Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Prüfstand nimmt Elektrofahrräder unter die Lupe

29.07.2013
Motor und Getriebe von Autos kommen ganz selbstverständlich auf den Prüfstand.

Elektrofahrräder sind zwar ganz groß im Kommen, ein Check auf Herz und Nieren auf einem Prüfstand ist allerdings noch nicht ersonnen. Zumindest hat Prof. Herbert Dreher davon noch nichts gehört. Gemeinsam mit Laboringenieur Roland Rasch und Studenten vom Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg konfiguriert er gerade einen Pedelec-Prüfstand, auf dass dieser einmal sinnvolle Daten liefert.


Der Pedelec-Prüfstand am Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg

Er hat bereits sein festes Domizil im Fallenbrunnen, der E-Bike-Prüfstand, den die DHBW-Studenten Maschinenbau und Elektrotechnik nach ihren Vorgaben anfertigen ließen. Natürlich sollen dort einmal Elektrofahrräder samt ihrer Komponenten Testprogramme durchlaufen, die Aufschluss geben etwa über die Haltbarkeit der mechanischen und elektrischen Komponenten. Reichweite und Haltbarkeit auch der Akkus lässt teils zu wünschen über und verunsichert noch viele der potenziellen Elektroradler.

Aufgabe der Studenten ist es nun, den Prüfstand sinnvoll zu konfigurieren und zum Laufen zu bringen. „Der wissenschaftliche Anspruch ist es, die Regelungstechnik so zu gestalten, dass nachvollziehbare, vergleichbare und reproduzierbare Ergebnisse heraus kommen“, erklärt Prof. Dreher. Die Studenten müssen sinnvolle Profile für die Prüfstandsläufe entwickeln.

Es gibt einiges zu bedenken – jeder Radler etwa bringt ein anderes Gewicht mit, die Akkus reagieren auf Temperatur höchst empfindlich, jeder Hersteller „regelt“ von Haus aus sein E-Bike auf eine andere und eigene Art, und so weiter. „Wir tasten uns ran“, sagt Prof. Dreher zu den Fortschritten. Irgendwann einmal könnten im Fallenbrunnen die verschiedensten Elektrofahrräder auf dem Prüfstand ihre Tests durchlaufen.

Warum die Forschung an Elektrofahrrädern? Nicht nur an der Dualen Hochschule im Fallenbrunnen hat man die elektrische Mobilität als Feld der Zukunft erkannt. 2012 wurden europaweit laut Zweirad-Industrie-Verband rund 1,1 Millionen Elektrofahrräder verkauft, in China sind derzeit rund 140 Millionen E-Bikes im Einsatz. Spritpreise, Parkraum und Unterhaltskosten sind einige wichtige Stichwort im Zusammenhang mit diesem Boom. Auch an der DHBW im Fallenbrunnen glaubt man an das elektrische Potenzial.

Dazu passt die Solartankstelle auf dem Campus, die den Strom direkt aus der Kraft der Sonne beisteuert. Dazu passen auch Radtouren wie jüngst zum EU¬-Energiekommissar Oettinger nach Brüssel, die das Elektroradeln populär machen sollen. Und nicht zuletzt bauen Studenten auch an einem Elektroauto, das irgendwann einmal, TÜV-geprüft, am Bodensee seine Runden drehen wird.

Elisabeth Ligendza | idw
Weitere Informationen:
http://www.dhbw-ravensburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gut sortiert: Schüttgutanlagen werden klüger
30.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften
29.03.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE