Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siprotec 5 erstes nach IEC 61850 (Edition 2) zertifiziertes Schutzgerät weltweit

09.08.2013
Die Schutzgeräte Siprotec 5 der Siemens-Division Smart Grid sind die ersten weltweit auf dem Markt, die nach IEC 61850, Edition 2, zertifiziert worden sind.

Damit lassen sich ab sofort in der Stationsautomatisierung Schutztechniklösungen mit uneingeschränkter Interoperabilität von Schutzgeräten unterschiedlicher Hersteller schaffen. Netzbetreiber und Versorger können Siprotec-5-Geräte somit nahtlos in vorhandene und bewährte Infrastruktur integrieren. Das sorgt für geringe Kosten. Dank der Zertifizierung nach IEC 61850, Edition 2, haben die Siemens-Produkte noch dazu „die Zukunft eingebaut“, was Investitionen auf lange Sicht sicher macht.

Die IEC 61850 ist in der Schaltanlagenautomatisierung inzwischen eine feste Größe. Sie ist mittlerweile aber auch mehr als nur ein Ethernet-basiertes Protokoll und wächst mit der Edition 2 in weitere Bereiche der Energieversorgung hinein, denn sie definiert den Engineering-Prozess, die Daten- und Dienstmodelle, den Konformitätstest sowie die gesamte Kommunikation in Schaltanlagen. Dies erweitert das Einsatzspektrum der Siprotec-5-Schutzgeräte. Die Geräte wurden in den KEMA-Labors in Arnheim in den Niederlanden geprüft und nach Richtlinien der UCA (International Users Group) zertifiziert, einer gemeinnützigen Organisation von Netzbetreibern und Herstellern mit Sitz in Raleigh, North Carolina, USA.

Siprotec-Multifunktionsgeräte sind für den Schutz, die Automatisierung, Messung und Überwachung von Hoch- und Mittelspannungsnetzen konzipiert worden. Sie bilden jedoch nicht nur die Basis zur Nutzung der Daten aus den Geräten unterschiedlicher Hersteller, sondern ermöglichen zudem auch eine redundante Datenübertragung im Netzwerk. Dafür gibt es für alle Siemens-Schutzgerätereihen die beiden neuen Ethernet-Redundanzprotokolle HSR (High Availability Seamless Redundancy) und PRP (Parallel Redundancy Protocol). Die Protokolle sind für unternehmens- und zeitkritische Anwendungen konzipiert worden, bei denen keine Unterbrechungen in der Kommunikation oder Verzögerungen vorkommen dürfen. Beide Protokolle entsprechen dem Standard IEC 62439-3 für hochverfügbare industrielle Ethernet-Kommunikationsnetze. HSR und PRP ermöglichen auch im Störungsfall den Weiterbetrieb der Anlagen. Selbst bei einem Netzwerkfehler bleibt immer ein Kommunikationspfad zwischen zwei Schutzgeräten bestehen.

Darüber hinaus können zusätzliche Geräte installiert oder entfernt werden, ohne Änderungen an anderen Geräten im Netz vornehmen zu müssen; der Netzbetrieb läuft ungestört weiter. Nutzbar sind die neuen Redundanzprotokolle nicht nur in Neuanlagen, sondern auch in den mehr als 150.000 weltweit bereits installierten Siprotec-Geräten. Diese müssen dazu lediglich über ein Firmware-Update nachgerüstet werden. Siemens ist der einzige Anbieter weltweit, der mit einer „Seamless Ethernet Media Redundancy Suite“ seinen Kunden eine durchgängige Lösung zur Verfügung stellen kann, die sowohl Feldgeräte mit integriertem Switch umfasst, Software-Treiber für die Stationsautomatisierung sowie die nötigen Netzwerkkomponenten dazu.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum mehr als 330 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Ansprechpartner für Journalisten:
Siemens AG, Media Relations
Dietrich Biester, Tel.: +49 911 433-2653
E-Mail: dietrich.biester@siemens.com
Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/siemens_sg

Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 90.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Dazu gehören Produkte, Systeme und Lösungen für intelligentes Verkehrsmanagement, Schienenverkehr, Smart Grids, energieeffiziente Gebäude und Sicherheitslösungen. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Building Technologies, Low and Medium Voltage, Mobility and Logistics, Rail Systems und Smart Grid zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/infrastructure-cities

Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Städten ein End-to-End-Portfolio an Produkten und Lösungen für den Aufbau intelligenter Energieversorgungsnetze. Smart Grids ermöglichen einen bidirektionalen Energie- und Informationsfluss. Damit sind sie Voraussetzung für die Einbindung von mehr erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Mit den in Smart Grids anfallenden Daten können Energieversorger darüber hinaus ihre Anlagen kosteneffizienter betreiben. Software-Lösungen, die Daten aus Smart Grids analysieren, werden daher immer wichtiger. Dabei verwendet die Division Eigenentwicklungen, setzt aber auch auf ein System aus Software-Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.de/smartgrid

Siemens AG
Wittelsbacher Platz 2, 80333 München, Deutschland
Corporate Communications and Government Affairs
Leitung: Stephan Heimbach
Infrastructure & Cities Sector
Smart Grid Division
Gugelstraße 65, 90459 Nürnberg

Informationsnummer: ICSG201308.035 d

Dietrich Biester | Siemens Infrastructure
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/siprotec
http://www.siemens.com/press/pi/ICSG201308035d

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften