Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klinikum Bremerhaven Reinkenheide mit BUND-Gütesiegel ausgezeichnet

15.07.2008
Das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide erhielt am 26. Juni 2008 das Umweltsiegel „Energie sparendes Krankenhaus“, das vom Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) verliehen wird.

Entscheidende Faktoren für die Vergabe des zeitlich befristeten Zertifikats ist die Senkung des Kohlendioxidausstoßes um 2.600 Tonnen und die damit verbundene Reduzierung des Energieverbrauchs um 25 Prozent. Die enorme Einsparung kommt nicht von ungefähr: Das Klinikum Bremerhaven gilt in Deutschland als eines der größten Energiespar-Contracting-Projekte im Krankenhausbereich. Vertragspartner ist Siemens.

Die überproportional ansteigenden Energiekosten sind immer häufiger mitentscheidend für den Fortbestand eines Krankenhauses. Das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide hat frühzeitig auf die sich abzeichnende Kostenlawine reagiert und zusammen mit der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens gGmbH und der Berliner Energieagentur GmbH eine umfassende Strategie zur nachhaltigen Einsparung von Energie und CO2, zur Senkung der Betriebskosten und zur Verbesserung der Versorgungssicherheit entwickelt.

Um den Energiespar-Contracting-Auftrag hatten sich ursprünglich13 Firmen beworben. Den Zuschlag erhielt Siemens Building Technologies für das bessere Konzept, das Unternehmen konnte eine höhere Einspargarantie anbieten und ging zudem viel detaillierter auf die spezifischen Belange des Klinikbetreibers ein. Siemens investierte rund 6,2 Millionen Euro in die energetische Modernisierung der gebäudetechnischen Anlagen und garantiert eine Mindestenergieeinsparung von 25 Prozent über eine Vertragslaufzeit von zwölf Jahren. Insgesamt wurden im Klinikum Bremerhaven im Rahmen des Energiespar-Contracting-Projektes 120 Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dank der hohen Energieeinsparungen konnten auch andere Maßnahmen mitfinanziert werden, wie beispielsweise die komplette Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung.

Das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ wird nur dann verliehen, wenn das Krankenhaus mindestens zwei von vier BUND-Vergabekriterien erfüllt. Dazu zählen die Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 25 Prozent durch Energiesparmaßnahmen, die kontinuierliche Verringerung des Energieverbrauchs unter die Mittelwerte der VDI-Richtlinie 3807 „Energie- und Wasserverbrauchskennwerte für Gebäude“ in der entsprechenden Krankenhauskategorie, die langfristige Einhaltung dieser Werte sowie der Nachweis über die Durchführung eines Energiemanagements.

Für das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide hat sich der Energiespar-Contracting-Vertrag gleich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Durch die Finanzierung der Anlagenmodernisierung aus den Energiekosteneinsparungen wurden nicht nur die Sicherheit und Verfügbarkeit der gebäudetechnischen Anlagen enorm verbessert, sondern auch der Kliniketat entlastet – zugunsten von Anschaffungen im medizinischen Bereich. Damit erfüllt das Klinikum alle vier BUND-Bewertungskriterien.

Das Klinikum Bremerhaven ist bundesweit das 24. Krankenhaus, das vom BUND mit dem Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ ausgezeichnet wurde. In Deutschland gibt es rund 2.100 Krankenhäuser, wovon aber erst fünf Prozent energetisch saniert sind. Etwa 80 Prozent der Krankenhäuser gelten als Altbauten und müssten von Grund auf saniert werden.

Rückfragehinweis:
Klinikum Bremerhaven:
Herr Jürgen Breuer, Tel. +49 471 2992950, Juergen.Breuer@klinikum-bremerhaven.de
Siemens Building Technologies:
Herr Manfred Thieben: Tel. +49 40 2889-2073, manfred.thieben@siemens.com
Informationen zum Gütesiegel: www.energiesparendes-krankenhaus.de
Für Leseranfragen: www.siemens.de/buildingtechnologies-kontakt
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und OSRAM. Mit weltweit rund 209 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Euro (pro forma, unkonsolidiert).

Die Siemens-Division Building Technologies (Zug, Schweiz) verbindet Angebote für energieeffiziente Gebäudeautomation, Brandschutz, elektronische Sicherheit und elektrische Installationstechnik sowohl als Dienstleister und Systemintegrator wie auch als Hersteller entsprechender Produkte. Durch die einzigartige Kombination dieser Aktivitäten nimmt Building Technologies weltweit eine Spitzenposition auf dem Markt für Gebäudeautomation ein. Die Division ist organisatorischer Teil der Siemens Schweiz AG und umfasst überdies die Siemens Building Technologies GmbH & Co. oHG, Erlangen, die Building Technologies Inc., Buffalo Grove, USA, deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie alle wesentlichen Siemens-Aktivitäten auf dem Gebiet der Gebäudetechnik.

Marco Vörös | Prospero GmbH
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/industry
http://www.siemens.de/buildingtechnologies
http://www.energiesparendes-krankenhaus.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops