Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jacobs-Roboter erneut erfolgreich bei internationalem Wettbewerb: 1. Platz bei simulierter Planetenerkundung

26.05.2008
Im Rahmen der der International Conference on Robotics and Automation (ICRA) vom 19.-23.Mai 2008 in Pasadena, USA, errang die Robotics-Gruppe der Jacobs University Bremen mit vier Teilsiegen den ersten Platz in der Disziplin der autonomen Planetenerkundung der Robotics Challenge. Insgesamt nahmen 16 Teams aus neun Nationen an der Robotics Challenge teil.

Die jährliche International Conference on Robotics and Automation (ICRA) des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) gilt als die weltweit bedeutendste Konferenz zum Thema der Robotik. In diesem Jahr wurde im Rahmen der ICRA erstmals ein Wettbewerb ausgetragen, bei dem sich Roboter in verschiedenen Disziplinen miteinander messen: Mensch-Maschine-Interaktion, ferngesteuerte und autonome Erkundung von Planeten.

Das Robotics-Team der Jacobs University unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Birk trat in der schwierigsten Disziplin an, der autonomen Erkundung einer Planetenoberfläche.

Aufgabe der Roboter hierbei war es, in einer dem Mars nachempfundenen Testarena vollständig autonom von einem Raumfahrzeug, dem sogenannten Lander, zu einer externen Messstation auf der Planetenoberfläche zu gelangen. Vier verschiedene Teilaufgaben mussten die Roboter lösen - und dies ohne jegliche externe Hilfestellung ihrer menschlichen "Betreuer": das sichere Verlassen des Landers über eine Rampe, die Navigation und Anfahrt zu der Messstation mit kontinuierlicher sensorischer Erfassung des Geländes für eine erfolgreiche Hindernisvermeidung, die Erstellung einer Karte sowie die sichere Rückkehr in den Lander nach Erreichen der planetaren Messstation.

... mehr zu:
»ICRA »Planetenerkundung »Roboter

Dem Team der Jacobs University gelang es, alle vier Teilaufgaben perfekt zu lösen, wofür es mit jeweils vier ersten Plätzen belohnt wurde. Das gleiche Kunststück gelang nur dem Team des Space Robotics Laboratory der japanischen Tohoku University, das hierfür einen speziellen, für die japanische Weltraumbehörde JAXA entwickelten Space Rover einsetzte. Die Jury vergab daher zwei erste Plätze an die beiden als gleichwertig eingestuften Teams; den zweiten Platz belegte die Kansas State University mit nur zwei gelösten Teilaufgaben.

Der Erfolg des Jacobs-Robotics-Teams belegt eindrucksvoll, dass sich Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus dem Bereich Schutz- und Rettungsrobotik auch auf planetare Weltraumrobotik übertragen lassen. Dies gilt insbesondere für intelligentes Verhalten der Roboter zur autonomen Geländeerkundung. So bewältigten die Jacobs-Roboter die schwierigste Wettbewerbsaufgabe, die Erkennung von befahrbarem Terrain auf der unwegsamem "Marsoberfläche", mit Hilfe eines vom Jacobs-Team selbst entwickelten Algorithmus, der die Umgebungsdaten von 3D-Sensoren auswertet. Arbeiten hierzu stießen insbesondere in dem vom NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) organisierten Konferenz-Workshop "Planetary Rovers" auf großes Interesse.

Kontakt:
Dr. Andreas Birk
Professor of Electrical Engineering & Computer Science
Tel.: 0421 200-3113
E-Mail: a.birk@jacobs-university.de

Dr. Kristin Beck | idw
Weitere Informationen:
http://robotics.jacobs-university.de

Weitere Berichte zu: ICRA Planetenerkundung Roboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie