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Best Paper Award für Fachbeitrag zum Sekundenschlaf

19.05.2008
Die Gesellschaft für Arbeitswissenschaft GFA, Dortmund, hat den Fachbeitrag "Videoanalyse der Schläfrigkeit von Fahrern" mit ihrem "Best Paper Award Wissenschaft" ausgezeichnet. Der Beitrag ist Ergebnis einer Studie, an der Forscher des IAT der Universität Stuttgart wesentlich beteiligt waren.

Die Gesellschaft für Arbeitswissenschaft GFA, Dortmund, hat den Fachbeitrag "Videoanalyse der Schläfrigkeit von Fahrern" (erschienen in der Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 61) mit dem "Best-Paper-Award Wissenschaft" ausgezeichnet. Der erstmals in 2004 verliehene Preis honoriert hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitswissenschaft sowie wissenschaftliches Engagement für die Weiterentwicklung des Fachbereichs.

Der Artikel wurde von Prof. Dr. med. Axel Muttray, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Dr.-Ing. Lorenz Hagenmeyer, Institut für Arbeitswirtschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, Bastian Unold (ASU) und Dr. med. Jean-Baptist du Prel M.P.H. (Zentrum für Kinder und Jugendmedizin und Zentrum für präventive Pädiatrie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie Britta Geißler (ASU) verfasst.

Der Artikel ist Ergebnis einer Studie, die die Forscher im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt haben. Ziel des Projekts war es, die Entstehung von Schläfrigkeit und Sekundenschlaf bei Omnibusfahrern zu untersuchen, um die Anzahl schläfrigkeitsbedingter Unfälle zu reduzieren.

Insbesondere für Fernfahrer oder Reisebusfahrer, die oft unter Zeitdruck lange Strecken am Steuer zurücklegen, ist die Gefahr des Sekundenschlafs allgegenwärtig. Frühere Untersuchungen konnten zwar deutlich machen, dass Schläfrigkeit und Schlafmangel das Unfallrisiko erhöhen - genauere Erkenntnisse über den komplexen Zusammenhang zwischen äußeren Belastungsfaktoren wie z.B. Tageszeit oder Fahrdauer, persönlichen Risikofaktoren wie Alter oder Schlafstörungen sowie der daraus resultierenden Beanspruchung und dem Auftreten von Schläfrigkeit und Sekundenschlaf am Steuer fehlten aber bislang.

Für ihre Untersuchungen haben die Wissenschaftler Reisebusfahrer mit ihren Passagieren auf Fernfahrten Tag und Nacht begleitet. Die Fahrer wurden während der Fahrt durch Fragebögen, Videoaufnahmen und Messungen des Pupillen- und Lidschlagverhaltens beobachtet, um Schläfrigkeit bzw. eventuell auftretenden Sekundenschlaf zu erkennen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Katrin Meinken
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2348, Fax +49 711 970-2299
katrin.meinken@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de
http://www.wach-am-steuer.de
http://www.gfa-online.de/bestpaperawards/bestpaperawards.php

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