Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausgezeichnete Gründerideen aus Berlin und Brandenburg

04.07.2008
Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg kürt die Gesamtsieger - diesjähriger Wettbewerb bricht alle Rekorde

Mit der feierlichen Prämierungsgala der Gesamtsieger des diesjährigen Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) biegt Deutschlands größte regionale Gründungsinitiative am Donnerstagabend in Berlin auf die Zielgerade ein. Ausgezeichnet werden die jeweils drei besten Geschäftsideen in den beiden Bewertungskategorien BPWtechnology und BPWservice. Die sechs Gewinnerteams erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 45.000 Euro.

BPW blickt auf Rekordjahr zurück
Die 13. Auflage des Wettbewerbs ist der erfolgreichste BPW aller Zeiten: Insgesamt 702 verschiedene Businesspläne gingen in den drei Stufen im Wettbewerbsbüro ein - über ein Viertel mehr als im Vorjahr. Die sechs Gewinnerteams der dritten und letzten Stufe wurden aus einem Kreis von 315 Geschäftskonzepten ausgewählt, hinter denen 674 Personen stehen. Für die hohe Qualität der Businesspläne und die ausgeprägte Gründungsabsicht der Teilnehmer der dritten Stufe spricht auch, dass sich zwei Drittel von ihnen in allen drei Phasen des Wettbewerbs beteiligten. Gemessen an allen eingereichten Konzepten lag in dieser Stufe der Anteil technologieorientierter Ideen der Kategorie BPWtechnology bei 25%.
BPW Ideenschmiede - der Hochschulwettbewerb
Im BPW-Hochschulwettbewerb um den Titel "Ideenschmiede" konnten sich die Vorjahressieger erneut durchsetzen: In Berlin rangiert die Freie Universität als gründungsaktivste Hochschule vor der Technischen Universität und der Humboldt Universität auf Platz 1. Die Universität Potsdam gewann in Brandenburg vor der FH Eberswalde und der TFH Wildau. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert.

Gewinner der Kategorie BPWtechnology (für technologieorientierte Konzepte)

... mehr zu:
»BPW »Businessplan »UVB

Mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 10.000 Euro zeichnete die Jury das Team von OpenSynergy aus. Das 2007 gegründete Unternehmen entwickelt derzeit eine Softwareplattform, die den Entwicklern elektronischer Anwendungen für Automobile als Grundlage dienen soll - ähnlich dem Betriebssystem eines PC.

Den zweiten Platz und die damit verbundenen 7.500 Euro erhielt das Berliner Entwicklerteam von Humedics. Das innovative Diagnostik-Verfahren von Humedics misst die Enzymleistung der Leber und dadurch direkt die Leberfunktion. Die hohe Genauigkeit der Messwerte trägt dazu bei, die Therapie der Patienten deutlich zu verbessern und durch optimierte Behandlungsabläufe Kosten zu senken.

Mit Eysono gewannen Werner Eymann und Ralf Blohberger den dritten Platz und erhielten 5.000 Euro Preisgeld. Ihre Geschäftsidee ist eine neuartige Lautsprecher-Technologie, die eine extrem flache Bauweise ohne Gehäuse ermöglicht. Gleichzeitig zeichnen sich die Lautsprecher durch hohe Klangpräzision und niedrigen Energieverbrauch aus.

Gewinner der Kategorie BPWservice (für nicht technologieorientierte Konzepte)

Den ersten Platz und 10.000 Euro Preisgeld sicherte sich das Berliner Gründerteam des Restaurants reinstoff. Daniel Achilles, Ivo Ebert und Sabine Demel stehen für einen ambitionierten Küchenstil, der sich durch eine Kombination aus Haute Cuisine und Molekularküche auf hohem Niveau definiert. In edlem Design-Ambiente möchte reinstoff kulinarische Erfahrungen für alle Sinne bieten.

Für die Geschäftsidee Gagamedia wurden das Team um Ilja Aßmus mit dem zweiten Platz und 7.500 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Gagamedia verkauft an ausgesuchten Standorten multimediale Inhalte für Mobiltelefone über Multimedia-Automaten. Die Übertragung von digitaler Musik, Handy-Spielen oder Klingeltönen erfolgt via Bluetooth, die Sofortzahlung ermöglicht Kostentransparenz.

Manuela Boehden, Bertram Dudschus und Oliver Kellermann belegten mit wahllokal den dritten Platz und gewannen 5.000 Euro Preisgeld. Die Gründer planen eine Bio-Gourmet-Kantine in Berlin-Mitte. Das kulinarische Angebot von wahllokal passt sich ebenso wie das Ambiente im Tagesverlauf den Bedürfnissen der Zielgruppen an: morgens Mitnehm-Frühstück, mittags fantasievolle Schnellküche, abends Gourmet-Menüs in Club-Atmosphäre.

Harald Wolf, Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen betont: "Die Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg braucht Menschen, die sich für den wirtschaftlichen Aufschwung engagieren und ihre Sache selbst in die Hand nehmen - auch wenn sie dabei notwendigerweise Risiken eingehen müssen. Dass diese Risiken beherrschbar bleiben, dazu leistet der Businessplan-Wettbewerb einen ungeheuer wichtigen Beitrag, indem er Gründungs-Know-how vermittelt, Motivation und Mut macht, zugleich aber Netzwerkstrukturen für Gründerinnen und Gründer schafft. Wenn es den Businessplan-Wettbewerb noch nicht gäbe, müsste man ihn erfinden."

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns sagte: "Brandenburg ist das Gründerland Nummer eins in Ostdeutschland. Das spricht für ein gutes Gründerklima in der Region - und macht Mut für die weitere Standortentwicklung. Denn die Gründer von heute sind der Wachstumsmotor von morgen. Der Businessplan-Wettbewerb trägt dazu bei, das gute Gründungsklima in der deutschen Hauptstadtregion weiter zu verbessern. Der BPW hat sich als ein wichtiges Instrument bewährt, um Menschen mit Ideen zum Schritt in die Selbstständigkeit zu motivieren. Er hat wesentlichen Anteil daran, dass engagierte Gründer in Brandenburg zu erfolgreichen Unternehmern werden."

Prof. Dr. Dieter Puchta, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank Berlin: "Die Rekordzahlen des Businessplan-Wettbewerbs 2008 zeigen, dass der Gründungseifer in Berlin ungebrochen und unsere Metropole nach wie vor Gründungshauptstadt in Deutschland ist. Besonders erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr die Qualität und die Nachhaltigkeit der eingereichten Businesspläne weiter zugenommen hat. Dies beweist die ausgeprägte Gründungsabsicht, die die einzelnen Teams mit ihren eingereichten Businessplänen verfolgen."

Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) betonte: "Bisher wurden insgesamt 4.354 verschiedene Businesspläne im Rahmen unserer länderübergreifenden Existenzgründer-Initiative erstellt. Daraus haben sich bis heute 1.126 Unternehmen mit insgesamt 5.154 Arbeitsplätzen nachhaltig entwickelt. Der mit rund 58% besonders hohe Anteil der aktuellen Gründungsideen aus dem Hochschulumfeld spricht für die mittlerweile hohe Gründungsbereitschaft im Wissenschaftsbereich. Diese Entwicklung ist erfreulich, denn jede erfolgreiche Existenzgründung bringt unsere Wirtschaftsregion ein Stück voran."

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), Christian Amsinck, sagte: "Berlin ist bei den Unternehmensgründungen zu recht ganz oben mit dabei, denn in Zeiten der Globalisierung ist insbesondere eine exzellente Hochschul- und Forschungslandschaft ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen. Wie die UVB pflegt darum auch der BPW enge Kontakte zur gut ausgebauten Wissenschaftslandschaft unserer Region. Es gilt der Leitsatz: Durch eine hohe Innovationsfähigkeit der Unternehmen steigen auch deren Chancen auf den internationalen Märkten. In diesem Sinne fördern BPW und UVB seit vielen Jahren erfolgreich junge Unternehmen."

Pressekontakt
Matthias Haensch, Pressesprecher
Tel. (0331) 660 15 05
Fax (0331) 660 12 31
presse@ilb.de
Hintergrund BPW
Drei Stufen
Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg ist in drei Wettbewerbsstufen unterteilt. Die Beratungsangebote sind inhaltlich auf die Schwerpunkte der jeweiligen Stufe zugeschnitten. Der Einstieg kann in jeder Stufe bis zum jeweiligen Abgabetermin erfolgen. Von Stufe zu Stufe steigen die Anforderungen an den Inhalt und den Umfang des Businessplans, bis die Teilnehmer am Ende der dritten Stufe ein vollständiges Geschäftskonzept aus ihrer Idee entwickelt haben.
Zwei Bewertungskategorien
Der Wettbewerb richtet sich an alle, die eine gute Idee haben und deren Umsetzung in Berlin oder Brandenburg planen. Er ist in zwei gleichwertige Kategorien unterteilt: die Kategorie BPWtechnology für technologieorientierte und die Kategorie BPWservice für nicht technologieorientierte Produkt- oder Dienstleistungsideen. In jeder Stufe werden in beiden Kategorien die jeweils drei besten Businesspläne prämiert. Im Jahr 2008 vergibt der BPW Preisgelder in Höhe von insgesamt 63.000 Euro.
Eine Initiative
Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB). Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Die Schirmherren des BPW sind Harald Wolf, Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin und Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg.

Matthias Haensch | BPW
Weitere Informationen:
http://www.b-p-w.de

Weitere Berichte zu: BPW Businessplan UVB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise