Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SST-400 GEO: Neue Siemens-Dampfturbine für Geothermie-Kraftwerke

27.10.2011
Siemens Energy stellt auf der GEA Geothermal Energy Expo in San Diego eine Dampfturbine für Geothermie-Kraftwerke vor. Die SST-400 GEO mit einer Leistung von bis zu 60 Megawatt ist von der Industriedampfturbine des Typs SST-400 abgeleitet.

Sie verwendet Bauteile des Gehäuses und des Turbinen-Generator-Packages (Getriebe, Generator, Grundrahmen) der bewährten SST-400-Maschine. Darüber hinaus ist der vom Dampfturbinen-Serviceanbieter TurboCare speziell für geothermische Anwendungen konzipierte und erprobte Dampfströmungsweg (Rotor, Leit- und Laufschaufeln) in die Entwicklung der neue Turbine eingeflossen. Die SST-400 GEO kann zur Nutzung der Erdwärme mit unterschiedlich zusammengesetzten wässrigen Lösungen (Thermalfluid) betrieben werden.


The SST-400 GEO combines the proven turbine casing of the Siemens turbine as well as the steam turboset accessories (gears, generator, base frame) with the geothermal steam path and moisture removal features of the TurboCare Magma turbine family.

Die weltweit installierte Leistung für die Stromerzeugung aus geothermischen Kraftwerken betrug Ende 2010 mehr als 11 Gigawatt (GW). Vorreiter sind die USA mit einer installierten Leistung von 3,1 GW. Auf den Philippinen sind rund 1,9 GW an Leistung in Geothermie-Kraftwerken installiert, gefolgt von Indonesien mit 1,2 GW. Potenziale für die Nutzung der Erdwärme zur Stromerzeugung gibt es auch in Mittelamerika, Ostafrika, Chile, Island, Italien, Russland und der Türkei. Einer Studie von IHS Emerging Energy Research zufolge soll sich die in Geothermie-Kraftwerken installierte Leistung weltweit bis zum Jahr 2020 auf rund 31 GW verdreifachen.

„Wir haben uns intensiv mit den spezifischen Anforderungen geothermischer Anlagen befasst und gehen nun mit einem ausgeklügelten Turbinenkonzept mit bewährten Komponenten in den Markt“, sagte Markus Tacke, CEO der Business Unit Industrial Power im Siemens Energy Sektor. „Wir sehen weltweit eine stark steigende Nachfrage für Geothermie-Dampfturbinen. Mit dieser Maschine sind wir bestens aufgestellt, um als Dampfturbinenhersteller auch langfristig in diesem Markt vertreten zu sein.“

Die Standorte für geothermische Anlagen unterscheiden sich stark hinsichtlich Thermalfluidmengenstrom, Temperatur, Druck, ph-Wert und dem Anteil an Mineralien und Gasen wie Schwefelwasserstoff im Thermalfluid. Die neue Dampfturbine kann in geothermischen Kraftwerken eingesetzt werden, die mit trocken gesättigtem oder überhitztem Direktdampf (Dry Steam) oder mit dem bei Druckreduzierung des Thermalfluids entstehenden Sattdampf (Flash-Prinzip) arbeiten. Darüber hinaus kann die Turbine im Direkt- oder Flashdampf-Kreislauf von kombinierten Direkt- bzw. Flashdampf-/Binärsystemen (Flash/Binary Combined Cycle) betrieben werden. Niedrige Dampfparameter und aggressive Bestandteile des Thermalfluids führen zu einem hohen Maß an Korrosion. Daher benötigen diese Anlagen speziell angepasste Dampfturbinen. Unter anderem sind besonders hochwertige Materialien notwendig, um Rissbildungen oder Brüchen aufgrund von Materialermüdung vorzubeugen. Die neue Turbine eignet sich für Frischdampftemperaturen bis 250°C und Frischdampfdrücke bis 12 bar absolut. Die Maschine wird aus extrem korrosionsbeständigen Materialien gefertigt. An den Laufschaufeln werden Entwässerungen eingesetzt, die in jeder Turbinenstufe die Feuchtigkeit aus dem Gehäuse entfernen.

„Geothermische Kraftwerke zeichnen sich durch besondere Dampfparameter aus, die eine speziell an diese technischen Herausforderungen angepasste Lösung erfordern“, sagte Werner Altmeyer, Leiter des weltweiten Vertriebs der SST-400 GEO. „Unsere neue Dampfturbine verbindet Siemens-Turbinen-Know-how mit unseren langjährigen Erfahrungen bei der Wartung und Instandhaltung von Dampfturbinen in Geothermie-Kraftwerken.“

Weitere Produktinformation finden Sie unter:
http://www.energy.siemens.com/fi/en/power-generation/steam-turbines/sst-400.htm
http://www.siemens.com/press/pi/EOG201110007d
http://www.siemens.com/oilgas/bilder/EOG201110007
Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EOG201110.007d

Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht SmartMeter analysieren mit Algorithmen den Stromverbrauch
01.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS

nachricht Energiehybrid: Batterie trifft Superkondensator
01.12.2016 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie