Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufstieg durch Bildung: BMBF prämiert Projekt der Alanus Hochschule

13.10.2011
Studieren à la carte - Alanus Hochschule erfolgreich beim Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ / Pilotstudiengänge: „Socially Responsible Banking“ und „Betriebliche Berufspädagogik“

Chancengerechtigkeit und Durchlässigkeit des Hochschulsystems sind zentrale Forderungen des viel diskutierten Bologna-Prozesses. Hier setzt ein neues ambitioniertes Projekt der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft an: Die Hochschule in Alfter bei Bonn hatte sich mit ihrem Studica-Konzept an dem Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ beteiligt und wird nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) gefördert.

In den kommenden dreieinhalb Jahren hat die Alanus Hochschule ein Budget von 2,167 Mio. Euro zur Verfügung, um ihr Projekt „Studica – Studieren à la carte“ in die Tat umzusetzen. Realisiert wird das Vorhaben mit drei weiteren Projektpartnern, dem Weiterbildungszentrum Alanus Werkhaus, dem Institute for Social Banking in Bochum sowie der GAB München (Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung GmbH). Im Rahmen des Wettbewerbs wurden 26 Projekte durch das BMBF prämiert. Eine Experten-Jury hatte aus insgesamt 167 eingereichten Projekt-Skizzen die Gewinner ausgewählt.

Das BMBF hatte die Hochschulen mit der Ausschreibung EU-Vorgaben entsprechend aufgefordert, Studienangebote zu entwickeln, die unabhängig von Abitur oder Fachhochschulreife vielfältige Wege zu wissenschaftlicher Bildung eröffnen und damit zur technologischen Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland beitragen sollen. Im Mittelpunkt stehen das lebenslange wissenschaftliche Lernen auch für Nichtakademiker und eine enge Verbindung von Hochschul- und Berufspraxis mit dem Ziel, möglichst viele Menschen umfassend zu qualifizieren.

Mit dem Studica-Projekt wird die Alanus Hochschule neue Formen des Zusammenwirkens von Hochschule und Praxis entwickeln und testen. Erprobt wird diese neue Studienorganisation zunächst in den beiden im Aufbau begriffenen Studiengängen „Socially Responsible Banking“ und „Betriebliche Berufspädagogik“, weil es in der Berufspraxis für beide Bereiche einen großen Bedarf an akademischer Qualifikation gibt. Ist Studica erfolgreich, soll das Konzept auf das gesamte Studienangebot der Alanus Hochschule ausgedehnt werden.

Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule, sieht ein großes Potential in der offenen Hochschule: „Ist das Studica-Projekt erfolgreich, würden wir zukünftig gerne anstelle fester Studiengänge ein offenes Studium anbieten, aus dem sich jeder, der die persönlichen Fähigkeiten dazu hat, geeignete Qualifikationsangebote individuell zusammenstellen und mit seiner Berufspraxis verknüpfen kann.“

Studieren à la carte: Vom Zertifikat bis zum Masterabschluss

„Alle Lehrangebote der Pilotstudiengänge werden frei zugänglich und für jeden Zweck nutzbar sein. Diese Wahl- und Kombinationsfreiheit wird sich allein an den sachlich-inhaltlichen Anforderungen orientieren“, erläutert Gregor Krämer, Professor im Fachbereich Wirtschaft und einer der Projektverantwortlichen. An die Stelle der Studiengänge wird eine offene Angebots- und Dienstleistungspalette treten. Jeder, der die persönlichen Fähigkeiten dazu hat, kann sich dann unabhängig von formalen Berechtigungen und unter Berücksichtigung beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen „seine“ Qualifikationsinhalte zusammenstellen. Im Rahmen von Studica werden die an der Alanus Hochschule verfügbaren Studieninhalte themenbezogen in Module gegliedert, aus denen jeder nach Bedarf wählen kann. Ein einzelnes Modul wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Mehrere Module können zu einem Zertifikatskurs und schließlich auch zu Bachelor- oder Masterstudiengängen kombiniert werden.

Um Praxistauglichkeit und Qualität dieser neuen Studienorganisation sicherzustellen, wird es im Rahmen des Studica-Projekts eine Reihe flankierender Entwicklungsarbeiten geben, beispielsweise ein Navigations- und Beratungssystem, mit dem der individuelle Lernbedarf bestimmt werden kann, oder wissenschaftspropädeutische Brückenmodule für den erfolgreichen Einstieg ins Studium. Zur Qualitätssicherung ergänzt die Alanus Hochschule die quantitativen Evaluationsverfahren durch einen intensiven Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden. Durch diese ausgeprägte Feedback-Kultur sollen Studieninhalte und Berufspraxis kontinuierlich aufeinander abgestimmt und verbessert werden.

„Studica – Studieren à la carte“ auf einen Blick

- Förderung zur Umsetzung des Projekts „Studica – Studieren à la carte“ der Alanus Hochschule im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“
- Entwicklung von Studienangeboten, die unabhängig von Abitur oder Fachhochschulreife Wege zu wissenschaftlicher Bildung öffnen
- Pilotstudiengänge: „Socially Responsible Banking“ und „Betriebliche Berufspädagogik“
- Budget: 2,167 Mio. Euro
- Zeitraum: 1. Oktober 2011 bis 31. März 2015
- Gefördert durch:
- Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), www.bmbf.de
- Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union, www.esf.de
- Internetauftritt für Studieninteressierte: www.aufstieg-durch-bildung.info
Die Projektpartner:
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Die Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in freier Trägerschaft. Im Rahmen der ihr obliegenden Lehrerausbildung und anderer wissenschaftlicher Fächer nimmt sie darüber hinaus Aufgaben einer Universität wahr. Sie ist ein Ort der künstlerischen Bildung sowie der wissenschaftlichen Lehre und Forschung. In den verschiedenen Studiengängen wird die Möglichkeit zur künstlerischen und wissenschaftlichen Qualifikation geboten.

Alle Studiengänge sind akkreditiert und staatlich anerkannt. Im Mai 2010 erfolgte zudem die institutionelle Akkreditierung der Alanus Hochschule durch den Wissenschaftsrat. Außerdem verfügt sie über das Promotionsrecht für den Fachbereich Bildungswissenschaft.

Alanus Werkhaus, Alfter:
http://www.alanus.edu/werkhaus
Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung GmbH, München:
http://www.gab-muenchen.de
Institute for Social Banking, Bochum:
http://www.social-banking.org
Pressekontakt:
Dr. Julia Wedel
Tel.: (022 22) 93 21-1942
E-Mail: julia.wedel@alanus.edu
Projektleitung:
Prof. Dr. Gregor Krämer
Tel.: (022 22) 93 21-1699
E-Mail: gregor.kraemer@alanus.edu

Manuela Schürmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.alanus.edu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht CES Innovation Award für kombinierte Blick- und Spracheingabe im Auto
23.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Innovationen in der Bionik gesucht!
18.01.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics