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»Sustainable Energy Valley« punktet bei RegioWIN

23.01.2014
Insgesamt elf Regionen haben im Landeswettbewerb RegioWIN die zweite Runde erreicht. Mit dabei ist das regionale Strategiekonzept »Sustainable Energy Valley: Energiewende-Region Südlicher Oberrhein«. An diesem Projekt zur Gestaltung der Energiewende ist Fraunhofer IPM maßgeblich beteiligt.

Ziel des Landeswettbewerbs RegioWIN ist es, die Stärken und Schwächen einer Region zu identifizieren und daraus eine Zukunftsstrategie im Hinblick auf Innovation, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung zu erarbeiten.

In der ersten Runde des Wettbewerbs standen vierzehn Regionen aus Baden-Württemberg mit ihren Strategiekonzepten auf dem Prüfstand. Elf Regionen konnten überzeugen und werden nun in der zweiten Runde regionale Entwicklungskonzepte zur Umsetzung der Projekte vorstellen.

Der Wettbewerb läuft noch bis Ende 2014 und wird vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg durchgeführt. Die Gewinner können mit Fördermitteln zwischen 100.000 Euro und fünf Millionen Euro rechnen, die der Europäische Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung stellt.

Aktive Gestaltung der Energiewende

Die Wettbewerbsregion Südlicher Oberrhein inklusive des Landkreises Lörrach verfolgt die Vision, führende Modellregion für Energiewende und Klimaschutz in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa zu werden. Das Strategiekonzept »Sustainable Energy Valley« konzentriert sich auf zwei Punkte: zum einen auf technische Innovationen in den Schlüsseltechnologien der Energiewende und zum anderen auf den Technologie- und Wissenstransfer in die Region.

Fraunhofer IPM beteiligt sich an der Ausarbeitung der »Enabling Technologies«. Hierbei werden neue Ansätze, Modellvorhaben und technische Lösungen für das Energiesystem von morgen entwickelt. Die hohen Kompetenzen der Region in der Mikrosystem- und Sensortechnik sollen in neuen und angrenzenden Geschäftsfeldern mit Nachhaltigkeitsbezug Anwendung finden. Der Schwerpunkt »Enabling Technologies« unterteilt sich in drei Leuchtturmprojekte: 1. Vernetzte Sustainable-Industrieparks, 2. Living Lab Smart Building und 3. LebensMittelPunkt Südbaden. Fraunhofer IPM beteiligt sich maßgeblich an allen drei Leuchtturmprojekten und ist darüber hinaus Koordinator des Leuchtturms »LebensMittelPunkt Südbaden«.

LebensMittelPunkt Südbaden
Ziel des Leuchtturmprojekts »LebensMittelPunkt Südbaden« ist es, die Schonung von Umwelt und Ressourcen dadurch zu erhöhen, dass Lebensmittel regional erzeugt und verlustfrei dem Verbraucher zu Verfügung gestellt werden. Die Entwicklung und Ausführung des »Food Chain Managements« wird die Qualitätssicherung von Lebensmittelketten in der Region Südlicher Oberrhein optimieren. Es sollen intelligente Messgeräte in Form kleiner, preisgünstiger Mikrosysteme und Sensoren dazu beitragen, dass Nahrungsmittel auf ihrem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher weder an Wert, noch an Qualität oder Geschmack verlieren. Südbaden ist mit seinem Wein- und Obstanbau in der sonnigen Rheinebene und den höher gelegenen Weideflächen im Südschwarzwald eine dafür geradezu prädestinierte Region. Wesentliche Neuerung ist der ganzheitliche, unternehmensübergreifende Ansatz, der eine Zusammenführung aller Informationen eines Produkts beinhaltet. Dadurch kann sich die logistische Kette erstmals nach dem Zustand des Produkts richten und Verluste reduzieren.

Projektkoordinator von »LebensMittelPunkt Südbaden« ist Fraunhofer IPM. Das Institut wird dabei gemeinsam mit Industriepartnern und dem Verbund MicroTEC Südwest zusammenarbeiten. Um die Ideen umzusetzen und förderfähig zu machen, wird derzeit das Konsortium zusammengestellt.

Holger Kock | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipm.fraunhofer.de

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