Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zeolith-Hitze beschleunigt Geschirrspüler-Trocknung

31.07.2009
Spezielle Mineralien, die zusätzliche Hitze abgeben, machen den Trocknungsvorgang des Siemens Geschirrspülers speedMatic schneller und effizienter.

So verkürzt sich das Standardprogramm bei 50 Grad Celsius auf knapp über zwei Stunden, das sind rund 30 Minuten weniger als herkömmliche Spüler brauchen. Der speedmatic ist damit der schnellste Spüler der höchsten Effizienzklasse AAA.


Zudem verbraucht er durch die energySave Funktion rund 20 Prozent weniger Strom als der bisher beste Spüler dieser Klasse. Weitere Pluspunkte sind ein erhöhter Sprühdruck für stärker verschmutzte Töpfe oder eine pfiffige Vorrichtung, die das bessere Auflösen von Spültabs ermöglicht.

Die zusätzliche Hitze erzeugen Zeolithen, das sind Silikatmineralien mit einer sehr großen Oberfläche und inneren Hohlräumen, die beispielsweise zur Wasserenthärtung oder in Wärmespeicherheizungen eingesetzt werden. Siemens nutzt für das Trocknen des Geschirrs die besondere Eigenschaft, dass die Minerale Wasser aufnehmen können und dabei heiß werden. Umgekehrt geben sie beim Erhitzen gespeichertes Wasser wieder ab. Beim Trockenvorgang wird die warme, feuchte Luft in einen Behälter unterhalb des Innenraums geleitet, wo sich 1,15 Kilo Zeolithe befinden. Das Mineral nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt heiße, trockene Luft ab. Der Trockenvorgang ist so deutlich schneller. Beim nächsten Spülgang werden die Minerale wieder regeneriert, indem ihnen beim Aufheizen die Feuchtigkeit entzogen wird.

Als Sonderprogramm hat der speedMatic die Funktion intensiveZone. Hier wird heißeres Wasser für den Unterkorb verwendet, wo stärker verschmutzte Töpfe oder Pfannen sind. Außerdem löst ein höherer Sprühdruck hartnäckige Reste ab. Eine kleine, aber sinnvolle Verbesserung ist die Auffangschale, in die die Spültablette fällt. Dort löst sie ein gezielter Wasserstrahl komplett auf, was in herkömmlichen Geschirrspülern nicht immer der Fall ist. Für eine maximale Hygiene, wie sie bei Babyfläschchen oder Schneidbrettern erforderlich ist, hat der speedMatic die Option, dass die Spültemperatur auf mehr als 70 Grad eingestellt werden kann. So werden Bakterien und Keime zu 99,99 Prozent abgetötet. (IN 2009.07.8)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen