Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäischer Forschungsrat vergibt "Starting-Grant" an Zoologen der Universität Basel

06.08.2008
Prof. Walter Salzburger vom Zoologischen Institut der Universität Basel erhält für seine Forschung im Bereich der Evolutionsbiologie vom Europäischen Forschungsrat 1,2 Millionen Franken zugesprochen.

Sein als exzellent bewertetes Projekt beschäftigt sich mit den genetischen Mechanismen, die zu Anpassung, Artaufspaltung und evolutionärer Neuerung von Lebewesen führen.

Mehr als 9000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa haben sich um die sogenannten "Starting Grants" des Europäischen Forschungsrats (ERC) beworben. Nur ca. drei Prozent der eingegebenen Projekte haben das kompetitive Verfahren überstanden und kommen nun in den Genuss dieser einmaligen Förderung. Die Jungforscher-Preise des Europäischen Forschungsrats dienen der Förderung der wissenschaftlichen Exzellenz. Sie bieten begabten jungen Forscherinnen und Forscher früh in ihrer Karriere die Möglichkeit, mit einem eigenen Team innovative Projekte zu verwirklichen.

Der 33-jährige Walter Salzburger ist seit August 2007 Assistenzprofessor mit Tenure Track am Zoologischen Institut der Universität Basel. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie es zur Entstehung von biologischer Vielfalt kommt. Das wichtigste Modell-System für Salzburger und seine Forschungsgruppe sind die Buntbarsche in den Großen Seen in Ost-Afrika. Die jeweils viele hunderte von eigenständigen Arten umfassenden Buntbarsch-Faunen der Seen Tanganyika, Malawi und Victoria eignen sich hervorragend, um denjenigen Merkmalen auf die Spur zu kommen, die den Buntbarschen eine schnelle Anpassung an ihre Umgebung ermöglichen. Der ERC-Jungforscher-Preis erlaubt es Salzburger, die modernsten Methoden aus dem Bereich der Genetik und Genomik einzusetzen, um die Gene zu identifizieren, die für schnelle Anpassung und für das schnelle Entstehen von neuen Arten verantwortlich zeichnen.

... mehr zu:
»Evolutionsbiologie

Walter Salzburger studierte an der Universität Innsbruck Zoologie und promovierte dort im Jahre 2001. Nach einem mehrjährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Konstanz in Deutschland wechselte er 2006 als Nachwuchsgruppenleiter an die Universität Lausanne. Seit einem Jahr lehrt und forscht er in Basel. Nach Prof. Dominik Zumbühl vom Departement Physik/Swiss Nanoscience Institute und Dr. Dirk Schübeler vom Friedrich-Miescher-Institute ist Walter Salzburger der dritte Basler "Starting-Grant"-Preisträger.

Weitere Auskünfte:
Dr. Walter Salzburger, Universität Basel, Zoologisches Institut, Evolutionsbiologie, Vesalgasse 1, 4051 Basel, Tel: 061 267 03 03,

E-Mail: Walter.Salzburger@unibas.ch

Hans Syfrig | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch

Weitere Berichte zu: Evolutionsbiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften