Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

20.000 Euro-Stipendium für Erlanger Medizinerin

15.07.2009
Dr. Mareike Leffler aus der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik (Direktor Prof. Dr. Raymund E. Horch) des Universitätsklinikums Erlangen wurde für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit zur Analyse der Regenerationsmechanismen von Problemwunden mit dem mit 20.000 Euro dotierten Förderstipendium "For Women in Science" für exzellente Frauen in der deutschen Forschung geehrt.

Neben ihr wurden noch zwei weitere Wissenschaftlerinnen mit dem Stipendium ausgezeichnet.

Während im klinischen Einsatz bereits seit einigen Jahren eine überaus positive Wirkung von Unterdrucksystemen zur Verbesserung der Heilung bei akuten und bei chronischen Wunden festgestellt wurde, gibt es bisher nur wenige Erkenntnisse zu deren Wirkungsmechanismus. Diese sind aber die Voraussetzung, um das Verfahren weiter zu entwickeln und Menschen mit Wundproblemen in Zukunft noch besser helfen zu können.

Mit Hilfe von Genexpressionsanalysen konnte Dr. Leffler erstmals zeigen, dass unter der Unterdruckbehandlung auch auf der Ebene der menschlichen Erbinformation in den Zellen (Genom) gezielte Vorgänge in Gang gesetzt werden, die bisher im Rahmen der Wundheilung noch nicht in dieser Form beschrieben wurden. Durch die Überprüfung solcher Signalwege könnten sich in Zukunft völlig neue Möglichkeiten für das Verständnis der Wundheilung eröffnen. Durch die weitere Erforschung sollen die Grundlagen für eine gezielte Beeinflussung gestörter Wundheilungsprozesse entwickelt werden.

"For Women in Science"-Förderstipendien
Mit den Stipendien, die von der UN-Kulturorganisation UNESCO und L'Oréal Deutschland in Kooperation mit der Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung bereits zum dritten Mal vergeben wurden, sollen hochtalentierte und engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kindern unterstützt werden. Gerade in Deutschland, so die verleihenden Organisationen, führe die Gründung einer Familie häufig zum Abbruch vielversprechender Karrieren. Die durch die Stipendien mögliche finanzielle Förderung für Haushalt und Kinderbetreuung sowie Weiterbildungsmaßnahmen helfe den Forscherinnen, ihr wissenschaftliches Potential optimal auszuschöpfen und mehr Zeit für ihre wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen. Neben der Erlanger Forscherin wurden in diesem Jahr die Mikrobiologin Stefanie Reissmann vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg und die Biophysikerin Margarita Staykova vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam ausgezeichnet.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. Mareike Leffler
Tel.:09131/85-33296
mareike.leffler@uk-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften