Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alfred-Kerr-Preis für beeindruckenden Eigensinn

10.03.2008
Den wichtigsten Preis der Literaturkritik in Deutschland erhält Dr.
Burkhard Müller, seit 15 Jahren Latein-Dozent an der TU Chemnitz, am 13. März 2008 während der Leipziger Buchmesse

Der mit 5.000 Euro dotierte Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an Dr. Burkhard Müller, Sprachdozent an der TU Chemnitz sowie freier Journalist und Publizist. "In seinen kritischen Aufsätzen beeindruckt er durch seinen Eigensinn. Er initiiert Themen, statt sich nach den herrschenden Diskursen zu richten.

In einer luziden Sprache bietet er seine Urteile an, zwingt sie aber niemandem auf", heißt es in der Jury-Begründung. Für den Latein-Dozenten im Zentrum für Fremdsprachen an der TU Chemnitz ist der Alfred-Kerr-Preis die erste große Auszeichnung in seiner beruflichen Laufbahn. "Ich bin sehr glücklich über den Preis und fühle mich bestärkt in meiner Arbeit", so der 48-jährige Publizist. Den Preis erhält Burkhard Müller während der Leipziger Buchmesse am 13. März 2008. Die Laudatio hält der Schriftsteller Georg Klein.

Burkhard Müller, der regelmäßig Literaturkritiken für die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, ist selbst auch als Autor aktiv. 1998 erschien zum Beispiel sein Buch "Verschollene Länder. Eine Weltgeschichte in Briefmarken". 2002 folgte das Buch "Das Glück der Tiere. Einspruch gegen die Evolutionstheorie". "Der König hat geweint. Schiller und das Drama der Weltgeschichte" erschien 2005, ein Jahr später "Die Tränen des Xerxes. Von der Geschichte der Lebendigen und der Toten".

... mehr zu:
»Buchmesse
Auch in der Chemnitzer Kulturszene ist Burkhard Müller bekannt:
Gemeinsam mit seinem Kollegen und Sprachdozenten Dr. Eske Bockelmann initiierte er 1995 eine kostenfreie Lesereihe, in der Werke großer Autoren vorgestellt werden. Damit schaffen es die beiden Philologen immer wieder, Studenten und Bürger für anspruchsvolle Literatur zu begeistern. Die Lesungen wurden auch im Radio übertragen und als CD veröffentlicht. Beide Dozenten pflegen auch den engen Kontakt zu den Städtischen Kunstsammlungen, wo sie oft durch spezielle Führungen und Vorträge ein junges, insbesondere studentisches Publikum in die international bekannte Kulturstätte locken.

Stichwort: Alfred-Kerr-Preis

Mit dem Preis, der an den Theater- und Literaturkritiker Alfred Kerr
(1867-1948) erinnert, zeichnet das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel seit 1977 jährlich literaturkritisches Wirken aus. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Frühere Preisträger sind unter anderem die Journalisten Hubert Winkels, Meike Feßmann und Hubert Spiegel. Der aktuellen Jury gehören an: Maria Gazzetti (Leiterin des Literaturhauses Frankfurt), Peter Härtling (Autor), Rachel Salamander (Literaturwissenschaftlerin und Buchhändlerin), Klaus Reichert (Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung), Klaus Schöffling (Verleger) sowie Torsten Casimir (Chefredakteur des Börsenblatts). Seit 2004 erfolgt die Vergabe des Preises während der Leipziger Buchmesse.

Weitere Informationen erteilt Dr. Burkhard Müller, Telefon 531-31163, E- Mail burkhard.mueller@sprachenzentrum.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder/index.php

Weitere Berichte zu: Buchmesse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie