Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1. Internationaler Faber-Castell-Preis für Zeichnung geht an amerikanische Künstlerin Trisha Donnelly

13.07.2012
Werke der Preisträgerin und Nominierten bis 21. Oktober im Neuen Museum Nürnberg ausgestellt

Zum ersten Mal wurde heute der mit 15.000 Euro dotierte Internationale Faber-Castell-Preis für Zeichnung (Faber-Castell International Drawing Award) im Neuen Museum in Nürnberg verliehen.

Aus dem Kreis der fünf nominierten Künstlerpersönlichkeiten ernannte eine international besetzte Jury einstimmig Trisha Donnelly zur Preisträgerin.

Die 1974 geborene Amerikanerin Trisha Donnelly lebt und arbeitet in New York. Die Jury hob hervor, dass ihr Schaffen sich durch subtile Umgangsweise mit dem Medium, konzentrierte und präzise Setzung im Raum und Einbeziehung anderer Techniken auszeichne. Trisha Donnellys Bildsprache erscheine auf das Wesentliche reduziert und ermögliche dennoch die Öffnung gedanklicher Räume. Der Betrachter werde mitgerissen, visuell gefordert, seine Wahrnehmung geschärft, ohne dass die Zeichnungen ihr Geheimnis vollständig preisgebe.

Die Jury würdigte die durchgehend hohe Qualität der Beiträge. Die nominierten Künstlerinnen zeigten unterschiedliche Ansätze von Zeichnung, die insgesamt die Aktualität und Autonomie des Mediums veranschaulichten. Das Spektrum reiche von narrativen über konzeptionelle bis hin zu medienübergreifenden Positionen. Zeichnung werde als adäquate Gattung verwendet, um inhaltlich eine Fülle von Bezügen zur Wirklichkeit darzustellen; dies könnten autobiographische Reflexionen, Referenzen zu Musik, Theater, Wissenschaft, Natur oder massenmedialen Bildern sein.

Über den Internationalen Faber-Castell-Preis für Zeichnung

Ausgezeichnet wird eine internationale Künstlerpersönlichkeit bis um die 40 Jahre, die vorwiegend im Medium der Zeichnung arbeitet bzw.

aufgrund ihres innovativen Potentials künftig eine außergewöhnliche Entwicklung erwarten lässt.

Der Preis ist gebunden an eine Ausstellung im Neuen Museum in Nürnberg, der Preisträger wird 15.000 Euro erhalten. Ab 2012 wird der Preis alle drei Jahre verliehen. Das Verfahren sieht vor, dass fünf internationale Nominatoren jeweils eine Künstlerpersönlichkeit vorschlagen. Als Nominatoren zur ersten Preisverleihung konnten Sabine Breitwieser, Chefkuratorin für Medien- und Performance-Kunst im Mu¬seum of Modern Art in New York, Beatrix Ruf, Direktorin Kunsthalle Zürich, Chris Dercon, Leiter der Tate Modern in London, Chus Martínez, Leiterin der kuratorischen Abteilung der Documenta 13 und Chefkuratorin am MACBA in Barcelona sowie Stella Rollig, Direktorin Lentos Museum in Linz, gewonnen werden.

Zur Ermittlung des Preisträgers 2012 hatten diese fünf Nominatoren jeweils eine Künstler-Persönlichkeit vorgeschlagen. Diese fünf benannten Künstlerinnen kommen nicht nur aus unterschiedlichen Ländern, sondern arbeiten im Bereich der Zeichnung auch sehr verschieden. Für den Preis nominiert waren die Bulgarin Sevda Chkoutova, die Amerikanerin Trisha Donnelly, Paulina Olowska aus Polen sowie Sabine Moritz und Jorinde Voigt aus Deutschland, die in der gemeinsamen Ausstellung im Neuen Museum ihre Werke vorstellen.

Die in Berlin lebende Künstlerin Jorinde Voigt beschäftigt sich in filigranen, großformatigen Notationen aus Zahlen, Ziffern und Linien mit der Erfassung der uns umgebenden Alltagsphänomene. Hierzu hat sie eine sehr eigene Sprache entwickelt, ihr abstrakter Zeichenkode unterliegt selbst auferlegten Regeln, um die Wirklichkeit bis ins kleinste Detail zu analysieren. Die Wahrnehmung von Realität ist auch der Ausgangspunkt bei den Arbeiten der in Köln lebenden Künstlerin Sabine Moritz, die für ihre Arbeiten Zeitungsfotos als Vorlage wählt.

Die vorgefundenen Bildreportagen bieten aber nicht Anlass für weitere inhaltliche Recherchen. Vielmehr sind die Motive selbst Medium eines inneren Dialogs, einer in sich wertfreien Reflexion über Realität.

Die bulgarische Künstlerin Sevda Chkoutova lebt in Wien und beschäftigt sich in ihren Zeichnungen mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen in Ost und West. Paulina Olowska aus Polen, die zeitweise in Chicago lebte, initiiert mit ihren Werken immer wieder einen Dialog der vielfach getrennten Disziplinen unserer Kultur, wie Mode, Bildende Kunst, Theater und Design. Zu den künstlerischen Strategien von Trisha Donnelly zählt die Auseinandersetzung mit dem Abwesenden und Unerkannten sowie dem Phänomen der Zeit.

Die Verleihung des Internationalen Faber-Castell-Preises für Zeichnung fand zusammen mit der Ausstellungseröffnung am 12. Juli 2012 statt, nachdem eine international besetzte Jury aus den eingegangenen Vorschlägen den Preisträger ermittelt hat. Der Jury gehörten an: Okwui Enwezor (Direktor Haus der Kunst München), Dr. Ulrike Groos (Direktorin Kunstmuseum Stuttgart), Adam Budak (Leitender Kurator Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Washington) und Konrad Bitterli (Leitender Kurator Kunstmuseum St. Gallen) sowie Dr. Melitta Kliege, Leitung Ausstellung / Dr. Angelika Nollert, Direktorin, Neues Museum, Nürnberg.

Der internationale Schreib- und Zeichengerätehersteller Faber-Castell engagiert sich seit Jahrzehnten im Bereich der zeitgenössischen Kunst in Nürnberg. Die 1979 erstmals veranstaltete Triennale der Zeichnung brachte den jetzigen Unternehmensleiter Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell und den ehemaligen Direktor der Kunsthalle Nürnberg, Dr. Curt Heigl, auf die Idee, ein einzigartiges Stipendium zu verwirklichen: Stadtzeichner von Nürnberg. Das insgesamt dreizehnmal vergebene Stipendium (z.B. an Ian McKeever, Leiko Ikemura, Nanne Meyer und Beate Terfloth) wurde gemeinsam von der Stadt Nürnberg und dem Unternehmen getragen. In der Sammlung des Neuen Museums befinden sich Werke aller Preisträger der Stadtzeichner von Nürnberg.

Mit der neu ins Leben gerufenen Kooperation des Neuen Museums und des Unternehmens Faber-Castell wird ein internationales Format geprägt, in dessen Rahmen aktuelle Kunst mit internationaler Reputation gefördert und ausgestellt wird.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag für moderne Kunst Nürnberg (24,- Euro / 20,- Euro während der Ausstellung im Neuen Museum).

Internationaler Faber-Castell-Preis für Zeichnung 2012 Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: 12. Juli 2012, 19 Uhr Ausstellung im Neuen Museum: 13. Juli bis 21. Oktober 2012

Pressekontakt:
Eva Martin
Leitung Öffentlichkeits- und Pressearbeit Neues Museum Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg Luitpoldstraße 5, 90402 Nürnberg
Tel: + 49 911 240 20 41 - Fax: + 49 911 240 20 29
mail: martin@nmn.de
Sandra Suppa
Head of Corporate Communications
Faber-Castell AG
Tel. +49 911 99655-532
Fax: +49 911 99655-586
Fotos zum Download: http://www.nmn.de/841.0.html und
http://www.since1761.com/c9HX3z8

Eva Martin | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.nmn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise