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290.000 Euro für Bildungsforschung

13.01.2011
Schnittstelle zwischen Kindergarten und Grundschule wird an FH Erfurt erforscht.

Am 01.01.2011 startete an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt unter Leitung der ProfessorInnen Dr. Ronald Lutz, Dr. Michaela Rißmann und Dr. Heike Schulze ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt. Es hat die Übergangsgestaltung von Kindertagesstätten und Grundschulen in Thüringen zum Inhalt.

Das Projekt wird mit mehr als 290.000 Euro gefördert. Damit ist es von den an der FH Erfurt laufenden Projekten das Projekt, mit dem die meisten Drittmittel eingeworben werden. Dies freut auch Forschungsreferatsleiter Dr. Thomas Schwager, weil damit längere Bemühungen zum Erfolg geführt haben und es generell im sozialwissenschaftlichen Bereich nicht einfach ist, überhaupt Drittmittel einzuwerben.

In dem zweijährigen Projekt sind vier wissenschaftliche Mitarbeiterinnen beschäftigt. Der Fokus der Forschung wird zum einen auf die institutionelle Vernetzung der verschiedenen Institutionen gelegt; zum anderen wird die Rolle und Bedeutung von Bildungsdokumentationen hinsichtlich der gemeinsamen Übergangsgestaltung erforscht.

National und international wird zunehmend die Notwendigkeit der Kooperation von Elementar- und Primarbereich diskutiert. Durch die häufig vollzogene Trennung von elementarpädagogischer und Grundschulforschung liegen in Deutschland kaum Ergebnisse zur Vernetzung vor, die sowohl Kindertagesstätten als auch Grundschulen in den Blick nehmen. Mit dem Forschungsprojekt wird dazu beigetragen, diese Forschungslücke zu schließen. Darüber hinaus zielt das Forschungsvorhaben auf Ergebnisse ab, aus denen praxisrelevante Anregungen abgeleitet werden können.

Neben einer Fragebogenerhebung in allen 1329 Thüringer Kindertagesstätten und 467 Thüringer Grundschulen sowie qualitativen Tiefeninterviews vor Ort ist im Frühjahr 2012 ein Forschungsaufenthalt in Norwegen geplant. Das dortige Bildungssystem gilt als vorbildlich, um Bildung für alle zu ermöglichen. „Fast alle Ein- bis Fünfjährigen besuchen in Norwegen zunächst den freiwilligen Kindergarten (barnehage). Danach besuchen die Kinder, wie auch in Deutschland die Grundschule (grunnskole), deren Primarstufe allerdings sieben Schuljahre umfasst.“ (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Homepage ZAV)

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-erfurt.de/

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