember 2002 in der MHH



Am kommenden Freitag wird in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zum neunten Mal der Sir-Hans-Krebs-Preis zur Förderung der medizinischen Grundlagenforschung verliehen. Den mit 10.226 Euro dotierten Preis hat die Hannoversche Lebensversicherung a. G. gestiftet. In diesem Jahr erhält Privatdozent Dr. Dirk Busch vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Technischen Universität München die Auszeichnung. Ihm ist es gelungen, die so genannte MHC-Multimer-Methode derart zu verbessern, dass bestimmte Immunzellen, die T-Zellen, markiert und isoliert werden können, ohne sie dabei zu zerstören. Diese Technik eröffnet der Immundiagnostik und Immuntherapie neue Möglichkeiten. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin Nature Medicine (2002; 8: 631-637) veröffentlicht.

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Die Festveranstaltung beginnt am Freitag, 13. Dezember 2002, um 15 Uhr im Hörsaal R, Gebäude I 6 auf dem MHH-Gelände, Carl-Neuberg-Straße 1, Hannover.

ACHTUNG: Vorgeschaltet ist ein FOTOTERMIN mit dem Preisträger um 14.45 Uhr.

Zum Sir-Hans-Krebs-Preis 2002:

Privatdozent Dr. med. Dirk Busch wurde am 11. Juni 1966 in Siegen geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten Mainz und Freiburg. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt: Untersuchung von T-Zellen des Immunsystems. Seit 1999 macht er eine Facharztausbildung für Mikrobiologie und Immunologie.

"Reversible MHC-Multimer-Färbung für die Isolierung antigenspezifischer T-Zellen"

T-Zellen spielen eine zentrale Rolle im menschlichen Immunsystem. Mit ihrer Hilfe erkennt der Körper Infektionserreger wie Viren, Bakterien oder Tumorzellen. Um neue immundiagnostische und immuntherapeutische Anwendungen zu entwickeln, müssen Forscherinnen und Forscher zunächst die Zellen herausfiltern, sie isolieren. Allerdings war bislang eine genaue Untersuchung von direkt aus dem Körper gewonnenen antigen-spezifischen T-Zellen nur mit indirekten Methoden möglich. Erst durch die Entwicklung der so genannten MHC-Multimer-Färbung ist es kürzlich gelungen, antigen-spezifische T-Zellen direkt zu markieren. Allerdings scheiterten Versuche, diese Technik für die Aufreinigung und Funktionsanalyse der "kleinen Helfer" des Immunsystems einzusetzen: Unter physiologischen Bedingungen - bei 37 Grad Celsius Körpertemperatur - werden die T-Zellen durch die Markierung mit MHC-Multimeren so stark stimuliert, dass sie sich verändern und häufig sogar ganz absterben.

Es gelang dem Forscherteam um Dr. Dirk Busch, die MHC-Multimer-Methode so weiter zu entwickeln, dass die Zellmarkierung und Aufreinigung auch bei niedriger Temperatur möglich ist und nachfolgend der Marker wieder abgelöst werden kann. Hierdurch bleibt die schädigende Wirkung auf die gereinigten T-Zellen aus. Die Wissenschaftler konnten sogar die so behandelten T-Zellen in einen anderen Organismus übertragen und ihre Funktion dabei aufrechterhalten. Damit verspricht die Technik neue Möglichkeiten für die funktionelle Isolierung antigen-spezifischer Zellpopulationen, die zum Beispiel für die klinische Anwendung im Bereich der Immundiagnostik und Immuntherapie dringend benötigt wird.

Dr. Arnd Schweitzer | idw

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