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ANAKON 2011 - Vier Analytiker/innen werden ausgezeichnet

18.03.2011
Mit der Verleihung der Clemens-Winkler-Medaille anlässlich der ANAKON 2001am 23. März 2011 in Zürich würdigt die GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie das Lebenswerk von Professor Dr. Reiner Salzer, Leipzig.

Salzer ist einer der herausragendsten Analytiker im deutschsprachigen Raum. Seine Arbeitsgebiete waren u.a. die Früherkennung von Erkrankungen durch molekulares Monitoring, die Untersuchung von Polymeren mit biologisch-aktiven Funktionen (vor allem natürliche und synthetische Ionenkanäle) und die schnelle Paralleldetektion in der kombinatorischen Synthese, Katalyse und Biokatalyse durch spektrales Imaging. Salzer hat sich ferner Verdienste in der Lehre und Weiterbildung, im Vorstand und als Vorsitzender in der Fachgruppe Analytische Chemie sowie durch sein Engagement in weiteren nationalen und internationalen Gremien erworben. 1942 in der Erzgebirgsstadt Aue geboren, studierte, forschte und lehrte Salzer zunächst an der Universität Leipzig. 1990 folgte er einem Ruf an das Institut für Analytische Chemie nach Dresden.

An junge Wissenschaftler, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan haben, geht der mit 2.000 Euro dotierte Preis der Fachgruppe Analytische Chemie. Am 23. März 2011 erhält diesen Preis Dr. Nina Käppel, BASF SE, Ludwigshafen. Die 31jährige Chemikerin wird in Zürich für ihre Forschungsarbeiten in der Nahrungsmittelanalytik und ihre Aufgaben im industriellen Kompetenzzentrum Analytik der BASF ausgezeichnet. In ihrer Dissertation an der Universität Tübingen befasste sie sich mit der Entwicklung und Anwendung von Immunoassays zur Quantifizierung von Hormonen und Pestiziden in Wasser und Milch. Ihre reflektometrisch und fluoreszenzbasierten Messmethoden wurden auch auf die Humandiagnostik übertragen. Bei der BASF entwickelt und optimiert sie Analysenmethoden, bearbeitet analytische Fragestellungen in der Qualitätskontrolle und hilft, standortübergreifend den Analytikverbund zu optimieren.

Der Arbeitskreis für Mikro- und Spurenanalyse der Elemente und Elementspezies, "A.M.S.El.", der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie verleiht in Zürich den von der Merck KGaA, Darmstadt, finanziell mit 1.500 Euro ausgestatteten A.M.S.El.-Preis an die 30jährige Lebensmittelchemikerin Jessica Köster, die am Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund arbeitet. In ihrer neuesten Publikation “Isolectric focusing of small non-covalent metal species from plants” beschäftigt sich Köster mit einem ausgesprochen anspruchsvollen analytischen Thema; denn die Bestimmung nicht kovalent gebundener, niedrigmolekularer Metallspezies war bislang äußerst schwierig. Köster hat ihre erhaltenen Messdaten äußerst kritisch geprüft, was den Wert ihrer Arbeit sehr erhöht hat.

Der Deutsche Arbeitskreis für Angewandte Spektroskopie (DASp) in der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie verleiht am 23. März anlässlich der ANAKON in Zürich den von der PerkinElmer LAS (Germany) GmbH, Rodgau, mit 2.500 Euro ausgestatteten Bunsen-Kirchhoff-Preis für Analytische Spektroskopie an Dr. Daniel Pröfrock. Der 36jährige Preisträger arbeitet am Helmholtz-Zentrum in Geesthacht im Institut für Küstenforschung, Abteilung Marine Bioanalytische Chemie. Er wird ausgezeichnet für seine herausragenden Arbeiten zur Detektion von Biomolekülen unter Verwendung kovalent gebundener Heteroatome sowie zur Entwicklung von miniaturisierten chromatographischen Techniken und deren Kopplung mit massenspektrometrischen Verfahren.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 30.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Analytische Chemie mit fast 2200 Mitgliedern. Die Fachgruppe sieht ihre Hauptaufgabe in der Zusammenfassung aller an der analytischen Chemie im weitesten Sinne interessierten Wissenschaftler und Praktiker zum Zwecke der Förderung dieses Wissensgebietes. Für die unterschiedlichen analytischen Disziplinen unterhält die Fachgruppe zehn Arbeitskreise.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

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