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Zukünftige Stromversorgung in ländlichen Regionen

24.10.2012
Verschiedene Konzepte in der Eifel und im Harz getestet
Ohne ein modernes und angepasstes Stromnetz kann die Energiewende nicht gelingen. Dabei werden flächendeckend und nicht nur für die Ballungsregionen Konzepte benötigt. Stromnetze in dünn besiedelten ländlichen Regionen müssen gleichzeitig einem geringen örtlichen Bedarf und einer weiter steigenden dezentralen Einspeisung gewachsen sein. Dies ist eine Folge des Zubaus an Windenergie- und PV-Anlagen im ländlichen Raum.

Modellprojekt „Smart Country“

In der Region Bitburg-Prüm hat der örtliche Energieversorger mit drei Partnern ein erstes kleines Smart Grid für den ländlichen Raum entwickelt. Ansatzpunkte waren, Informations- und Kommunikationstechnologien stärker zu nutzen, moderne Spannungsregler einzusetzen und das Verteilnetz neu zu strukturieren. Eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk wurde so erweitert, dass sie künftig die schwankende Wind- und Solarstromerzeugung ausgleichen kann. Das BINE-Projektinfo „Ländliches Stromnetz wird smart geregelt“ (12/2012) stellt das Projekt vor.

Modellregion Harz

Die 240.000 Einwohner des Landkreises Harz, einer von sechs Modellregionen des E-Energy-Programms der Bundesregierung, verfügen bereits über eine zu zwei Drittel regenerativ erzeugte Stromversorgung. Es gibt aber noch viele ungenutzte Reserven in den Bereichen Erzeugung, Speicherung und Lastverschiebung. Ziel ist, mehr erneuerbaren Strom sinnvoll zu vermarkten. Mehr als 20 Partner aus verschiedenen Bereichen der Elektrizitätswirtschaft haben daher Technologien und Geschäftsmodelle in dieser Region erprobt. Das BINE-Projektinfo „Landkreis Harz erprobt Stromversorgung der Zukunft“ (13/2012) stellt die zentralen Bausteine virtuelles Kraftwerk, intelligente Stromzähler sowie neue Wege bei der Netzbetriebsführung und Vermarktung vor.

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Rüdiger Mack | idw
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