Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultraschneller Lichtblitz mit LED für Quali-Checks

29.01.2010
Siemens-Forscher haben die weltweit schnellste LED-Blitzlampe zur Qualitätsprüfung entwickelt.

Mit der leistungsstarken Lichtquelle, die eine extrem kurze Belichtung erlaubt, können schnelle Fertigungsabläufe direkt überwacht werden. Die Kamera kann relativ schnell bewegte Gegenstände mit hoher optischer Auflösung scharf abbilden. Der Hochgeschwindigkeitsblitz wurde für ein Inspektionssystem für gedruckte Elektronik entwickelt. Er verbraucht weniger Energie und heizt den Messraum nicht so stark auf wie die bisher verwendeten Halogenlampen.


Qualitätskontrollen sind oft optischer Art, das heißt, eine Kamera nimmt ein digitales Bild auf, welches anschließend analysiert wird. Oft läuft aber die Fertigung so schnell, dass herkömmliche Kamerasysteme kein scharfes Bild mehr liefern. Die Tests werden dann ans Ende der Fertigung ausgelagert und pro Produktionseinheit durchgeführt. Wird ein Fehler entdeckt, ist seit dem letzten Test Ausschuss produziert worden. Will man hingegen in der Fertigungslinie testen, braucht man teilweise Beleuchtungszeiten von weit unter einer millionstel Sekunde. Eine so schnelle Lichtquelle mit genügend hoher Leistung gibt es bisher nicht. Die Alternative ist Dauerlicht und eine Kamera mit extrem kurzen Verschlusszeiten. Die ist jedoch relativ teuer und hat darüber hinaus den Nachteil, dass die Lichtquelle den Messraum aufheizt.

Die Forscher von Siemens Corporate Technology (CT) verwenden mehrere LEDs für ihre neue, leistungsstarke und ultraschnelle Lichtquelle. Der Hochgeschwindigkeitsblitz bietet Belichtungszeiten von 0,3 millionstel Sekunden (300 Nanosekunden). Bei gewöhnlichen Fotoblitzen betragen die kürzesten Beleuchtungszeiten 50 Mikrosekunden und bei industriellen Stroboskopen eine Mikrosekunde. Die LED-Blitzleistung lässt sich bis zu einem Wert von über zwölf Kilowatt sehr fein einstellen. Der Blitz kombiniert LEDs verschiedener Wellenlängen, damit die Lichtfarbe auf das jeweilige zu testende Produkt abgestimmt werden kann.

Der Blitz wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts MaDriX entwickelt. Er könnte in vielen Anwendungen bei Siemens sowie bei anderen Unternehmen eingesetzt werden und bietet die Möglichkeit, Fertigungsabläufe zu optimieren und Prüf- sowie Energiekosten einzusparen. (RN 2010.01.8)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens ResearchNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Plug & Play: Drei auf einen Streich
29.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie